Die letzten Stunden
Ich stieg von meiner Holsteiner Stute Rose ab, ich nahm die Zügel und führte sie zum anbinde platz. Ich sattelte sie und ab brachte alles zu ihrem Sattelplatz. Ihr Name stand nicht mehr, auf dem Holzstück, >>Wieso steht Rose Name nicht mehr da?<< murmelte ich vor mich ihn, ich packte den Sattel trotzdem rauf und hang das Zaumzeug an den Haken, auch hier stand ihr Name nicht mehr. Ich ging wieder zurück zu Rose, sie stand ungeduldig am Anbinde platz, ich konnte verstehen das sie in die Box wollte, es war ziemlich kalter Dezember, mir war auch kalt. Ich putze sie schnell, aber gründlich. Ich band sie ab und brachte sie schnell in die Box. Ich brachte ihr noch frisches Heu und Wasser. >>Bis morgen mein Schatz<< sagte ich, streichelte ihr die Blesse und küsste sie auf die Blesse. Ich ging aus den Boxen nach draußen, es war schon dunkel geworden, ich ging zu meinem Fahrrad und fuhr los. Ich fuhr die alte, hubbelige Straße Richtung Wald. Der Wind blies mir um die Nase, und meine Augen fingen von der kalten Luft an zu tränen. Ich fuhr aus dem Wald raus, auf die kleine Straße, die zu unserer Villa. Der Bewegungsmelder unserer Alarmanlage, signalisierte mich und das Licht ging an. Ich machte das Tor auf und stieg vom Fahrrad ab, damit ich nicht wieder über die Pflanzen von meiner Mutter fuhr, wie ich es schon so oft getan habe. Ich lehnte das Fahrrad an die Hausmauer und schloss es ab. Ich nahm den Haustürschlüssel und schloss auf. >>Mom?? Dad?? Kathleen? << rief ich in den Raum, weder meine Mom, mein Dad oder meine Schwester antworteten. Ich ging in die Küche, in das Wohnzimmer, ins Badezimmer, ich ging überall hin, doch die drei waren nicht da. Ich nahm das Telefon vom Couchtisch, und rufte meine Mom an. Nachdem es dreimal gepippt hatte, ging meine Mom ran. >>Mom, wo bist du??<< fragte ich sie, >>Dein Dad, ich und Kathleen sind in München, wir werden Morgen gegen Mittag wieder kommen<< sagte meine Mom, es war ein bisschen Freude in ihrer Stimme. >>Was macht ihr in München?<< fragte ich verwundert, >>Wir haben grade ein Internat besucht<< antwortete sie, >>Kommt Kathleen endlich auf ein Internat?<< fragte ich voller Freude, >>Du<< sagte meine Mom, >>Was? Du??<< fragte ich verwirrt. >>Du, mein Schatz, kommt aufs Internat<< sagte sie, >>Wieso?<< fragte ich, ich hatte Tränen in den Augen, >>Hast du dir dein Zeugnis mal angesehen, von der 10.Klasse?<< fragte meine Mom, >>Ja, habe ich. Die vier in Englisch und die fünf in Mathe sind doch nicht so schlimm<< flüsterte ich leise in den Hörer, >>Das sind zwei Noten, die dein ganzen Traum kaputt machen könne und dann noch in den Hauptfächern<< sagte meine Mom. >>Es geht dir nur darum, was ich für Noten habe? Weißt du, das ich immer gelernt habe, für diesen Abschluss? Weißt du überhaupt, das ich mein Pferd vernachlässig habe? Das ich nicht mehr konnte?<< sagte ich empört, >>Achat, die Sache mit Rose, wäre da auch noch so ein Ding. Du behältst sie und gehst nach München. Du hast die Wahl<< sagte meine Mom, im Hintergrund hörte ich meine kleine Schwester lachen, >>Mom, du kannst mich mal<< sagte ich und legte auf. Ich habe meine Mom noch nie im Leben beleidigt, doch das war einfach zu viel für mich. Ich lies das Telefon fallen und setzte mich auf die Couch. Ich brach in Tränen aus, ich wusste nicht, wie mir meine Eltern das antun konnten. Ich wischte mir die Tränen weg, und stand auf. Ich ging die Wendeltreppe zu meinem Zimmer hoch, es war das größte Zimmer in der Villa. Ich setzte mich an meinem Schreibtisch, und klappte meinen Laptop auf. Ich machte meine Mails auf, ich hatte 10 neue Mails, alle von meiner besten Freundin Vanessa. Ich machte eine Mail auf:
Liebe Nikki,
Was ist in Hamburg so passiert? Tschechien ist voll langweilig. Wie geht es dir so? Mir geht es dir so lala, ich habe eine leichte Erkältung bekommen. Ich freue mich schon wenn wir uns Silvester wieder sehen.
