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Sooooo hier ist mein neuer Buchanfang... er sit noch nicht ausgearbeitet, geschweige denn überarbeitet... seid nicht zu hart mit mir^^

ach und bevor ich es vergess... ich mach einen kleinen Wettbewerb der die Namensgebung einiger Charaktäre betrifft... hoffe aber ihr könnt euhc noch ein bissche ngedulden... ahb nämlich gerade viel um die Ohren^^

euer kleiner Poet

Prolog

Nun war es bald soweit, in wenigen Stunden würde die große Schlacht beginnen. Rinan spürte den Boden unter seinen Füßen beben, beben durch scheinbar Millionen von trampelnden und marschierenden Füßen der Südländer, dem bis vor einigen Wochen noch seinem Heimatland wohlgesonnenem Volk. Schon vor einigen Stunden waren Nachrichten über die ersten Spähtrupps der Südländer eingetroffen und hatten Panik verbreitet.
Der bebende Boden war für Rinan noch einigermaßen zu ertragen, aber der Wind kam aus der Richtung der nahenden Streitmacht, sodass wenn Rinan die Augen schloss er glaubte den kampfeslustigen Atem einer Armee zu hören, die gekommen war um zu töten.
Plötzlich ertönen tiefe Trompeten. Es waren die Außenposten, die am höchsten Ort Stellung bezogen hatten. Dieser Lärm kündigte endgültig die Ankunft des Feindes im direkt vor Rinan liegenden breiten Tal zwischen den letzten beiden Ausläufern des Gebirges. Jetzt gab es kein zurück mehr, die große Schlacht begann.

6 Wochen zuvor

Rinan

Es war ein sonniger Morgen. Ein Tag wie jeder andere, so schien es zumindest.
Rinan, der Sohn eines einfachen Hufschmiedes in dem beschiedenen kleinen Dorf namens Brisbane, war schon gelangweilt gewesen, als er vor einer Stunde aufgestanden war.
„In diesem vermaledeitem Dorf passiert Nichts! Nie!“, konnte man des Öfteren von ihm hören.
Heute hatte er sich den Heuboden von Bauer Graham ausgesucht, um sich noch ein paar Stunden vor der Arbeit bei deinem Vater in der Schmiede drücken zu können. Heute war sein Geburtstag, warum sollte er sich also nicht vor der eintönigen Arbeit drücken dürfen. 21 Jahre waren es heute geworden, 21 Jahre in diesem Nest der Langeweile. Geschwister hatte er keine und auch keine Mutter. Er hatte sie nie kennengelernt. Sein Vater hatte ihm einmal erzählt, dass sie bei seiner Geburt gestorben war. Er redete nur ungern über sie, und so ließ es Rinan auch irgendwann bleiben weiter nach seiner Mutter zu fragen.
Vereinzelte Sonnenstrahlen drangen durch das alte Strohdach von Bauer Grahams Scheune. Rinan musterte die Maserung des großen Holzbalkens über seinem Kopf, als ein kleiner Spatz auf dem Gerüst des Flaschenzugs für die Strohballen landete.
„Wenn ich doch nur fliegen könnte, wie du, kleiner Spatz!“, dachte Rinan. Doch kaum, dass er diesen Satz gedacht hatte, flog das Scheunentor mit einem lauten Knall auf und der Spatz flog von dannen.
„Rinan, ich weiß, dass du dich hier herumtreibst. Komm gefälligst her und hilf deinem alten Herrn bei der Arbeit, die erledigt sich nicht von selbst. Heute kam wieder eine neue Bestellung von Schwertern!“ Es war sein Vater, ein mittelgroßer, stämmiger Mann, vor dem sogar noch der mutigste Krieger Angst bekommen hätte, wenn er ihm mit seinem Schmiedehammer über den Weg gelaufen käme. Rinan dachte nicht lange nach, sondern handelte. Er sprang auf, schnappte sich das Seil vom Flaschenzug und war schon zur Scheune draußen, bevor sein Vater überhaupt bemerken konnte, dass Rinan sich auf und davon machte.
In letzter zeit waren sehr viele Bestellungen bei seinem Vater eingegangen. Schwerter, Schilde, Hufe, Bepanzerungen für Pferde. Es schien als wäre etwas Großes im Gange. Die alten Weiber im Dorf tuschelten eifrig und immer mehr komische Gestalten, trieben sich in der Gegend herum, mit tief im Gesicht hängender Kapuze.
Rinan machte sich auf Richtung Strand. Er wusste, dass er noch ungefähr eine Stunde Zeit hatte, um nicht grün und blau geschlagen zu werden von seinem Vater, noch würde er mit einer ordentlichen Schelle davon kommen. Doch Rinan war hart im nehmen.

