Tips für Kleine Mäuse im Netz
Chat-Guide für Kids
Kleine Tipps für den großen Spaß im Internet
Bevor Du ins Internet gehst, um Dich dort in Chaträumen mit Freundinnen und Freunden zu treffen oder neue Leute kennenzulernen, solltest du folgendes beachten :
Internet-Name und allgemeine Angaben
Leg Dir einen „screen“ (Namen) zu, der keine Rückschlüsse auf Deine Person zulässt. Denk Dir einen Fantasienamen aus und mache keine Angabe zu Deinem Alter - wie zum Beispiel „Susi10“.
Wenn Dein Internetanbieter die Möglichkeit bietet, ein sogenanntes „Profil“ mit Angaben zu Deiner Person anzulegen, dann solltest Du niemals genaue Daten dort eintragen.
Wirst Du z.B. nach Deinem Wohnort gefragt, solltest Du die nächste größere Stadt oder auch nur das Bundesland nennen. Name, Vorname, Alter, Geburtsdatum oder ähnlich genaue Angaben sind besser gar nicht anzugeben.
Grundsätzlich gilt: Mach nur Angaben, die niemandem die Möglichkeit geben, Dich ausfindig zu machen.
Chaträume
Wenn Du in einen Chatraum gehst, um Dich dort mit Freundinnen und Freunden zu treffen - vergiss' bitte nicht, dass alles, was Du dort in den Raum schreibst, von allen anderen, die sich ebenfalls in diesem Raum befinden, mitgelesen werden kann. Vermeide auch hier, selbst wenn Du den einen oder die andere persönlich kennst, genaue Angaben über Dich, Deine Schule, Deinen Wohnort oder auch Dein Alter zu machen. Schreibe zum Beispiel niemals Deine Adresse in den Chatraum.
Telegramme
Manche Zusatzprogramme bzw. Netzanbieter bieten die Möglichkeit, sich nicht nur im Chatraum zu unterhalten, sondern auch in sog. Telegrammen. Im Telegramm kannst Du dann nur mit jeweils einer Person reden. Auch hier ist zu beachten, dass Du - wenn Du die Person, die Dich eventuell „angetelt“ hat, nicht sehr gut kennst: Mach bitte keine genauen Angaben zu Deiner Person oder Deiner Familie und gib auch keine Telefon- oder Handynummern heraus.
Pictausch – Der Tausch von Bildern
Oft ist es üblich, wenn man sich mit jemandem schon mal öfter unterhalten hat, Bilder via E-Mail auszutauschen. Am besten ist es, kein Bild zu tauschen. Wenn Du trotzdem unbedingt tauschen willst, dann achte bitte bei der Auswahl Deines Bildes darauf, dass nur Du darauf zu sehen bist und versende keine Strandfotos oder ähnliches. Letztlich kannst Du Dir nie wirklich sicher sein, wo Dein Bild landet und deshalb sollte es so wenig wie möglich von Dir zeigen (am besten wäre ein Passfoto).
Solltest Du einmal im Gegenzug ein Bild zugesandt bekommen, was Deiner Meinung nach nicht in Ordnung ist - also z.B. Sexbilder/Nacktbilder von Kindern oder Erwachsenen, oder auch irgendwelche Fotos, die brutale Handlungen darstellen - so benachrichtige bitte Deine Eltern, Deine Lehrerin oder Deinen Lehrer. Versuche das entsprechende Bild auf einer Diskette abzuspeichern oder belasse es zunächst in Deinem Maileingang, bis ein Erwachsener es sich ansehen kann.
Grundsätzliches
Sicher sind die meisten Chatter Leute wie Du, die sich einfach mal nett unterhalten wollen. Aber es gibt eben auch welche, die Dich eventuell nur über Deine Familie oder Dich aushorchen wollen. Genau so, wie Du einem fremden Anrufer zu Hause nicht gleich alles über Dich erzählen würdest und das wahrscheinlich auch unnormal fändest - genau so solltest Du auch im Internet ein bisschen vorsichtig sein.
Wenn Du einmal echte Probleme bekommen solltest, weil Dich jemand im Telegramm oder im Chatraum beschimpft oder Dir Sachen über Sex oder ähnliches erzählt, dann berichte das bitte Deinen Eltern, Deiner Lehrerin oder Deinem Lehrer und speichere das Telegramm ab. Außerdem sperre den Gesprächspartner oder ziehe Dich aus der Unterhaltung durch Schweigen zurück.
Triff Dich niemals einfach so mit jemandem, den Du nur aus dem Internet kennst. Auch ein vor einem Treffen vereinbartes Telefonat gibt Dir keine Sicherheit. Bitte immer jemand Älteren (großer Bruder/Schwester oder Deine Eltern), dass er oder sie dich beim ersten Treffen begleiten.
Die wichtigsten Zeichen in der Chatsprache
:-)
Freude
:-(
Ärger oder Trauer
;-)
Zuzwinkern
:-x
Kuss
:-p
Zunge rausstrecken
lol
laughing out loud (lautes Auflachen)
rofl
rolling on flour laughing (lachend über den Boden wälzen)
4U
for you (für Dich)
gute n8
Gute Nacht
(g)
grins
(lachwech)
sich kaputt lachen
cu
see you – bis bald, tschüss
ß----
bezeichnet Dich als Person, die was sagt
http://www.kindersindtabu.de/index1.html
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Tips für uns Große
Chat-Guide für Erwachsene
Richtig chatten mit dem Chat-Guide
Das Internet bietet, neben vielen Möglichkeiten der Kommunikation, leider auch einige Gefahren, denen sich jeder User und jede Userin (Benutzer) bewusst sein sollte. Betroffen sind nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene.
