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Ja   nein   

die Puppe

Es war einmal ein Mädchen namens Luisa, sie war 10 Jahre alt.
Sie hatte eine Puppe, auch sie hies Luisa. Beide waren unzertrennlich. Eines Tages sagten Luisas Eltern: Du bist jetzt 10 Jahre alt,willst du uns nicht beweisen,wie erwachsen du schon bist?"
Luisa nickte voller Stolz und fragte: "Was soll ich tun?"
"Du sollst ab jetzt Nachts ohne deine Puppe auskommen!" Luisa blickt auf ihre Puppe. "Muss das sein?" "Ja,so kannst du uns beweisen, wie erwachsen du bist!" Luisa gab die Puppe ihrer Mutter, als sie zu Bett ging.
In der Nacht wurde Luisa durch eine merkwürdigeStimme wach: "Luisa, Luisa, komm und hol mich,ich bin in der Küche!"
Luisa versteckt sich unter ihrer Decke. Als sie gerade wieder eingeschlafen ist, hört sie die Stimme erneut: "Luisa, Luisa, komm und hol mich ,ich steh vor deiner Zimmertüre!" Jetzt konnte Luisa nicht mehr einschlafen. Doch plötzlich war die Stimme erstummt.Total erschöpft sank sie schliesslich doch in einen unruhigen Schlaf. In ihrem Traum hörte sie die Stimme wieder: "Luisa,Luisa, komm und hol mich, ich bin vor deinem Bett!"
Am nächsten Tag ging die Mutter in die Küche und dachte: "Da war sie doch nicht so mutig! Naja egal."
Sie ging in Luisas Zimmer, um sie zu wecken. Als sie näher ans Bett kam, sah sie die Puppe grinsend in den Armen ihrer Tochter liegen.

! IHRE TOCHTER WAR TOT !

der arme Zigeuner

Es lebte einmal ein armer Zigeuner. Der ging jede Woche einmal zu den reichen Hausherren betteln.
Einmal kam er zu einer Witwe und bettelte um Brot; da sagte die Witwe: "Brot habe ich nicht gebacken, ich habe nur Weizen." Der arme Zigeuner sagte: "Gib mir also Weizen!" Die Frau ärgerte sich und sprach: "Da hast du Weizen!" und warf ihm ein Weizenkorn hin. Der Zigeuner steckte es in seine Tasche und ging weg. Die Witwe lachte, und der Zigeuner ging mit dem Weizenkorn zu einem anderen Hausherrn und sprach: "Lieber Hausherr, ich gebe dir ein Weizenkorn; behüt es mir, ich werde gleich zurückkommen." Als der Zigeuner wiederkam, hatte eine Henne des Herrn das Weizenkorn gefressen. Da sagte der Zigeuner: "Die Henne ist mein, warum hat sie mein Weizenkorn gefressen!" und der Herr mußte ihm die Henne geben. Der Zigeuner ging zum Nachbar und sprach: "Lieber Nachbar, ich gebe dir diese Henne, behüte sie, ich komme wieder zurück." Und als er wiederkam, hatte die Katze des Hausherrn die Henne gefressen. Der arme Zigeuner sprach: "Die Katze hat meine Henne gefressen, die Katze ist mein!" Und er ging mit der Katze fort, denn der Mann mußte sie ihm geben. Dann ging er zu einem anderen Herrn und sagte: "Lieber Herr, behüte meine Katze, ich komme gleich zurück." Als er wiederkam, hatte der Hund des Herrn die Katze zerrissen. Da sprach der Zigeuner: "Der Hund ist mein!" und ging mit dem Hunde fort. Der Zigeuner gab den Hund wieder einem anderen Herrn und sagte: "Lieber Herr, behüte meinen Hund, ich komme gleich." Als aber der Zigeuner kam, war der Hund tot. Ein Ochse des reichen Herrn hatte ihn tot gestoßen. Der Zigeuner sprach: "Mein ist der Ochse!" Der Herr mußte ihm den Ochsen geben, und der Zigeuner ging mit ihm weg. Und er kam zu einem reichen, sehr großen Herrn und sagte: "Lieber Herr, ich geb dir einen Ochsen, ich komme sogleich wieder." Als er wiederkam, hatte ein Pferd seinen Ochsen totgeschlagen. Der Zigeuner sagte: "Das Pferd ist mein!" und er ging mit dem Pferde weg. Da kam der König und nahm das Pferd des Zigeuners, denn sein eigenes Pferd war krank. Eilends ritt er auf dem Pferd des Zigeuners davon. Als der Zigeuner in die Stadt des Königs kam, war das Pferd krepiert und der König sagte: "Lieber Zigeuner, dein Pferd ist krepiert, aber ich gebe dir viel, viel Geld für dein totes Pferd." Und der König gab dem Zigeuner sehr viel Geld. So wurde er reich, und als er nach Hause kam, bettelte er nicht mehr, sondern lebte glücklich in einem sehr schönen Haus und heiratete die Witwe, die ihm damals das Weizenkorn gegeben hatte ...

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