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My heart is beating like a jungle drum.

Seit Tagen, seit unserem Streit, denke ich nun schon nach. Was das ist, zwischen uns beiden. Beste Freundin hast du mich immer genannt. Hast du je drüber nachgedacht, was es heißt? Was "beste Freundinnen" füreinander tun müssen, um sich gegenseitig so nennen zu können? Oder braucht es gar nicht so hohe Ansprüche, eine so hohe Qualität, wie ich sie an beste Freundinnen stelle?
Alles hat damit angefangen, dass ich mich schon seit Wochen frage, um genauer zu sein, seitdem wir aus Australien zurück sind, was eigentlich in deinem Leben zählt - Spaß? Quantität an Freunden? Oder das, was für mich zählt - Spaß, aber auch Emotionalität, Qualität an Freunden.
Wir hatten so wunderschöne Zeiten, Zeiten, die ich niemals vergessen werde, Abende, die für immer und ewig unvergesslich bleiben werden, weil sie zu den wundervollsten gehören, die ich je erlebt habe, keine Frage. Du warst immer was Besonderes für mich, das Besonderste, das Beste, was ich hatte.. Doch was ich für dich war, konnt ich nie ganz begreifen, beste Freundin hast du mich immer genannt.
Okay, du hast also jetzt einen Freund. Alles wunderbar, alles nice - stört mich nicht. Zwischen uns ändere das allerdings nicht, sagstest du. Tat es doch, sag ich jetzt. Wenn man am Geburtstag der besten Freundin nichts anderes im Kopf hat, als seinen neuen Freund mitzunehmen, sich von vorn bis hinten um nichts anderes zu kümmern, okay - ich bin nicht wieder enttäuscht, so schnell sauer, wie du es immer sagst. Aber wenn man dann ein gemeinsames Wochenende plant & der Freund wieder mitgenommen wird, dann reißt mir einfach endgültig der Nerv. Aber okay, ich habe nichts gesagt. Bevor man wieder als schnellbeleidigt dasteht.

- Weihnachten -
Dein Geschenk, wundervoll! Ich glaube, es war das, worüber ich mich am meisten gefreut habe, iInsbesondere deine Worte. "und falls es dir dann nächstes Mal nicht so gut geht, dann werd ich immer für dich da sein und mit dir reden, bis es dir besser geht." Besonders das. Diese Zeilen haben mich zum Weinen gebracht, weil ich mir plötzlich all diesen Momenten bewusst wurde, in denen wir füreinander da waren - die Zweifel der letzten Wochen waren wie im Flug vergessen.

- 24,25,26. Dezember -
Unsere Abende sollten es werden. Wir wollten weggehen, endlich wieder, zusammen. Da die letzten Tage nicht unbedingt gut gelaufen sind, weder bei dir noch bei mir, mein Freund, der Kilometer weiter weg wohnt, extra früher wieder fuhr - nur damit ich dich endlich mal wieder mit dir reden konnte (Motto: "Bros before hoes" - nur umgedreht), freute ich mich umso mehr auf diese Abende. Aber Pustekuchen, Fräulein Schmidt hat schließlich was Besseres zutun. Wundervoll, das reicht - enttäuscht.
Anstatt sich für die Aktion zu entschuldigen, wird mir vorgeworfen, ich würde dir nur Ärger machen. Siehst du nicht, wie dreckig es mir in den letzten Wochen ging/geht? Natürlich bin ich nicht blind, aber wie oft war ich für dich da? Wie oft hab ich versucht zu helfen? Ich hätte alles getan, wäre es dir dann besser gegangen! Und trotzdem lag ich abends weinend da, weil es dir nicht gut ging und weil mir deine Situation unendlich nahe ging. Ich dachte, ich könnte umgedreht wenigstens auch ein bisschen Mitgefühl und Dasein von dir erwarten, schließlich nanntest du mich ja immer deine "beste Freundin".
Okay, wir haben uns ausgesprochen, alles wieder einigermaßen okay,  Silvester wird mit dir verbracht.

- 31. Dezember -
 Silvester, die Nacht oder der Abend, den ich wie jedes Jahr mit den Wichtigsten Menschen in meinem Leben verbringen will. & du enttäuscht mich an den Abend umso mehr. Vielen Dank, würd ich mal sagen, enttäuscht. Während ich Tag für Tag todtraurig & heulend zu Hause saß! & ich habe keinen Grund, enttäuscht, verletzt & sauer zu sein? Du warst früher immer für mich da & was ist jetzt daraus geworden?
Die SMSen, die du mir geschrieben hast, von wegen, dass du mich immernoch lieben würdest als beste Freundin, so wie vorher, dass du dir für mich bessere Freundinnen für das kommende Jahr wünscht - alles unter Alkoholeinfluss. Ich weiß nicht, ob ich das "Betrunkene & kleine Kinder sagen immer die Wahrheit" oder dein Schweigen seit Silvesternacht ernst nehmen soll. Wo ich bei dir stehe, ganz zu schweigen.

Und alles, was ich mich frage ist, warum es überhaupt so weit gekommen ist, dass wir jetzt so auseinander zerstritten sind. Manchmal fühle ich mich einfach so, als wäre ich nicht wichtig genug für dich, nur eine von vielen, nichts besonderes & vorallem, dass ich mehr an dich gebunden, ja schon fast meine Tagesform von dir abhängig mache. Warum konnten wir zulassen uns so zu streiten, nach all den Dingen, die wir schon erlebt & durchgemacht haben? Trage ich wirklich die Schuld für Alles, mach ich dir nur Probleme anstatt dir zu helfen in deiner tiefsten Krise? Oder trägst auch du die Schuld, mir nicht zu helfen, obwohl es mir schlecht geht? Bin ich die schlechte, falsche Freundin, für die ich angeklagt werde oder bist du es, die die Schuld trägt? Ist meine Enttäuschung nachzuvollziehend oder bin ich wirklich bei jedem kleinsten bisschen sauer? Überleg einfach mal ..

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