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Wir sehen uns nicht
Wir riechen uns nicht
Wir schmecken uns nicht
Ich lieg´ innerlich in deinem warmen, mir so vertrauten, starken Armen.

Weinende Seele
Ein Gedicht von Horst Rehmann

Es ist still, ich hör nur den Wind,
seh am Himmel ein Wolkenmeer,
und am Weg ein weinendes Kind,
das rennt einem Ball hinterher.

Erinnerung stürzt auf mich ein,
und erweckt die Vergangenheit,
in der ich so hilflos allein,
erlebte viel Kummer und Leid.

Was geschah ist lange schon her,
hat meinen Kindheitstraum zerstört,
doch das Geschehene wiegt schwer,
weil mein Flehen niemand gehört.

Nichts von dem hab ich je erzählt,
es blutet noch heute mein Herz,
weil diese Erinnerung quält,
und mir Tränen rinnen vor Schmerz.

Mein Leben, nach außen ein Traum,
das jeder so sieht wie er will,
doch in mir, im innersten Raum,
da weint meine Seele - ganz still.

Ein Gedicht von Inja Domrowe

Der Teufel soll dich holen!
Ach bleib mir doch gestohlen.
Lügst mich den ganzen Tag nur an,
Findest du etwa Gefallen daran?
Aber ohne mich, mir reicht es jetzt!
Das gab mir wirklich den Rest.
Ich hab keine Lust auf deine Lügen,
Kannst du nichts anderes, nur betrügen!
Ich hasse dich, weißt du das?
Such dir jemand anderes für deinen kranken Spaß.
Ich hab wirklich genug von dir,
Hau jetzt ab, geh weg von mir !

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