Ich liebe dich und vermisse dich
Vanessa.
Ich drückte auf Antworten:
Liebe Vanny,
In Hamburg ist eigentlich nicht soviel los. ist ja schade, das Tschechien so langweilig ist. Ich dachte ihr wolltet Ski fahren. Mir geht es momentan nicht gut. Ich glaube nicht, dass wir uns Silvester wieder sehen.
Liebe dich und vermisse dich auch
Nikki
Ich drückte auf Senden und die Mail wurde versendet. Ich schaute mir die anderen Mails an, Vanny hatte sich nur darüber aufgeregt, das ich nicht geantwortet habe. Ich klappte den Laptop wieder zu, und packte ihn in die Laptoptasche. Ich stand auf und ging auf den Dachboden, von dort holte ich mir meine Reisetaschen, sie waren schwarz rot und gigantisch groß. Ich schleppte sie in mein Zimmer, vor meinem Schrank stellte ich die Tasche ab. Ich nahm mein I-Phone von meinem Tisch und wählte die Nummer von meiner Mom. Ich wartete darauf dass sie abnimmt, doch sie nahm nicht ab und ihre Mailbox ging an. >>Hei Mom, schade das du nicht rangehst, ich hätte dir jetzt gesagt, das ich aufs Internat gehe. Aber ich wollte fragen, werde ich schon ab Morgen aufs Internat gehe, oder erst nach den Winterferien?<< sprach ich ihr auf die Mailbox. ich legte mein I-Phone wieder auf den Tisch zurück. Ich fing an meine Sachen zu Packen, als mein Handy klingelte, ich schaute auf den Display, es war meine Mom. >>Hallo, Nikki hier<< sagte ich, >>Hei Schatzzi, hier ist Mom<< sagte meine Mom, >>Ich wollte fragen, ab wann ich aufs Internat gehe<< sagte ich, >>Du gehst ab Morgen, wenn wir kommen und dich wieder nach München fahren auf das Internat. Du musst deine Schulsachen packen, in Bayern sind keine Ferien<< sagte sie, >>Okay, aber sagt Vanny bitte erst, dann wenn ich auf dem Internat bin, das ich auf ein Internat gehen<< bat ich meine Mom, >>Ja okay, machen wir. Tschüss bis morgen<< sagte sie, >>Tschüss<< sagte ich uns legte auf. Ich legte mein I-Phone wieder auf den Tisch zurück, und machte mich daran, meine Klamotten einzupacken. Ich packte alle Klamotten ein, bis auf eine Hose, sie war altmodisch, und mit der wollte ich mich nicht sehen lassen. Ich nahm meine Kulturtasche, und packte alle meine Schminke in die Tasche. Ich ging ins Badezimmer und packte Duschgel, Shampoo, Deo und sonst den Rest ein. Ich zog mir meine Jogginghose und ein Top an, schminkte mich ab, bürstete meine Haare und putzte mir die Zähne. Ich ging in mein Zimmer, nahm mein Laptop und setzte mich auf mein Bett. Ich machte iTunes auf und machte mein Lieblingslied von Hillary Duff an. Ich legte mich hin und versuchte mich zu entspannen, es funktionierte aber nicht, ich habe ein komisches Gefühl im Magen. Ich schlief ein, was meinem Magen gar nicht gefiel, denn ich hatte kein Abendbrot gegessen und mein Magen hatte Hunger. In meinem Traum, war nichts, es war einfach nur schwarz und es wurde immer schwärzer, irgendwann kamen noch kleine Glocken dazu. Sie hörten sich aber zu realistisch an, als in einem Traum zu klingen. Ich öffnete meine Augen, und die Glocken waren immer noch da, es war also doch kein Traum, sondern Realität. Ich stand leise auf und tippelte zu meiner Tür, ich hatte sie nicht ganz zu gemacht, sie war noch ein Spalt offen, und durch diesen Spalt kam Licht aus dem Flur. Ich hatte es doch aus gemacht, oder nicht?
