Videospiele müssen realistischer werden
"Realistische Grafiken reichen nicht, um ein Videospiel lebensecht erscheinen zu lassen", verkündete Glenn Entis, Chief Technical Officer von Electronic Arts (EA) auf der weltweit wichtigsten Grafik Convention, der Siggraph Conference in San Diego. Spiele müssten auch realistisch reagieren um das Erlebnis für die Konsumenten lebensnah zu gestalten. EA investiere ständig in die Weiterentwicklung des Verhaltens von Charakteren und die Steigerung des Realismusgrades der Umgebung. In Widerspruch zu dem Zitat von EA-CEO John Riccitielo - komplexe Videospiele würden die Konsumenten langweilen - stehe diese Aussage nicht, meint EA-Pressesprecher Martin Lorber: "Es geht darum, Spiele leichter zugänglich zu machen, ohne Spieltiefe und Realismus zu vernachlässigen."
So nah wie möglich an die Wirklichkeit ran.
Quelle: ea.com
Wie realistisch muss ein Spiel sein?
Gleichzeitig stelle sich die Frage, wie realistisch ein Spiel überhaupt sein müsse. "Natürlich will ich, dass eine Fußballsimulation so nah wie möglich an der Wirklichkeit bleibt, während beispielsweise das Simpsons-Videospiel von einem bestimmten Abstraktionsgrad lebt", so Lorber. In beiden Fällen müsse jedoch die leichte Zugänglichkeit beachtet werden. "Der sogenannte Familyplay-Modus, der in FIFA`08 und anderen Sportspielen enthalten sein wird, ermöglicht es, Einsteigern das Spiel mit einfachsten Befehlen zu steuern, während erfahrene Spieler den realistischen Modus wählen können", erklärt Lorber die Strategie von EA.