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9 Monate Frieden

Ich hatte eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft!! Ohne jegliche Auffälligkeiten oder sonstige Vorkommnisse... Es waren neun wundervolle Monate und ich denke gerne an diese Zeit zurück!

Erfahren habe ich, dass ich schwanger bin, am 12. Dezember... Ich hatte schon öfter einen Schwangerschaftstest gemacht und bis jetzt war noch nie etwas, also bin ich gleich mal heulend am WC zusammengebrochen, als ich die zweite Linie gesehen habe - von wegen 10 Minuten warten... Das war ein Schock... Was tu ich jetzt?? Am Besten stürz ich mich gleich von der nächsten Brücke...
Zuerst meine Schwester angerufen - die war auch geschockt und dann den werdenden Papa, der natürlich sofort von Abtreibung sprach... *kotz*
Zwei Tage später sagte ich es meiner anderen Schwester, die mir eine große Hilfe war... Sie sagte zu mir, als ich sie total verzweifelt anrief: "Ein Baby ist kein Unglück!" und hat mir auch gleich einen Frauenarzttermin ausgemacht... Also am Mittwoch gleich zum Arzt (mit ihr gemeinsam - sie hat extra die Arbeit sausen lassen) und man konnte doch tasächlich schon etwas sehen! Es war ein eigenartiges Gefühl... der Arzt fragte mich nicht mal, ob ich das Kind denn behalten wolle, sondern gab mir den Mutter - Kindpass in die Hand mit dem ersten Ultraschallbild + nächsten Termin... Da wusste ich irgendwie schon, dass ich ihn behalten werde!!!
Trotzdem war ich zweimal in einer ABtreibungs"klinik" bzw. Schlachthaus trifft es wohl eher... Nicht, dass ich gegen Abtreibung wäre, aber die Mädchen kamen raus wie am Fließband und ich fand, dass es auch nicht besonders steril dort abging und es einfach eine Geldmacherei war...
Beim ersten Mal lag ich bereits am OP Sessel und er wollte gerade die Narkose setzen, aber da dacht ich mir, dass es alleine meine Entscheidung ist und wenn ich das Baby will, warum soll ichs dann nicht bekommen... Ich dachte, wenn nru ein kleiner Teil von mir dieses Baby will, dann muss ich es bekommen, weil sonst wäre ich wohl unglücklich für den Rest meines Lebens!! Also bin ich in Tränen ausgebrochen - die Abtreibung fand nicht statt und die fette Ärztin konnte sich an den anderen 20 Mädchen ihr schmutziges Geld verdienen...
Beim zweiten Mal hatte ich zwar einen Termin, aber ich ging nicht hin... Ich hatte vorher mit einer Dame einer Hilfsorganisation gesprochen und sie hatte mir soviel Mut zugesprochen, dass ich mich selbst überzeugen konnte!
Naja und dann war ich schon in der 13. Schwangerschaftswoche und musste mir keine Gedanken mehr darüber machen, ob das Kind jetzt kommen sollte oder nicht - das war eine Erleichterung!!
Der Rest der Schwangerschaft verlief Komplikationslos! Ich bekam eine eigene Wohnung, die zum größten Teil von meiner Mutter und ihrem Freund finanziert wurde, für das ich immer noch sehr dankbar bin und konnte mich endgültig auf mein Leben als werdende Mama einstellen!!
Was mich tatsächlich erwarten würde, war mir natürlich nicht klar, aber es war die beste Entscheidung meines Lebens, die ich jemals getroffen habe und dank meiner Familie - vor allem meiner Mutter und meinen Schwestern, sowie auch einer Freundin - hätte ich keinen besseren Start in mein NEUES Leben bekommen können!!

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