Ich machte die Tür noch ein bisschen weiter auf, die Glocken kamen aus dem Zimmer meiner Schwester Kathleen. Ich ging leise auf den Flur um zugucken was oder wer in Kathleens Zimmer war. Ich hatte Angst, die Angst zog bis an meinen Hals. Ihre Tür war Speer weit offen, ich guckte leise rein, niemand war da. Ich ging in ihr Zimmer rein, ein kleiner Vogel war in ihr Zimmer geflogen und hat sich dann in ihren Gardienen verheddert hat. Ich ging langsam zu ihm hin und er zwitscherte nur noch mehr. >>Ich will dir nur helfen<< sagte ich ruhig und griff vorsichtig nach ihm. Ich machte zwei Geschickte Bewegungen und der Vogel war wieder frei. >>So, kleiner Mann, jetzt lassen wir dich mal wieder raus<< sagte ich und öffnete das Fenster. Ich hielt meine Hand raus, doch der Vogel blieb sitzen. >>Komm schon, ich will schlafen<< dachte ich wütend. Der Vogel sprang auf, und flog weg, als hätte er gehört was ich gedacht habe. Ich schloss das Fenster wieder, ging aus dem Zimmer und machte Licht aus und Tür zu. Ich machte das Licht im Flur aus, und ging dann wieder in mein Zimmer, ich krabbelte in mein Bett und schlief wieder ein. Ich fing da an zu träumen, wo ich auch aufgehört hatte, in der Schwärze. Ich wachte am Morgen erst auf, als ich hörte dass jemand ins Haus kam. Ich schallte sofort hoch, meine Taschen waren nicht mehr vor meinem Kleiderschrank. >>Mom, wieso tragen wir ihre Taschen eigentlich ins Auto? Können wir sie nicht einfach Wecken?<< hörte ich Kathleen unten in der Meckern. >>Kathleen, es ist schon schwer genug, das sie auf ein Internat muss, also können wir ihre Sachen ja wohl ins Auto bringen<< antwortete mein Dad mit schlecht gelaunter Stimme. Ich stand auf und nahm ein Schluck Wasser aus der Wasserflasche die auf meinem Schreibtisch stand. Ich ging zu meinem Kleiderschrank, wo noch ein paar Klamotten von mir drinnen waren. Ich zog einen Jeans-Rock, eine weiße Bluse, einen braunen Pulli mit Wasserfall und eine dicke braune Strumpfhose raus. Ich zog schnell meine Jogginghose und T-Shirt aus und schlüpfte in die Sachen, die ich mir raus geholt hatte. Ich ging nach unten in die Küche, meine Mom schmierte grade ein paar Brote. >>Morgen Schatz<< sagte meine Mom lieb und gab mir einen Kuss auf die Wange. >>Morgen Mom<< sagte ich und nahm mir ein Brot, was auf dem Bret lag. >>Bist du fertig? Dann würden wir jetzt los fahren<< sagte mein Dad, >>Nein, ich bin noch nicht fertig. Ich war noch nicht im Bad<< sagte ich und biss vom Brötchen ab. >>Dann mach schnell, wir wollen los fahren<< drängelte mein Dad. >>Jaja, ich mach ja schon<< sagte ich und lief schnell nach oben in das Badezimmer. Ich putzte mir die Zähne, bürstete mir die Haare und machte mir ein bisschen Make-up drauf. Ich ging in mein Zimmer und packte mein Laptop ein, dazu noch das Ladegerät, Webcam und Kopfhörer. Ich nahm meine Tasche und ging nach unten. >>Können wir jetzt los?<< fragte mein Dad wieder, >>Ja, Dad. Wir können<< sagte ich und ging raus, zu unserem Auto, es war ein Geländewagen. Ich stieg ein, die Sitze waren aus Leder und es quietschte unter mir. Meine Eltern und Kathleen stiegen auch ein, meine Mom hatte noch ein Korb mit Essen mit genommen, weil sie wusste, dass entweder sie, Dad, Kathleen oder ich Hunger bekämen
