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Ein Kuss ist das, was von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist.
Joseph Conrad

Carmina Burana

Lied 167

Wenn süßer Wörter Redefluß
uns gar verführt,
der sanft geschwungnen Lippen Kuß
man süß verspürt,
Nektardüfte, Rosenwein
vermeint man da zu trinken.
Und wie lautres Elfenbein
ihre Zähne, wie ein Kranz
aus Firnschneeglanz,
uns winken.

Küsse, die man stiehlt im Dunkeln

Küsse, die man stiehlt im Dunkeln
Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Küsse wie beselgen
Sie die Seele, wenn sie liebt!

Ahnend und erinnrungsüchtig,
Denkt die Seele sich dabei
Manches von vergangnen Tagen,
Und von Zukunft mancherlei.

Doch das gar zu viele Denken
Ist bedenklich, wenn man küßt;
Weine lieber, liebe Seele,
Weil das Weinen leichter ist.


Heinrich Heine

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