Nordic Walking-Tipps für Hundefreunde
Der Frühling ist da und so mancher Hundefreund sieht mit großem Entsetzen, die Winterzeit hat auf der Hüfte ihre Spuren hinterlassen. Die Sommerhose für den Hundeplatz geht nicht mehr zu und sogar die Rippen unseres Besten Freundes sind auch nicht wirklich tastbar.
Was tun? Diät oder noch längere Spaziergänge?
Nein, nichts von alle dem.
Nordic Walking mit Hund
Der einfachste Weg, Sport und Gassirunde zu kombinieren.(Foto s.Presse)
Nordic Walking-Kurse gibt es viele. Die sind auch ganz wichtig, damit die richtige Technik erlernt wird und beim Training mit Hund schon sitzt.
Kurse für Hundefreunde gibt es kaum, wenn doch sind sie nicht erreichbar oder total überteuert.
Da ich selber viele gute und auch manche schlechte Erfahrung beim N.W. gemacht habe, möchte ich einige Tipps gerne weitergeben.
Bedanken möchte ich mich vorab bei Monika Borgert , die mir die nötige Anleitung beim richtigen Umgang mit den Stöcken gegeben hat. Gina durfte so manche Runde mit dabei sein.
Neben einer Nordic Walking Ausrüstung, benötigt der Hundehalter einen Jogginggürtel mit elastischer Leine.
Der Hund trägt ein Geschirr. Am Besten mit leuchtenden Farben oder Reflektoren. Für große Hunde sind Geschirre mit eingebautem Kurzführer sehr praktisch.
Mein Gürtel hat zusätzliche Taschen für Leckerchen und Handy.
Gerade Leckerchen sind wichtig, damit das Laufen mit Hund, diesem auch schmeckt. Es gibt Hunde, die könnten anfangs Angst haben , vor dem Klappern der Stöcke.
Fangt langsam an. Übt im Garten oder auf Wegen, wo wenig Ablenkung ist.
Wenn ihr ganz unsicher seid, dann lauft erst ohne Stöcker und nur mit Gurt. So habt Ihr beide Hände frei, um Notfalls an die Leine zu greifen. Sinn der Übung, der Hund soll lernen an lockerer Leine vorweg zulaufen. Gebt auch Kommandos, wie Sitz und Platz, oder macht einen Richtungswechsel. Vergesst das Loben nicht und achtet darauf, das Ihr Euren Vierbeiner nicht überfordert. Schließlich habt Ihr den besten Trainingspartner vor Euch, den es gibt. Quatscht nicht, quengelt nicht und ist bei Wind und Wetter an Eurer Seite.
Achtet auch darauf, das die nötigen Geschäfte vorher erledigt werden. Gegen ein Pfützchen zwischendurch ist zwar nichts einzuwenden, aber nur auf Euer Kommando.
Hundebegegnungen sind tabu . Es wird nicht gespielt oder an jeder Ecke geschnüffelt.
So hart, wie es sich anhört ist es nicht.
Denkt an Euer Ziel. Ihr wollt abnehmen und die Ausdauer trainieren. Euer Vierbeiner wird ganz schnell merken, was er darf und was nicht.
Es wird nicht lange dauern und Ihr seid ein perfektes Nordic Walking Team.
Wenn Ihr einen folgsamen Hund habt, dann könnt Ihr auch versuchen den Hund abzuleinen. Den Haken der Leine in die Halterung klicken und anschließend den Gürtel so drehen, das die Leine wie ein Schwanz nach hinten zeigt. Es sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus, doch es ist sehr zweckmäßig. Es ist wichtig, das Ihr in einem zügigen Tempo weiter lauft, bleibt der Hund ständig irgendwo stehen, dann geht es kommentarlos wieder an die Leine.
Fortgeschrittene können auch versuchen, dem Hund Links und Rechts beizubringen. Auf einem breiten Weg, gebt Ihr das Kommando z.B. Links und lauft auf die linke Seite. Genauso umgekehrt. Man kann auch Links sagen und nimmt den rechten Stock streift leicht die rechte Seite des Hundes und schiebt ihn langsam auf die linke Seite. Solche Übungen sind wichtig bei Gegenverkehr jeglicher Art.
Doch eines dürft Ihr nie und nimmer! Der Hund wird weder mit dem Stock geschlagen oder mit der Spitze gepiekt.
Ich habe schon des öfteren gesehen, das Hundebesitzer die Leine um ihren Kopf und Schulter legen. Bitte macht das nicht.! Auch der netteste Hund kann plötzlich losrennen oder stur stehen bleiben und Halswirbelschäden sind dann nicht auszuschließen.
Probleme können anfangs immer wieder passieren. Es liegt nie am Hund, immer daran das er die neue Situation noch nicht ganz versteht.
Zu Hause angekommen wird der Hund ausgiebig gelobt oder bespielt. Wenn es dann noch Futter oder einen Kauknochen gibt, dann ist Euer Freund glücklich und Ihr seid es auch.
Wenn Ihr abnehmen wollt, dann solltet Ihr drei bis fünf Mal die Woche N.W. betreiben. Hört sich vielleicht viel an, doch wenn man bedenkt, das Ihr mit einem Hund mehrere Stunden am Tag Gassi gehen müsst, um ihn auszupowern, so habt Ihr jetzt Zeit und Geld gespart und müsst nicht in einem miefigen Fitnessstudio rumhängen.
Ich hoffe meine Tipps sind Euch hilfreich.
Mit diesem Text soll sich auch Keiner persönlich beleidigt fühlen, es soll nur eine Hilfestellung für die sein,die sie wirklich benötigen.
Viel Erfolg beim Nordic Walking mit Hund
wünschen Susanne und Gina