Vor knapp einem Jahr ist mein Onkel verstorben, man wusste dass es bald geschehen würde, da er leider sehr sehr krank war, ich persönlich konnte mich nicht mal an ihn erinnern als er noch Gesund war, ich kannte ihn eigentlich nur krank. Und trotzdem, auch wenn man weiß dass es bald passieren würde, ist es dennoch ein richtig großer Schlag. Ich weiß noch dass es letztes Jahr vor den Pfingstferien war. Mein Freund hatte an dem Tag endlich sein Mathe Abi hinter sich und danach wollten wir eigentlich feiern. In den Ferien wollte ich dann ganz viel Reisen, es war schon alles geplant und fest und am Abend habe ich noch gesagt " Das werden super Ferien! Ich freue mich schon so" Aber leider wurde ich dann am Freitag Mittag aus dem Unterricht gerufen und als ich dann erfahren habe dass mein Onkel verstorben ist, bin ich sofort zu seiner Wohnung gebracht worden, in der meine ganze Familie ( die engsten ) schon da waren. So begannen also meine Ferien damals.. und sie wurden auch nicht besser, ich habe damals alles abgesagt und mich sehr gehen lassen. Ich glaube so richtig mitbekommen dass ich so wahnsinnig um ihn trauere hat damals keiner mitbekommen oder dass er mir auch Heute noch fast täglich fehlt würde auch niemand denken.
Wenn jemand aus einem Leben tritt, der einem so wichtig war dann denkt man oft darüber nach was man hätte besser oder anders hätte machen können. So also auch ich, ich bereue so wahnsinnig viel..
Und jetzt scheint sich die Geschichte mit meinem Patenonkel zu wiederholen..
wieso bekomme ich meinen Arsch nicht hoch ihn mal besuchen zu fahren?
Wieso schaffe ich kein einfaches " ich hab dich lieb" ihm ins Ohr zu flüstern..
wieso bekomme ich das alles nicht hin? Habe ich angst das zu machen bzw. zu sagen, weil es wie Abschied klingt? Will ich seine Krankheit einfach verdrängen? Wie meine Oma, also seine Schwester?
Ich will ja, aber aus irgendeinem Grund kann ich einfach nicht