Till the Day I Die
"Laureen, willst du dich nicht lieber hinsetzen?" hörte ich Dominik weit entfernt sagen.
Ich schüttelte den Kopf und ging weiter.
"Mensch Lauri, geh endlich zum Arzt. Mit deiner Dickköpfigkeit bringst du dich noch um!" sagte er in einem bestimmten aber dennoch sanften Ton.
"Man Dominik mir geht es gut, da muss ich nicht zum Arzt!" keifte ich ihn an und ging stur weiter.
Plötzlich spürte ich seine Hand an meiner Schulter und brachte mich somit zum stehen.
Ich drehte mich um und nun konnte ich in sein besorgtes Gesicht sehen. Dominik und ich waren Beste Freunde, seitdem wir uns in der ersten Klasse kennen gelernt hatten. Damals war ich 6 und er 7. Nun aber waren schon 20 Jahre vergangen und immer waren wir noch unzertrennlich, naja bis vor drei Monaten.
Dominik hatte nach langer Zeit endlich mal wieder eine Freundin. Klar freute ich mich für ihn, aber er hing sowas von oft mit ihr zusammen, das es schon nicht mehr gesund war.
Manchmal hatter er gar keine Zeit mehr für mich und wenn wir mal redeten dann hörte er mir manchmal gar nicht mehr richtig zu. Heute war endlich mal wieder so ein Tag wie früpher. Mit dem einzigen Unterschied das ich eine kleine Erkältung hatte.
Zuerst wollte Domi unser treffen absagen als er hörte das ich eine Erkältung hatte, aber ich konnte ihn dann doch noch überreden. Wer weiß wann ich ihn das nächste mal wieder sehen würde...
"Bist du dir sicher?" fragte Domi vorsichtshalber nach.
Wieder nickte ich, denn langsam fing mein Hals an zuschmerzen.
"Weißt du was...ich hab Lust auf Eis...du auch?" fragte ich und schon steuerte die nächste Eisdiele an.
"Hallo...ein Bällchen Vanille und ein Bällchen Hasselnuss!" sagte ich zu der netten Dame die hinter dem Fenster stand.
"Bitteschön...das macht dann 1,20€" sagte sie und reichte mir das Eis. Ich gab ihr das Geld und auch Dominik holte sich zwei Bällchen.
"Das du nochGeld hast!" sagte er erstaunt und sah mich an.
Den ganzen Tag schon schleifte ich ihn von Geschäft zu Geschäft und in jedem zweiten Laden fand ich irgendetwas.
"Tja mein Lieber...ich bin eine Frau, ich hab immer Geld!" sagte ich und grinste ihn schelmisch an.
Aufeinmal überkam mich ein quälender Hustenanfall. Doch es war nicht so ein Husten, wie wenn man eine Erkältung hatte , er war...ja wie war er denn...irgendwie trocken.
"Gehts?" fragte Dominik besorgt.
Immer noch die Hand vorm Mund nickte ich.
Mittlerweile färbte sich mein Gesicht durch die Anstrengung rot an. Hektisch hielt ich Domi mein Eis hin und er nahm es.
"Hast...hast du was zu Trinken?" fragte ich ihn.
"Ja...bedien dich. In meiner Tasche!" sagte er und ich fischte ein Flasche Cola heraus.
Nach dem ich einen großen Schluck genommen hatte gab ich sie ihm wieder und nahm mein Eis.
"Danke!" sagte ich.
"Nichts zu danken. Laureen...versprich mir das du morgen zum Arzt gehst!" sagte er. Damit er endlich Ruhe gab nickte ich und leckte genüsslich mein Eis.
Wohltuend schlich die kälte durch meine Körper und auch meine Halsschmerzen schienen sich ein wenig zu beruhigen.
Nach einer weiterne halben Stunde in der Stadt fühlte ich mich einfach nur noch matt.
"Domi...können wir nach Hause gehen?" fragte ich ihn und er nickte.
Er schien ein klein wenig erleichter zu sein, dennmein zustand verschlimmerte sich von Minute zu Minute. Selbst mein Gesicht wurde immer blasser.
Als wir dann vor meiner Haustür standen brachte Domink noch zu meiner Wohnugstür. Wir verabschiedeten uns und als die Tür hinter ihm geschlossen war, warf ich mich erst mal auf mein Bett.
Erst am Abend wachte ich wieder auf. Ich hatte das Gefühl, als ob mich jemand in eiskaltes Wasser getaucht hätte, denn mir war Eiskalt.
