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Durch meine liebste Freundin habe ich dich gekannt, doch nie kennen lernen können. Immer hat sie mir von dem faszinierenden Jungen erzählt, wie schön er doch singen konnte, wie lieb und fürsorglich er doch war. Ich wollte dich schon immer kennen lernen, wirklich. Doch die Monate vergingen… ich vergaß dich. Doch irgendwann, an einem Abend,  habe ich auf einmal eine Anfrage von dir bekommen. Erst wunderte ich mich, ob du es doch wirklich sein konntest. Und warum DU ausgerechnet MIR eine Anfrage geschickt hattest.
Am selben Abend haben wir wirklich viel geschrieben, ich kann immer noch nicht glauben dass ich dir all meine Sorgen mitgeteilt habe. Und das nur, an einem Tag. Wir kannten uns ja noch nicht mal wirklich! Wie lange haben wir geschrieben? Bis 6 Uhr morgens? Ja, so war das. Du hast so schön geredet, wirklich so wunderschön.. ich hatte sogar Tränen in den Augen als wir so geredet haben. Du hast mir all deine Gedanken erzählt, nur mir. Nicht mal meiner Freundin hattest du es erzählt .. Sogar deine Nummer hast du mir gegeben, damit ich mich bei dir melden konnte wenn es mir schlecht ginge oder ich Hilfe bräuchte. Ich konnte das alles wirklich nicht glauben, ich, ausgerechnet ICH habe mit dem faszinierenden Jungen geschrieben! Doch das, war noch nicht alles…
Denn es ging weiter. Mehrere Abende haben wir so geschrieben, bis wir irgendwann zusammen ein ‚Spiel‘ zusammen gespielt haben.  Du wolltest mich anrufen, da du es mir am Telefon besser erklären konntest. Oh mein Gott hatte ich Herzrasen! Ich war so aufgeregt..  Es ging weiter.
Immer wurde mir eingeredet: „Mach dir keine großen Hoffnungen, er meint es bestimmt nur freundschaftlich. Er sieht dich nur als Schwester. Er hat bestimmt noch andere Weiber.“ Immer, wirklich immer musste ich mir das anhören. Natürlich hab ich dann versucht mir nicht so viele Hoffnungen zu machen, doch sowas geht eben schwer, nicht wahr?

Wochen vergingen.. jeden Tag haben wir geschrieben. Okay, fast jeden Tag. Da gab es eine Zeit, wo wir gar nicht mehr geschrieben hatten … die Zeit, wo du ein neues Mädchen hattest. Weißt du wie es sich anfühlt, wenn dir jemand ein Messer in die Brust rammt? So hat es sich angefühlt, als ich erfahren hatte, dass du eine Freundin hast.
Doch dann, gab es auch eine Zeit, wo wir wieder so guten Kontakt hatten..  Aber so richtig, guten Kontakt. Ich wollte mir keine Hoffnungen machen, obwohl es doch wirklich offensichtlich war, dass etwas zwischen uns war. Ich wollte es nicht wahr haben. Ich konnte es nicht wahr haben. Ich wollte nicht schon wieder verletzt werden!
Immer noch guter Kontakt.  Du wolltest mich besuchen kommen, obwohl du eine Freundin hattest! Mein Herz hat sich Hoffnungen gemacht, doch mein Verstand warnte mich. „Hör auf damit.“, sagte es ständig.
Du hast mit ihr Schluss gemacht … dann hatten wir eine kurze Zeit wieder sehr guten Kontakt, bis es wirklich richtig offensichtlich wurde, dass etwas zwischen uns lief. Dann.. eines Abends, beschloss du, dass du mich besuchen kommen willst. Am nächsten Tag schon.  Weißt du wie schockiert ich war? Und zugleich auch noch überglücklich? Ich war so aufgeregt.. unglaublich war es einfach.  Ich konnte es einfach nicht wahr haben..

Unser erstes und letztes Treffen
Bereits auf der Fahrt zum Hauptbahnhof klopfte mein Herz unglaublich schnell. Aber als ich dich dann sah .. es wäre fast aus meiner Brust gesprungen.
Anfangs waren wir wirklich sehr schüchtern, haben kaum geredet. Du hattest dich eher gut mit meiner Freundin verstanden, was mich ehrlich gesagt sogar bisschen eifersüchtig gemacht hat. Komisch oder? Ich war auf meine alle beste Freundin eifersüchtig.
Aber das unglaublichste war sowieso, dass ich dich wirklich gefragt hatte, ob du etwas für mich empfinden würdest. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass du „Ja..“ gesagt hättest. Aber als du mir dann eine Gegenfrage gestellt hattest,  „Du aber nicht, oder?..“,  musste ich lachen. Ich habe mit „Doch ..“ geantwortet. Und so, hast du mich endlich mal richtig angesehen.
Was am Abschied passiert ist, kann ich immer noch nicht glauben. Wir haben uns fest umarmt.. fest gedrückt hast du mich in deinen starken Armen. Du wolltest mich küssen, doch ich habe immer weggesehen. Du sagtest:“Wenn du nicht bereit bist, dann musst es auch nicht..“, hast du geflüstert. Ich habe etwas gelacht .. „Für was bereit?“, scherzte ich. Klar wusste ich, was du meintest. Doch ich wollte es von dir hören. „Dass du mich küsst…“, flüsterst du in mein Ohr. Wieder lachte ich und löste mich etwas von dir ehe ich in deine Augen sah und mich überwand.. auf die Zehenspitzen ging um dich dann endlich zu küssen. Die Welt blieb stehen, nur wir beiden standen da. Alle um uns herum waren vergessen …
Meine Lippen haben gebrannt wie Feuer! So ein Gefühl hatte ich noch nie.. mein ganzer Körper war wie .. ein Feuerwerk.
Nun waren wir zusammen ..  22. Oktober war es.  Die ersten Wochen waren so schön .. wirklich traumhaft. Doch wir zerbrachen. Unsere Herzen entfernten sich .. nur einen Monat konnte ich dich ‚Mein‘ nennen. NUR! .. Doch was machte uns so fertig? Was zerbrach uns?
Die Entfernung.
Es tut mir leid, ich konnte dich nicht halten. Bitte verzeih mir ..

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