Hier einige Regeln zum sicheren Chatten und nachfolgend einige Tipps, um Kindern und Jugendlichen die Thematik näher zu bringen.
Das Bewusstsein für die irreale Welt des World Wide Web
Eine der wichtigsten Regeln ist sicher, sich selbst bewusst zu machen, dass man sich im Internet in einer völlig irrealen Welt befinden kann. Insbesondere trifft dieses auf die Chats zu. Keine Angaben anderer können überprüft werden, versandte Bilder können eine andere Person zeigen, Wohnort, Beruf, Lebensstandard - alles kann erlogen sein. Im Chat oder auch im Telegramm kann jede und jeder eine Rolle annehmen, die nichts mit der realen Welt gemein hat! Wichtig ist, das eigene Bewusstsein auf diese Tatsache einzustellen, wenn man sich in der Chatwelt bewegt.
Internet-Name und allgemeine Angaben
Auch für Erwachsene gilt: Legen Sie sich grundsätzlich einen "Screen" (Namen) zu, der keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt. Denken Sie sich einen Fantasienamen aus. Wenn Ihr Internetanbieter die Möglichkeit bietet, ein sogenanntes "Profil" mit Angaben zur eigenen Person zu machen, die von jedem anderen eingelesen werden können, dann hinterlegen Sie hier bitte keine genauen Daten zu Wohnort, Beruf etc. Seien Sie bitte auch als erwachsener Mensch grundsätzlich äußerst vorsichtig mit der Herausgabe persönlicher Daten.
Chaträume
Chaträume werden mittlerweile von sämtlichen Anbietern im Internet zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie hier, dass alles, was Sie in einen solchen Raum schreiben, von allen anderen, die sich ebenfalls in diesem Raum befinden, mitgelesen werden kann (siehe auch unter Chat-Tipps)
Telegramme
Manche Zusatzprogramme beziehungsweise Provider bieten die Möglichkeit, sich nicht nur im Chatraum zu unterhalten, sondern auch in sogenannten Telegrammen (Messengerfunktion). Im Telegramm wird, ähnlich wie bei einem Telefonat, jeweils nur mit einer Person kommuniziert.
Tipps
für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und alle,
die mit Kindern und Jugendlichen leben und arbeiten
Die Kinder und Jugendlichen, die täglich die Chatwelt im Internet besuchen, werden stetig mehr und sie werden vor allen Dingen immer jünger. Bereits Grundschüler und Grundschülerinnen kennen sich hier heute teilweise bestens aus. Seitens der Eltern, Lehrer und Lehrerinnen, Kinderschutzorganisationen, der Polizei und anderen Menschen, die täglich mit Kindern zu tun haben, herrscht im Gegensatz dazu meist große Unkenntnis vor - das Internet insgesamt betreffend. Hier nun einige Tipps, um Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, die von Kindern und Jugendlichen täglich aufgesuchte Chatwelt zu verstehen und ihnen begleitend zu Seite stehen zu können.
Schaffen Sie eine Vertrauensbasis zwischen sich und Ihren Kindern, Schülerinnen und Schülern bzw. den Jugendlichen. Interessieren Sie sich für das, was die Kids im Internet täglich machen. Jedoch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger - bitte !
Kinder und Jugendliche brauchen Sie als vollwertige Ansprechpartner und -partnerinnen, falls es über einen Kontakt im Internet einmal zu Problemsituationen gekommen sein sollte: Sei es, dass einem Mädchen oder Jungen ein "unpassendes Bild" zugesandt wurde oder sie/er zu irgendwelchen Handlungen aus dem Bereich Sexualität oder Gewalt aufgefordert wurde. Machen Sie sich fit, vor allen Dingen im Zusammenhang mit der Chatwelt.
Machen Sie Kindern und Jugendlichen bewusst, dass sie sich im Chat in einer völlig irrealen Welt befinden. Reden Sie mit den Kindern und Jugendlichen über die Art ihrer bisherigen Kontakte, über ihre Erfahrungen.
Machen Sie sich beim jeweiligen Provider (Anbieter) über Möglichkeiten des Ausschlusses einzelner Chatteilnehmer kundig. Manche Anbieter ermöglichen dies. Man hat so die Möglichkeit - sich wenigstens für einige Zeit - unliebsame Chatter "vom Hals zu halten".
Versuchen Sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen die Chatwelt kennenzulernen. Zeigen Sie Interesse, lassen Sie sich die Dinge erklären. Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, wie man bestimmten Situationen begegnen sollte. Ähnlich wie in der Grundschule auf die Gefahr der "Fremden" hingewiesen wird, mit denen man nicht mitgehen sollte - ähnlich muss man Kinder und Jugendliche auf die Gefahren im Internet hinweisen. Üben Sie mit Kindern und Jugendlichen gegebenenfalls in Rollenspielen Gesprächssituationen, die ihnen im Internet begegnen können. Noch besser: setzen Sie sich mit Kindern und Jugendlichen vor den PC und gehen Sie gemeinsam mit Ihnen in den Chat.
Außerdem gilt: Passwörter für den Internet-Zugang müssen Eltern bekannt sein. Achten Sie zudem darauf, dass Kinder und Jugendliche die Chatwelt nicht gegen die reale Welt eintauschen!
Zeigen Sie Täter und Täterinnen an, auch wenn Ihnen das noch so unsinnig erscheint (siehe auch unter Polizei-Anzeige). Im Internet ist vieles möglich, was in der realen Welt so nicht vorkommen würde.
Im Moment gibt es in der gesamten Bundesrepublik keine Beratungsstelle für die von NetKids aufgezeigte Problematik. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Kindern und Jugendlichen als Partnerinnen und Partner zur Verfügung stehen !
http://www.kindersindtabu.de/index1.html
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