Fröstelnd stand ich auf und machte mir erst mal eine Tasse Kaffee.
Wenig später saß ich im Wohnzimmer auf meinem Sofa mit der Tasse. Ich schaltete den Fehrseher ein und als ich gerade so auf der Fernbedienung rumtippte und durch die Kanäle zappte hielt ich beim SkiSPringen inne.
Wie kannman nur so idiotisch sein und sich von sowas runter stürzen?...War mein einziger Gedanke.
Gerade sprang irgend so ein Finne. Janne Ahonen hieß er oder so...
Schnell schaltete ich um, denn als ich sah wie er da runter sprang zog sich mein Magen zusammen. Da nichts ansehbares im Fehrnsehn kam schaltete ich ihnn wieder aus und nippte an meinem immer noch heißen Kaffee.
Nachdem ich ihn ausgetrunken hatte, war mir aber immer noch kalt.
Wieder musste ich Husten und auch die Nacht war voller Hustenanfälle bedeckt.
Am morgen stand ich mit rasenden Kopfschmerzen auf. Als ich in der Küche auf die Uhr sah stöhnte ich auf. Es war erst 6 Uhr. So früh stand ich Samstags nie auf.
Heute fühlte ich mich schlechter als Gestern. Sollte ich vielleicht doch zum Arzt gehen, so wie es Dominik gesagt hatte?
Aber was war wenn es wirklich nur eine Erkältung war? dann würde ich mcih wahrscheinlich beim Arzt zum Deppen machen weil ich wegen einer Kleinigkeit zu ihm kam...
Nach langem HinundHer entschloss ich mich dann doch zum Arzt zu gehen.
Als ich dann im Wartezimmer saß, vertrieb ich mir die Zeit damit über Gott und die Welt nach zu denekn.
"Laureen Maisner?" hörte ich eine Stimme meinen Namen rufen.
"Sie können ins Zimmer 11 gehen!" sagte mir die junge Frau und ich folgte ihr. In dem Zimmr setzte ich mich auf einen Stuhl, der am Schreibtisch des Arztes stand. Der Arzt selbst war noch nicht da.
"Guten Tag Frau Maisner!" sagte er und schüttelte mir die Hand.
Schließlich setzte er sich auf die andere Seite des Schreibtisches. Ziemlich schnell kamen wir zur Sache und er meinte das ich Vorsichtshalber noch mal ins Krankenhaus gehen sollte um meine Lunge röntgen zulassen, denn bei meinen Symtomen war die snicht ganz auszuschließen.
Also was machte ich? Ich ging ins Krankenhaus. Als ich dieses riesige Gebäude eine halbe Stunde später betrat überkam mich ein mulmiges Gefühl. Ich hasste Krankenhäuser und vorallem die Gerüche dort.
Als ich klein war musste ich oft hierher, wenn ich meinen Opa besuchen wollte. Damals war ich 8 und er hatte Krebs. Leider starb er daran und ich hatte mir dann eigentlich geschworen dies Dinger nie mehr zu betreten, doch leider scheiterten meine "guten" Vorsätze als ich mir dann 4 Jahre später den Arm beim Inline Skaten brach.
Nunja, jetzt war ich hier wieder und hielt der Frau an der Rezeption den Zettel hin den mir mein Arzt gab. Darauf stand das er mich an einen Arzt ins Krankenhaus überwies.
Nach einer guten Stunde war dann alles fertig. Ich war geröngt und etliche male Untersucht worden. Nun wurde nur noch abgewartet was die Röntgen aufnahmen meiner Lunge sagten.
Ich saß in dem Büro des Arztes, der die Bilder an einer Beleuchteten Wand angebracht hatte. Mit einem Zeigestock in der Hand lief er darauf zu und ich Beobachtete sein Tun.
Plötzlich fing er an mich mit irgendwelchen komischen und unverständlichen Fachbegriffe zu zutexten.
Naja auf Deutsch hieß das ganze dann, dass ich mir bei irgendwas eine Lungenentzündung zugezogen hatte. Da es eine
atypische Pneumonie , also eine leichte Lungenentzündung war, waren die Symtome Krippeähnlich.
Der Arzt verschrieb mir ein Medikament, der den Schleim in meinem Hals lösen sollte. Natürlich sollte ich viel Trinken und ich bekam strengste Bettruhe verordnet. Das würde mir aber nur schwer fallen, denn es war Sommer...und total warm.
