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Titelsong zu 'FRiENDSHIP'. Klasse Film, mit Matthias Schweighöfer.<3


                                              Und er kennt seine Grenzen und geht trotzdem zu weit
                                              Kein Glück in der Ferne nachdem er nicht greift
                                              Seine Macht ist sein Glaube,um nichts kämpft er mehr
                                              Und das immer und immer wieder.
                                                                    Deswegen ist er ein Krieger!

Ein Krieger des Lichts tut immer Außergewöhnliches. Er tanz beispielsweise auf dem Weg zu Arbeit auf der Straße. Oder blickt einen Unbekannten in die Augen und spricht sofort von Liebe. Er Verficht die Idee, die lächerlich wirken mag. Der Krieger des Licht erlaubt sich derlei Dinge. Er fürchtet sich weder, über vergangenen Schmerz zu weinen, noch, über Neuentdecktes zu jauchzen. Wenn er spürt, dass die Stunde gekommen ist, lässt er alles zurück und bricht zu dem Abenteuer auf, von dem er immer geträumt hat. Wenn er erkennt, dass er an der Grenze seiner Widerstandskraft angekommen ist, verlässt er den Kampf, ohne sich deswegen Vorwürfe zu machen. Ein Krieger verbringt seine Tage nicht damit, eine Rolle zu spielen, die andere für ich ausgesucht haben.

Hat ein Krieger des Lichts ein Unrecht erlitten, zieht er sich meist zurück, weil er allein sein und den anderen seinen Schmerz nicht zeigen will. Dieses Verhalten ist sowohl gut wie schlecht. Eines ist, zuzulassen, dass sein Herz langsam seine eigenen Wunden heilt. Etwas anderes ist es, den ganzen Tag allein vor sich hin zu grübeln aus Furcht, Schwäche zu zeigen. In jedem von uns wohnen ein Engel und ein Dämon, und ihre Stimmen sind einander sehr ähnlich. In schwierigen Augenblicken führt der Dämon Selbstgespräche und versucht uns weiszumachen, wie verletzlich wir sind. Der Engel hält und dazu an, unsere Haltung zu überdenken, und offenbart sich zuweilen durch den Mund unseres Nächsten. Ein Krieger findet einen Mittelweg zwischen Einsamkeit und Abhängigkeit.

Auch ein Krieger des Lichts macht ungewollt einen Fehltritt und taucht in den Abgrund. Die Gespenster schrecken, die Einsamkeit quält ihn. Da er den Guten Kampf suchte, war er nicht darauf vorbereitet, dass ihm das passieren könnte. Aber es ist nun einmal passiert. In die Dunkelheit gehüllt, tritt er mit seinem Meiser in Verbindung. »Meister ich bin in den Abgrund gefallen«, sagt er. »Das Wasser ist dunkel und tief.«. »Vergiss eines nicht«, gibt der Meister zur Antwort, »man ertrinkt nicht, weil man unter Wasser taucht, sondern weil man unter Wasser bleibt.« Und der Krieger des Lichts setzt all seine Kräfte ein, um sich aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Und ich sage es abermals: Die Krieger des Lichts erkennen einander am Blick. Sie leben in der Welt, gehören zur Welt und wurden ohne Rucksack oder Sandalen in die Welt geschickt. Häufig sind sie feige, glauben, sie könnten nicht wachsen. Die Krieger des Lichts halten sich manchmal eines Segens oder  eines Wunders für unwürdig. Die Krieger des Lichts fragen sich häufig, was sie hier eigentlich tun. Es kommt auch vor, dass ihr Leben keinen Sinn hat.
Das macht sie zu Kriegern des Lichts. Dass sie sich irren. Dass sie fragen. Dass sie einen Sinn suchen. Und ihn am Ende finden.

Ein Krieger des Lichts betrachtet die zwei Säulen zu beiden Seiten der Tür, die er öffnen will. Eine heißt Angst, die andere heißt Wunsch. Der Krieger schaut auf die Säule der Angst, und dort steht: »Du wirst in eine unbekannte, gefährliche Welt treten, in der dir alles, was du bislang gelernt hast, nichts nützen wird.« Der Krieger schaut auf die Säule des Wunsches, und dort steht: »Du wirst aus einer bekannten Welt heraustreten, in der die Dinge verwahrt sind, die du immer haben wolltest und um die du so viel gekämpft hast.« Der Krieger lächelt, weil es nichts gibt, was ihn schreckt, und nichts, was ihn hält. Sicher wie jemand, der weiß, was er will, öffnet er die Tür.

Manchmal hat der Krieger des Lichts das Gefühl, zwei Leben zugleich zu leben. In einem ist er gezwungen, alles zu tun, was er nicht will, für Ideen zu kämpfen, an die er nicht glaubt. Aber es gibt auch das andere Leben, und er entdeckt es in seinen Träumen, in dem, was erliest, in Begegnungen mit Menschen, die wie er denken. Der Krieger wird zulassen, dass sich seine beiden Leben einander annähern. »Es gibt eine Brücke, die das, was ich tue, mit dem verbindet, was ich gern täte«, denkt er. Ganz allmählich siegen seine Träume über die Routine, und am Ende begreift er, dass er bereit ist für das, was er schon immer wollte. Dann braucht es nur ein wenig Wagemut - und beide Leben werden zu einem einzigen.

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