Mit laufendem Herzschlag
Seit Tagen schon, ist in mir der perverse Drang einfach loszulaufen. Nicht weg, sondern los. Manchmal habe ich auch einfach keinen Bock mehr auf den Scheiß, von dem ich mir einrede, dass er größtenteils masochistischer Natur ist. Ja, manchmal habe ich nicht mal mehr Lust dich anzuschauen. Ich tue es trotzdem, nur um dann nach 2 Sekunden wieder wegzublicken. Ich habe mich in diese Situation verrannt. Sachen eingebildet. Gefühle überbewertet. Fehlinterpretiert. Du sagst, ich sei unentschlossen, wüsste nicht was ich will. Wir nehmen uns beide nicht viel. Entscheidungen wurden getroffen, aber die wichtigsten blieben offen im Raum stehen. Ich habe es langsam satt Spiele mit meinem Herzen zu spielen. Ich habe meine Seele auf offener Straße verkauft. Bin nicht ich gewesen. Alles nur für dich gewesen. Du sagtest "wir" und nicht "du und ich". Dir wurde schier zu viel Gespiel. Aus mir wurde dir. Lass uns hinter dir und mir. Lass uns anfangen zu leben. Zusammen? Vielleicht. Wenn du einen Platz in dieser Welt gefunden hast. In einer Welt, die sich für niemanden interessiert. Meine Welt tut das, doch du hast sie nur benutzt um dich besser zu fühlen. Bist durchgejagt, wie ein Tornado und hast nicht auf meine komplizierten Gebäude geachtet. Hast sie dem Erdboden gleich gemacht. Hast jeden Stein genommen und daraus ein abstraktes Anwesen errichtet. Bunt und ohne Struktur. Mich herein gerissen. Auf der einen Seite, dieses absurden Gebildes, war es wunderschön. Hell. Farbig. Und überall warst du. Nur du. Du hast jeden Raum erhellt und jede Angst vor einem Zusammensturz von mir genommen. Mit jedem Atemzug beruhigtest du mich, doch Moment! Wo ist jetzt das Problem? Das fragst du dich ernsthaft? Ich erkläre es dir. Ich war nicht allein mit dir in meiner Welt. Wir sind es nie gewesen. Dich begleitete immer irgendwas, was nicht gepasst hat und wenn es raus wollte, hast du mich weggeschickt. In einen schwarzen Raum weitab vom Geschehen. Wieso habe ich es nicht mitbekommen, was vorging? Wieso nicht? Weil ich naiv und blind bin. Du hast keine Ahnung, wie es ist, wenn die große Pause dein ärgster Feind ist. Wenn du blass und mit angeschwollenen Augen zur Schule kommst und niemand fragt was los ist, weil sie sich nicht trauen. Sie machen sich Sorgen, doch helfen können sie dir nicht. Du willst weinen, doch es geht nicht. Noch nicht. Du kommst nach Hause und es geht los. Du hast kein halten mehr und alles was auf dich wartet, ist der schwarze Raum. Der einzige Weg Licht in den Raum zu lassen ist dich herein zu holen. Irgendwie fühle ich mich unerwünscht. Wieso setzt du mich nicht einfach vor die Tür? Vor das Anwesen und erinnerst mich einfach so jeden Tag an deine Existenz. In meiner Welt. Mein Weg war auch nur einer von vielen auf dieser blauen Kugel. Ich wollte nicht viel. Jemanden, der das Versprechen nicht bricht. Gefangen in dieser Welt, wo sich Hass noch auf Liebe reimt. Ich könnte dich nie hassen!!! Dazu hast du mir zu viel tolles und neues gezeigt. Dinge anders dargestellt. Meist besser. Ich kann nicht mehr ohne dich sein. Denn du bist mehr als der Junge, den ich mag. Du bist ein Freund. Ein richtiger Freund! Wenn ich nicht weiß, was dich bedrückt, mache ich mir mehr Gedanken über dich, was dir beweisen sollte, wie wichtig du für mich bist. Du hast mich verändert. Allein du. Ich hab dir alles gegeben, was ich konnte. Unter anderem mein Herz, in dem Wissen, dass du es brechen kannst. Doch weißt du was? Selbst wenn das passiert, ich würde es dir vor die Füße kotzen, damit du verdammt nochmal verstehst, dass ich dich liebe!