NIedergeschlagen fuhr ich nach Hause. Was sollte ich nun machen? Den ganzen Sommer über zu Hause im Bett liegen und zu sehen wie andere ins Schwimmbad gingen oder andee Sachen machten die Spaß machten?
Da fiel mir ein das ich noch in der Redaktion anrufen musste. Dort arbeitete ich schon seit mehreren Jahren als Journalistin.
Mir machte die Arbeit dort eigentlich sehr viel Spaß und deshalb viel es mir schwer, wenn ich mal nicht arbeiten gehen konnte.
Als ich Nadja alles am Telefon erklärt hatte legte ich mich mit einer Wasserflasche in mein Bett und schlief ein.
Am nächsten Morgen wurde ich durch starke Schmerzen in der Brust beim einmaten wach.
Aufeinmal fiel mir sogar das Atmen schwer und ich drehte mich erst mal auf meinen Bauch, in der Hoffnung es würde irgendwann aufhören.
Doch dem war nicht so.
Es fing immer wieder von neuem zu stechen an. Und auch HUsten war schlimm. Überall stach es. War das normal bei einer Lungenentzündung?
Gerade als die Schmerzen etwas nachliesen klingelte es an der Tür. Total müde schlich ich an meine Wohnungstür und drückte auf den Summer, der die Haustür unten öffnete. Ich hörte schnelle Schritte die Treppe hoch hasten.
Als dann Dominik schwer atmend vor mir stand, merkte ich das irgendwas passiert sein musste.
Im selben Moment spürte ich aber auch das ich fast keine Luft mehr bekam und trang nach Luft. SOfort sah Domi mich geschockt an und schob mich ins Wohnzimmer.
"Lauri...was ist los? Oh mein Gott...deine Lippen..." sagte er fassungslos.
Im selben Augenblick tastete ich mir automatisch an die Lippen, denn ich dachte sie würden Bluten. Doch dem war nicht so.
Ehe ich reagieren konnte Telefonierte Domin ik schon mit dem Notarzt und keine 10 Minuten später war ich auf dem Weg ins Krankenhaus. In diesem MOment hätte ich Dominik am libsten gekillt...
Als wir dann nach einer endlos scheinenden Fahrt im Krankenhaus ankamen, wurde ich wieder sämtlichen Tests und Untersuchungen unterzogen.
Nach zwei Stunden waren wir dann soweit das ich mich irgendwo in ein Bett legen durfte um weiter zupennen. Die Ärzte würden mich dann wecken wenn die Ergebnisse der Untersuchungen da waren.
Plötzlich hörte ich Stimmen nach mir rufen. Ich hatte Angst. Was wollten die von mir?
Blitzschnell schlug ich meine Augen auf und sah irgendeinem Arzt direkt ins Gesicht. Er versuchte mich zu beruhigen, da ich völlig geschockt war.
Zum Glück nur ein Traum!...dachte ich mir und schloss für einen Moment nochmal meine Augen.
Schließlich setzte ich mich auf und der Arzt begann mir zu erklären warum ich nochmal hier war.
Anscheinen hatte sich meine leichte Lungenentzündung weiter ausgebreitet und nun war sie eine schwere...
"Wir werden sie sofort für ein paar Wochen in die Lungen Fachklinik nach Helsinki überweisen!" war das letzte was er sagte.
"Aber...aber das geht doch nicht...wnn ich nach Finnland muss dann w erd ich ja noch kränker!" entgegnete ich ihm aufgebracht.
"Frau Maisner jetzt seien sie doch vernünftig. Wenn das mit ihnen so weiter geht dann könen ihre Freunde sie auf dem Friedhof besuchen!" sagte er.
Er hatte es mir zwar erklärt, aber es war nicht gerade die sanfte Tour dachte ich mir.
Aber Dominik zu liebe stimmte ich zu und schon eine Woche später saß ich in dieser Klinik in Helsinki.
6 Wochen später...
Endlich bin ich hier wieder aus...dachte ich mir und atmete die frische Luft ein.
Gerade wurde ich entlassen, da sich mein Lunge wieder erholt hatte und alles zum Glück vollständig ausgeheilt war.
Ich packte meine Tasche und maschierte den Weg entlang der von der Klinik wegführte. Die ganze Zeit in Finnland konnte ich über mein Leben nach denken und über meine Zukunft. Als ich meinem Chef vor einigen Wochen mitgeteilt hatte das ich nach Finnland musste hatter er mir eiskalt gekündigt, und nun stand ich ohne Job da. In Helsinki hatte es mir abgesehen von der Klinik ja ganz gut gefallen. Ich spielte sogar mit dem Gedanken hier zu bleiben. Vielleicht nicht in Helsinki, sondern Lathi oder Koupio.
