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Kreislauf


Denkst du nur noch an das eine
Dich zu befreien von der Leine
Die dir das Leben hat umgebunden
Und du nur noch zählst die Stunden
Bis du bekommst die Gelegenheit
Abzustreifen die Vergangenheit
Ganz zu schweigen von der Gegenwart
Sie ist nicht besser, so eisenhart

Es ist so schwer hier zu bestehen
Wenn alle Freunde von dir gehen
Nur noch an sich selber denken
Und dich in den Abgrund lenken
Immer denkt jeder nur an sich
Auch nicht einmal nur an dich
Was kümmert es sie schon
Dein Ohr ist nur ihr Lohn

Beende es doch endlich mal
Wehr dich doch, wenn auch verbal
Nein, du frisst es in dich rein
Willst am liebsten nicht mehr sein
Greifst zu Mitteln, die du kennst
Merkst nicht, dass du dich verrennst
In einen Kreis aus Leid und Schmerz
Der bluten lässt dein kleines Herz

Klinge, Messer, Alkohol und Pillen
Benutzt du für dich nur ganz im Stillen
Niemand sieht es, niemand merkt es nur
Deine Maske verdient ein Abitur
Verzweifelt klammerst du dich daran
Dass man es nicht doch sieht irgendwann
Dass jemand in deine Augen sieht
Und bemerkt was in die geschieht

So wandelst du weiter in deinem Kreis
Narben, Verzweiflung und Schmerz sind der Preis
Einfach keine Kraft mehr für den Kampf
Es nicht zu tun verschwindet im Dampf
Deines verlorenen Ichs in dir
Was machst du bitte noch hier?
Du gehörst hier nicht hin, hast es nie
Dies ist deine traurige Biografie

Es geht weiter, es wird nicht enden
Aussichtsloser Kampf, wirst weiter blenden
Bis jemand kommt, die Wahrheit sieht
Dich aus deinem Loch dann zieht
Ist es auch so schwer
Der Anfang so lang her
Hoffnung in dir stirbt ganz langsam
Auf den Tod zu, unaufhaltsam

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