Ich nahm meinen I-Pod und machte mir Musik an, ich hörte grade Egel der Muse, aus Phantom der Oper, es war mein Lieblingsmusical. Ich malte mir aus, wie es wohl in München auf dem Internat sein wird. >>Nikki, Nikki<< Kathleen zog an meinem Arm, >>Was? << fauchte ich sie an, >>Du sollst was Essen<< sagte sie und hielt mir ein Brötchen hin, >>Ich habe keinen Hunger<< sagte ich, und drückte ihren Arm weg. Wir fuhren grade auf die Autobahn, wir mussten also noch sieben Stunden fahren. >>Nikki, bitte es was<< drängte meine Mom, >>Mom, ich habe keinen Hunger<< sagte ich genervt, machte die Musik lauter, so das ich die drei nicht mehr hörte und schloss die Augen. >>Mom, mom, wir haben Rose vergessen<< sagte ich hysterisch, >>Nein, Rose bringen wir Morgen nach<< antwortet mein Dad, >>Oh, achso<< sagte ich. Meine Augen schloss ich wieder und schlief ein. Mein Gedächtnis war schwarz, ich träumte wieder nichts. >>Nikki, Nikki<<, das war die quietschige Stimme von Kathleen. >>Was?<< knurrte ich, >>Wir sind da mein Schatz<< das war die samte Stimme meiner Mutter. Meine Augen wollten sich nicht öffnen lasse, aber ich kämpfte dagegen an und bekam sie schließlich doch auf. Wir fuhren über Kies, der unter den Reifen knirschte. Draußen war es schon dunkel, ich konnte also nicht sehen wo wir wahren. Die Straße wurde von beiden Seiten mit kleinen Lampen beleuchte. Wir hielten vor einem großen weißen Haus an, es wurde von ein paar Scheinwerfern beleuchtet. Meine Eltern und Kathleen stiegen aus, ich schnallte mich extra langsam ab und packte meinen I-Pod in meine Tasche.
Jemand klopfte an die Scheibe und ich erschrak, es war mein Dad. Ich guckte ihn anscheinend ziemlich komisch an, denn er fing an zu lachen. >>Das ist nicht lustig<< murmelte ich leise und sauer, machte die Tür auf und stieg aus. >>Du hättest mal dein Gesicht sehen sollen, Nikki<< sagte Kathleen und lachte, ich hob meine Hand, aber senkte sie gleich wieder, >>Halt deine Klappe, Kathleen<< zischte ich und ging an ihr vorbei. Mein Dad holte meine Koffer aus dem Kofferraum, und stellte sie mir vor die Füße. Die Eingangstür öffnete sich und ein Lichtstrahl vom Flur, des Hauses strahlte nach draußen. In der Tür stand eine große, schlanke Frau, sie hatte einen schwarzen Knielangen Rock an, dazu eine Bluse, wo der Krage unter dem Pullover raus trat, sie kam auf uns zu, sie ging direkt zu meinen Eltern und geb ihnen die Hand. Die Frau kam auf mich zu, sie war so ungefähr ende 50 Anfang 60, und gab mir die Hand. >>Hallo, ich bin Frau Merkelin, die Leiterin des Internats<< stellte sie sich vor, sie hatte eine tiefe Stimme, schon fast männlich. >>Hallo, ich bin Nikki<< sagte ich höflich und gab ihr die Hand, die Hand war kalt und schrumpelig und die Blutadern stachen hinaus. >>Wollen sie nicht reinkommen? Es ist ziemlich kalt hier draußen<< sagte sie und zeigt mit einer Hand zur Tür, >>Ja, es ist wirklich kalt hier draußen und drinnen können wir auch gleich die Bestätigungen für die Ausflüge und Klassenreise geben<< sagte meine Mom. Frau Merkelin, meine Eltern und Kathleen gingen schon weiter und ich stand hier mit meinen Koffern und niemand half mir. Ich versuchte alle Koffer irgendwie zu transportieren, doch das ging grade mal 10 Minuten gut und mit einem lautem >>bum<< fielen alle Koffer runter, doch niemand nahm Interesse daran. Ich bückte mich, hebte die Koffer auf und ging schnell zu den andern ins Haus. >>Du kannst deine Koffer hier abstellen, Nikki<< sagte Frau Merkelin, ich stellte meine Koffer dort ab. >>Okay, dann zeige ich dir mal das Haus, Nikki<< sagte Frau Merkelin, ich nickte nur mit dem Kopf, anstatt was zu sagen, meine Eltern lächelten nur, sie sahen so aus, als wären sie glücklich darüber mich los zu sein. Frau Merkelin ging den Flur entlang, auf eine Treppe zu, ich ging ihr hinter her. Die Stufen knackten und knarrten unter unseren Füßen, es war ein gruseliges Geräusch, >>Keine Sorge, die Stufen knacken nicht immer so laut<< sagte Frau Merkelin beruhigend, >>Okay, dann weis ich bescheid<< sagte ich und versuchte zu lächeln. Wir kamen auf einen großen Flur an, die