Doch zuerst beschloss ich wieder nach Deutschland zu fliegen. In ein paar Wochen wenn ich wieder einen richtigen Job hatte, dann könnte ich ja mal Urlaub in Finnland machen...
Als ich am späten Abend in meiner Wohnung wieder stand, überkam mich einn Gefühl der erleichterung. Auch wenn ich nicht viel von Finnland gesehen hatte, verspürte ich ein leichtes Heimweh.
Ich packte meine Sachen aus und ging erst mal durch meine ganze Wohnung um zu gucken ob noch alles da war. Dominik hatte mir versprochen immer nach dem rechten zu sehen und das war ihm anscheinend auch gelungen.
In der Küche schnappte ich mir dann das Telefon um bei Domi anzurufen, doch nur der Anrufbeantworter ging an. Sein Handy hatte er ausgeschaltet und so konnte ich ihn dann auch nicht erreichen.
Na toll...der einzige Mensch auf den ich mich freute war nicht da!...dachte ich mir und lies mich erschöpft von dem Flug auf´s Sofa fallen. Nach einer Weile war ich dann auch schon eingeschlafen.
Erst am morgen wachte ich durch helle Sonnenstrahlen auf. Ich hatte das Gefühl sie würden meine Nase kitzeln und ich gab ein kurzes Niesen von mir. Als sich meine Augen an das LIcht gewöhnt hatten stand ich auf und ging ins Bad. Flüchtig blickte ich in der Küche auf die Uhr. Es war schon dtrei UHr.
Ich wusste irgendwie nicht was ich mit meiner freien Zeit anfangen sollte. Ich hatte keine Lust mehr auf Deutschland und auch nicht mehr auf Dominik. Wenn er meinte das seine neue wichtiger war, Bitte! Aber dann sollte er mich in Ruhe lassen.
Schon eine Woche war vergangen und ich hatte immer noch keinen neuen Job, auch Dominik hatte sich nicht mehr gemeldet. Ich wusste echt nicht mehr was mich in Deutachland hielt, und so verfasste ich den Entschluss: Raus aus Deutschland und rein nach Finnland...
Klar, am Anfang würde es sicherlich nicht einfach für mich werden, da ich die Sprache ja kaum beherrschte, aber in dem 6-wöchigem Aufenthalt in Helsinki, lernte ich von meinem Zimmer Kollegen finnisch. Das ein oder ander hatte ich mir sogar noch behalten und zur Not würde mir auch noch mein Englisch weiter helfen.
Eilig packte ich meine Klamotten in eine Tasche rein. Dadurch das ich die letzten Jahre fleißig gespart hatte würde ich im hohen Norden einige Monate durchkommen. Das letzte was ich noch machen musste meine Wohnung ausräumen und sie kündigen. Aber ich werde wohl erst meine Wohnung ausräumen können, wenn ich in Finnland eine Wohnung gefunden hatte.
Eigentlich war die ganze Sache ziemlich Planlos, denn ich wusste nicht wo genau ich in Finnland hin sollte.
Nach langem überlgen entschied ich mich für Kuopio, da die Verbindung von Helsinki aus nach Kuopio einfacher war.
Ich hatte mir einen Flug gebuscht und schon am nächsten Tag saß ich in Berlin im Flieger.
In einer Stunde würde ich in Helsinki landen und von dort aus mit dem Zug nach Kuopio fahren. Ich war ein wenig nervös und fühlte mich schlecht. Ich würde einfach meinen besten Freund in Deutschland im Stich lassen. Falsch! Er hatte mich im Stich gelassen...
Als ich dann später am Flughafen ausstieg, überkam mich mal wieder ein Gefühl der freude und freiheit. Hir konnte ich ein neues Leben anfangen, ohne meine Familie und ohne meine alten Freunde. Nur noch über eine Hürde musste ich gehen, wohl eher fahren...^^
Mit dem Bus fuhr ich weiter zum Hauptbahnhof und schon eine Stunde später stand ich in Kuopio am Bahnhof.
Da ich noch keine WOhnung hatte, buchte ich mir ein Zimmer im Hotel.
Es war kein modernes Hotel, es war auch nicht sonderlich teuer, aber was wollte ich mehr? Jeder musste schließlich mal klein anfangen.
