Es waren einmal ein Mädchen und..- Spaß. Wir leben nicht im Märchenland. Haben wir nie. Auch wenn man das hätte vermuten können.
Einige Jahre ist das her, da hab ich dich getroffen. Beziehungsweise wurdest du mir vorgestellt. Wir waren in der Grundschule. Du ein kleiner, dünner und schüchterner Junge mit erstaunlich viel Kraft. Ich das Mädchen, das lieber mit Jungs spielte und sich auch wie einer benahm.
Das war alles so einfach, wir waren so gute Freunde, schon nach kurzer Zeit. Wir verließen das Ende des Kindesalter und kamen.. ne, Pubertät war das noch nicht. Eben so eine Zwischenphase. Wie alt waren wir? 8 vielleicht?
Ich hab mir langsam Gedanken über unsere Freundschaft gemacht. Okay, vielleicht ging das ganze langsam in die Pubertät über. Die Mädchen aus meiner Klasse hielten langsam Händchen mir ihren Freunden und unsere Eltern zogen uns mit Kumpeln/ Kumpelinen auf. Ich hab mich damals schrecklich geärgert, das weiß ich noch haargenau.
Damals war ich in einen Jungen „verliebt“. Nennen wir ihn hier mal Lukas. Ich war scher begeistert von seinem niedlichen Grinsen und es passte mir gar nicht, dass meine Eltern mich nebenbei mit Tim aufzogen. Tim und ich waren ernsthafte Freunde, wir spielten zwar zusammen wie Kinder das eben tun, aber ich konnte echt alles mit ihm bequatschen.
Auch er bekam immer Mal solche Kommentare von seiner Mama zu hören, dabei war er ja ein bisschen in.. Sophie verliebt.
Ich dachte damals nach. Einen Vormittag lang, ich glaube es war ein Samstag oder Sonntag. Ich wollte nicht, dass andere dachten wir sind ineinander verliebt oderso.
Am Nachmittag traf ich Tim. Wir tobten eine Weile umher, dann saßen wir am Rand vom Gehweg neben seinem Haus.
Ich hab ihn gefragt, ob wir beste Freunde sind. „Ja, ich denke schon.“ Hat er damals gesagt.
Wir beschlossen, dass uns die Erwachsenen mal können. Wir wussten es ja besser. Wir waren beste Freunde.