Wände waren dunkel rot, der Boden war aus Laminat, die vielen Türen, was anscheinend die Türen zu den Zimmer waren, an der Seite waren alle aus einem dunklem Holz. Wir gingen den langen Flur bis zum Ende durch, Frau Merkelin hielt vor einer Tür an. In Schnörkelschrift stand: Zimmer 17, Nicole Richardsen, das heißt, das ich ein Zimmer für mich alleine hatte und darüber war ich glücklich, ich mochte es nicht, mit anderen Tag und Nacht in einem Zimmer zu sein, ich brauchte meine Privatsphäre. Sie machte dir Tür auf und ging rein, >>Du kannst dein Zimmer gestalten wie du willst, also auch die Wände streichen, die Möbel umstellen und so weiter, wie du dich halt wohl fühlst<< sagte sie und machte das Licht an.>>Okay, das ist gut<< sagte ich mit einer Stimme, die ich nie zuvor hatte, es war eine Mischung aus Freude, Trauer, Wut und Verletzlichkeit. Frau Merkelin schaute mich mit einem Lächeln an, doch ein paar Sekunden später, war dieses lächeln weg und sie schaute finster rein, hatte ich einen Ausdruck im Gesicht, der so sauer aussah?. Erst jetzt schaute ich mir das Zimmer an; die Wände waren langweilig und schlicht weiß gestrichen, in der Mitte stand ein Bett, es war aus Holz, es war kleiner als mein Bett, an der Nördlichen Seite, stand ein weißer Schrank, er war recht groß aber trotzdem hatte ich das Gefühl das nicht alle meine Sachen da rein passen werden, an der Südlichen Seite war ein großes Fenster, es führte auf einen kleinen Balkon. >>Darf ich auf den Balkon, oder ist er zu alt?<< fragte ich vorsichtig, Frau Merkelin hörte mir glaube ich nicht zu, denn sie antwortete mir erst, nach ein paar Minuten >>Jaja, du darfst auf den Balkon, die Schlüssel bekommst du nachher.<<
Frau Merkelin und ich gingen wieder aus dem Zimmer, ich schloss die Tür hinter mir und folgte ihr runter zu meinen Eltern, zumindest war es fast derselbe Weg, wir bogen vorher einmal nach links ab. >>Hier wirst du, zusammen mit anderen Frühstücken<< sagte sie und öffnete einer der beiden alten Flügeltüren, hatte sie eben mit anderen Frühstücken gesagt? Wenn es darum geht, mit anderen zu frühstücken, dann war ich echt nicht einverstanden damit, ich mochte es nicht mit anderen, bis zu einer begrenzten Zahl, zu Frühstücken.
>>Gibt es noch Räume, die ich wissen müsste oder werde ich sie so finden?<< fragte ich zögerlich, >>Die Räume wirst du schon alleine finden, sonst könntest du ja deine neue Familie fragen<< antwortet sie und hängt noch ein lächeln dahinter an. Hatte sie Familie gesagt? Ich habe doch eine Familie, ein naja nicht die beste, aber eine Familie die ich liebte, was sollte ich also mit einer anderen Familie?
Wir gingen zurück zu meinem Eltern, sie saßen auf einem der beiden Sofas, Kathleen saß auf dem Schoß meines Vaters, sie war eingeschlafen. Sie sah friedlich aus, ihre Lippen waren zu einem kleinen, ganz leichten Lächeln verzogen und ihre Haare fielen ihr ins Gesicht. >>Müssen wir noch irgendwas ausfüllen? Anmeldeformulare? Ausflugsbestätigungen?< fragte mein Dad leise, es war schon fast ein flüstern, >>Nein, nein. Brauchen sie nicht!<< antwortete Frau Merkelin flüsternd, sie kratzte sich kurz an der Hand und setzte sich dann auf einen der Sofas die um den Tisch herum standen, ich setzte mich auch in ein Sofa und stützte meinen Kopf auf meine Hand. >>Wollen sie hier bleiben oder möchten sie fahren?<< fragte sie und gähnte ganz leicht. >>Also wenn es geht, würden wir Kathleen hier lassen und meine Frau und ich würden dann Rose hohlen<< sagte mein Dad, >>Jaja, das würde gehen. Sie könnte dann bei Nikki im Zimmer schlafen<< stimmte sie zu, mir was es in diesem Moment egal, ob Kathleen mit mir in einem Zimmer schlief oder nicht.