Im Kampf um billiges Öl gibt es einen Bösewicht: BP. Der Konzern hat in den Tiefen des Golfs von Mexiko geschlampt und die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA verursacht. BP wird dafür büßen, mit seinem Ansehen und mit Milliarden Dollar an Entschädigung. Damit aber ist es nicht getan, denn die Folgen des Untergangs der Bohrinsel Deepwater Horizon reichen weiter als bis zu den Sandstränden von Florida und den Mangrovensümpfen Louisianas. Leicht zugängliches Öl ist rar geworden, die Hoffnungen nicht nur von BP, sondern der gesamten Ölbranche ruhen auf der Tiefseebohrung.
Während viele Menschen auf das unkontrolliert sprudelnde Loch im Golf starren, hat weitgehend unbemerkt die schottische Firma Cairn zwei Bohrmeißel in den Boden des arktischen Meers westlich von Grönland gerammt. Das ist nur der Anfang: Im August sollen weitere Bohrungen beginnen.