David Schuster wurde 1910 im fränkischen Bad Brückenau geboren. Nach der Inhaftierung im KZ Dachau 1937-38 emigrierte er in das damalige Palästina, wo er 18 Jahre lang bei einer Baufirma in Haifa tätig war. 1956 kehrte er nach Würzburg zurück und holte bald seine Frau und den kleinen Sohn nach.
Seit 1958 ist David Schuster Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Würzburg. Er ist langjähriger Vizepräsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern
Senator David Schuster (1910–1999), der langjährige Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg und Vertreter der Juden zwischen 1976 und 1981 des Freistaats im Bayerischen Staat,
Er steht für die Wiederkehr jüdischer Mitbürger in Unterfranken nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor dem Holocaust hatten die Juden in Unterfranken, vor allem auf dem Land („Landjuden“), einen bedeutenden, für Bayern relativ hohen Bevölkerungsanteil gebildet. Der in den 1990er Jahren einsetzende Zuzug von Juden aus Osteuropa war Anlass für die Errichtung des Neuen Jüdischen Zentrums „Shalom Europa“ in Würzburg, das Oktober 2006 eröffnet wurde