Als ich dann in meinem Zimmer ankam musste ich staunen. Es war ziemlich gemütlich und auch herzlich. Von außen sah es eher abschreckend aus.
Ich lies mir eine Zeitung auf mein Zimmer bringen und schlug mich durch die Wohnungsanzeigen. Ich verstand zwar kaum was, aber eigentlich musste ich ja nur auf den Preis schauen.
Plötzlich stach mir eine WG-Anzeige in die Augen.
Ich holte mein Handy aus der Jackentasche und rief die Nummer an.
Der Mann sprach mit mir freundlicher Weise auf Englisch und so konnte ich alles mitverfolgen. Er und sein Freund wohnten schon ziemlich lange zusammen in einer Wohnung. Da sie aber ziemlcih oft unterwegs waren und die Miete teurer wurde, suchten sie eine/n Mitbewohner/in die sich mit ihnen die Miete teilte.
Schon am nächsten Tag konnte ich die Wohnung besichtigen.
Doch erst einmal musste ich die Nacht rumgriegen.
Als ich am nächsten Morgen ziemlich früh aufwachte, wuste ich nicht was ich machen sollte. Zur Wohnung konnte ich erst um 17 Uhr fahren und wir hatten gerade erst einmal 6 Uhr. Ich stand auf und beschloss etwas für meine Figur zutun. Aus meiner Tasche holte ich meinen Jogginganzug und machte mich auf den Weg nach draußen. Den Schlüssel gab ich vorher an der Rezeption ab und so machte ich mich auf den Weg zu einem ruhigen Ort. Von der Frau an der Rezeption hatte ich mir den Weg zum Wald beschreiben lassen und ich schaffte es zum Wald ohne mich einmal zu verlaufen. Irgendwie war ich stolz auf mich.
Als ich da so durch den Wald lief, entdeckte ich weiter im inneren einen kleinen See. Er war schön, und die Gegend um ihn herum schien wie verzaubert. Alles war so still und ruhig. Naja vielleicht lag es daran das wir erst halb sieben hatten.
Langsam ging ich zum See. Dort lag direkt am Ufer ein Baumstamm und ich setzte mich darauf.
Ich versuchte angestrengt den Geräuschen zu lauschen. Und nach einer Weile war ic in der Stille versunken. Hier in Finnland war alles so friedlich.
Dachte ich zumindest.
Plötzlich schrack ich auf, da mich eine Person an der Schulter antippte.
Erschrocken fuhr ich herum und sah in braune, warme Augen. Doch der Gesichtsausdruck dieser Person war alles andere als warm.
"Was machst du hier?" fuhr er mich an.
Erschrocken blickte ich auf den Boden.
"Hier sitzen, wonach sieht es denn aus!" notzte ich zurück.
Was der kann, das konnte ich schon lange, dachte ich mir.
"Könntest du dann bitte gehen!" sagte er genervt.
"Ich denk ja gar nicht dran!"
"Oh doch...und jetzt geh bitte!"
"Warum sollte ich...der Baum gehört dir nicht alleine!"
"Morgens schon" entgegenete er mir knapp und es schien für ihn als ob er den Kampf gewonnen hätte.
Gerade stand ich auf als ein lächeln auf seine Lippen huschte. Es war kein freundliches oder nettes lächeln, Nein! Es war ein Siegesicheres lächeln.
Sofort setzte ich mich wieder und starrte stur gerade aus.
Er redete, und redete und redete auf mich ein, doch ich ignorierte ihn einfach. Irgendwann gab er es wohl auf und joggte weiter.
Kopfschüttelnd stand ich auf und machte mich wieder auf den Weg zum Hotel.
Immernoch wütend auf diesen eingebildeten Trpottel kickte ich eine leere Cola Dose gegen die wand, was mir einige böse Blicke von Passanten einbrachte. Das einzige was mich an diesem Morgen wunderte war, warum schon so viele Leute unterwegs waren. Auf meiner Uhr war es schließlich erst sieben.
Als ich einen Glockenturm läuten hörte, erschrack ich. Entweder zählten die in Finnland die Uhranders oder es war wirklich schon acht uhr. Plötzlich kam mir in den Sinn, das es hier eine Stunde später war als in Deutschland. Ich hatte wohl vergessen meine Uhr umzustellen und so tat ich dies.
Als ich dann wieder auf meinem Zimmer war, ging ich als erstes duschen und schond anach fühlte ich mich frischer.
Till the Day I Day