»Der Ausblick war wunderschön. Sanft lag die Elbe vor Ihren Füßen. Am anderen Ende waren ein paar Lichter zu entdecken. Insgesamt war es aber still und verlassen. Nur sie waren hier. Nur sie saßen hier im Auto. Um sich nur der Schleier der kalten Nacht. Die Sterne leuchteten und der Mond warf sein Licht auf das Auto. Er guckte sie an. So schön war sie. Augen in denen man sich verlieren kann. Ihre Haare riechen nach Cocos, ein Geruch den der ihm in die Nase stieg und ihm nicht mehr aus dem Sinn ging. Er kuschelte sich an sie und sog ihren angenehmen Duft auf. Innerlich die Frage wie würde sie reagieren. Würde sie es überhaupt zulassen? Sie legte ihren Arm um sie. Er fühlte sich wie im Himmel. Geborgen, alle Sorgen vielen runter. Er schloss die Augen und atmete tief ein. Genießt das schlagen ihres Herzens, sanft und melodisch schlug es in ihrer Brust. Sie streichelte sein Haar. Es war still um sie herum. Doch jeder Abend endet und das wurde auch ihm bewusst.
Es war der nächste Tag, der Tag nach diesem wundervollen Abend den er nie im Leben vergessen wird. Er lag auf seinem Bett und dachte an sie. An diesen Abend, an diese Gefühle. Sie war ihm eine gute Freundin geworden. Sie redeten viel und er hat ihr vieles anvertraut. Zu viel? Nein dachte er. Er wusste das alles was er ihr erzählte in guten Händen ist. Er mochte diese Freundschaft. Er liebte ihre Gesellschaft, ihre positive Ausstrahlung die in seinem Leben so selten war. Er hatte eine Menge durch und genau deswegen war diese Aura so entscheidend. Doch er merkte wie sehr seine Gedanken, seine Träume nun immer wieder abschweiften von einer Freundschaft. Er träumte schon vorher öfter von ihr. Sah sie und ihn am Strand entlang gehen, mal mit Kindern, mal einfach nur leidenschaftlich knutschend und mal sich auch hingebungsvoll liebend. Ihm wurde bewusst das diese Träume das ausdrückten was er eigentlich wollte. Ihm wurde bewusst das er mehr empfand als eine Freundschaft. Doch er will dieses nicht. Er will nicht das alles kaputt geht. Sie hat einen Freund. Somit ist es eine Frage der Ehre, nicht zu versuchen ihr Herz zu gewinnen. Das wäre nicht fair auch nicht ihr gegenüber. Sein Handy klinglte. Eine SMS. Natürlich war sie es. Sie bedankte sich für den schönen Abend auch wenn es sie selber etwas aus der Bahn geworfen hatte. Nun er will sich nicht in ihr leben drängen. Nichts kaputt machen was sie sich über Jahre aufgebaut hat. Schweren Herzens schreibt er zurück. Schreibt das es ihr Glück ist was ihm am Herzen liegt, schreibt das wenn ein Kontaktabbruch für sie sinnvoll erscheint, er es akzeptieren würde. Sie schwankt...
Eine Woche später...
Es war noch früh am Abend als sie dort standen und auf das Stadion schauten. Er versuchte sich an sie zu kuscheln doch es war viel zu unbequem. Klar sie saßen im Auto und als Fahrer ist der Platz doch beschränkt. Vielleicht wollte sie auch einfach nicht bequem sein. Vielleicht wollte sie nicht wieder sich und ihn in diese Verlegenheit bringen unsicher zu sein. Doch er war doch eh schon verunsichert. Er setzte sich wieder normal hin, als sie dann ihren Kopf in seinen Schoss legte seine Hand ergriff und sich an ihn kuschelte...Er schloss die Augen, streichelte ihre Hand und ihr Gesicht und verlor sich in seinen Gedanken...