Harte, rockende Töne schlagen FREI.WILD in ihren Songs an, geführt von packenden Melodien, die unweigerlich zum Mitmachen einladen. Es sind schnörkellose, geradlinige Lieder, deren Größe sich in der Authentizität und Schlichtheit findet. Rockmusik wird hier auf den Punkt gebracht. Roughness, ungeschliffene Live-Atmosphäre und pure, reine Spiel-Energie dürfen sich hier in ihrer reinsten Form tummeln und werden durch eine sehr druckvolle Produktion abgerundet. Wie bei kaum einer anderen härteren, deutsch rockenden Gruppe wurde hier ein besonderes Augenmerk auf eine extrem hochwertige und zu jeder Sekunde den Elan der Musik weiter vorantreibende Studioarbeit gelegt, für die die Band selbst an den Reglern sitzt.
Direkt und unpoliert ist auch die Sprache, die FREI.WILD in ihren Texten anschlagen. Eine Sprache, die lebt und viel zu tiefgründig und nah aus dem Leben ist, als dass sie jemals politisch sein könnte. FREI.WILD singen laut und deutlich über das, was tief in uns allen vorgeht, egal welcher Nationalität oder politischen Meinung wir angehören. Empfindungen wie große Gefühle oder der Spaß, den man bei großen Fußballereignissen verspürt werden in den FREI.WILD-Texten ebenso reflektiert wie ganz essentielle Lebenserfahrungen – der Wunsch, sich frei und unabhängig fühlen zu dürfen, das Auseinandersetzen mit seinem eigenen Selbstbewusstsein oder aber auch die nie zu vergessenden Erlebnisse, in jungen Jahren schon ein selbständig denkender Rebell gewesen zu sein, der für sich selbst genau definieren kann, wo es im Leben lang geht.
FREI.WILD singen von den Wünschen, Sehnsüchten und Niederschlägen, die so alt sind wie die Menschheit und wählen dafür eine starke, bestärkende Sprache: eine Sprache, die dem Hörer deutlich macht, wie groß es ist, wenn man ganz unverblümt und unbeschönigt zu dem steht, was einen nun mal ausmacht.
FREI.WILD distanzieren sich dabei von jeglichem Rechtsradikalismus, der, wie oftmals im Genre des Deutschrock, auch den Süd-Tirolern bereits unterstellt wurde. Im Stück „Land Der Vollidioten“ bringen sie dabei ganz klar auch diesen Punkt zur Sprache und antworten in Text und Ton auf einige falsche Anschuldigungen, die Gruppe würde sich politisch im rechten Umfeld bewegen. Sie wollen damit in zweifacher Hinsicht zu den bestehenden Vorurteilen Stellung beziehen: zum einen dazu, dass FREI.WILD eben „frei“ und damit keineswegs faschistisch gesinnt sind, zum anderen dazu, dass eine Gruppe, nur weil sie harte Musik mit deutschen Texten macht, noch lange nicht politisch rechts sein müsse.
Kein Zweifel – FREI.WILD stehen für eine Generation frei denkender, fest im Leben stehender Menschen. Wer ihre Musik hört, lernt dabei auch die Menschen hinter FREI.WILD kennen. Wer mit ihren Liedern singt, erhebt seine Stimme aufs unverfälschte Leben und stimmt auf seine Echtheit mit ein.