Karzo

„Riechst du das?! Das ist Kampfeslust! Das ist der Geruch von Blut und verbranntem Fleisch! Das ist der Geruch von Sieg. Das ist alles Mein!“, sagte Karzo und zog genüsslich einen Atemzug nach dem andern ein.
„Ja mein Gebieter! Aber Herr, nun müssen wir uns wieder den Truppen zu wenden. Malkoc zieht seine Truppen in Mahkah zusammen und stößt dann bei Sanskrit auf Marduk. Manzu hat seine Truppen schon zusammengezogen und sie liegen im Norden im Hafen oder befinden sich teilweise schon auf See. Wir sollten ihn zügeln! Er könnte unseren kompletten Plan zu Nichte machen, wenn man zu schnell davon erfährt, dass Sie ihre Truppen zusammen ziehen um Nordland einzunehmen.“
„Aber, aber, mein lieber Zenko. Das ist der Tatendrang der Jugend. Er will den krieg. Er sehnt ihn herbei. Da will ich ihn doch nicht wie ein kleines Kind einsperren. Soll er ruhig ein wenig die Nordküste unsicher machen. Nordländer haben in unseren Gewässern so oder so nichts zu suchen. Und sollte jemand aus Mittland mitbekommen, was hier geschieht, so bin ich mir sicher, dass Manzu mehr als nur kurzen Prozess macht!“
Vor einigen Monaten ließ Karzo die Kriegsmaschinerie in Südland anlaufen. Es war an der Zeit gewesen. Karzo war jüngster Mann im Senat gewesen. Ein Organ des Staats, das von Alter und Dekadenz mehr als nur gezeichnet war. Er zögerte nicht lang. Karzo stürzte den Rat und ließ sich feierlich vom Volk als Imperator bestätigen. Das Land war im Aufbruch. Die Euphorie war schier grenzenlos.
Karzo stand auf dem Balkon des Regierungspalastes. In der ferne waren rechts und links Ausläufer des Gebirges zu erkennen und in der Mitte die Ebene die zum Meer hin führte.
Zenko war wieder hinein gegangen um die Karten von Nordland zu studieren. Zwar teilte er die Euphorie des Volkes, doch seine von Grund auf vorsichtige Natur warnte ihn vor voreiligem grenzenlosem Optimismus.

Rinan

Der Strand war traumhaft um diese Jahreszeit. Rinan stand auf einer seiner Lieblingsklippen. Unter ihm lag ein riesiger weißer Sandstrand an dem sich kleine Wellenberge kräuselten. Als kleiner Junge war er hier oft gewesen mit seinem besten Freund Davis. Davis war der Sohn eines Fischers im Dorf, doch mit 8 erkrankte er und nach einem Jahr starb er schließlich. Von da an suchte Rinan den Strand nur noch alleine auf.
Rinan kannte hier jeden Felsvorsprung, so brauchte man keine Angst zu haben, wenn er einfach von der Klippe in die Tiefe sprang. Er wusste genau, wo er sich festhalten konnte. Nach drei kleinen Sprüngen und ein bisschen Gehangel, erreichte er unverletzt den Strand.
Rinan ging zum Wasser, zog seine Stiefel aus und legte sich in den Sand. Er schloss die Augen und lauschte einfach nur der Natur. Auf die Stimme des Wassers, die Schreie der Möwen und das Flüstern des Windes. Dabei hatte er schon Stunden verbracht. Einfach nu da liegen und hören. Doch diesmal war da noch etwas anderes. Ein Wimmern. Ein leises Winnern, dass in diese friedvolle Geräuschkulisse nicht hinein gehörte.
Rinan sprang ruckartig auf. Ein Geräusch, dass nicht hier hin gehörte war selbst für den gelangweilten Sohn eines Hufschmiedes erst einmal ein Grund zur Besorgnis. Aber es war die Langeweile die ihn die Besorgnis von Jetzt auf gleich vergessen ließ. Rinan rannte den Strand entlang, in Richtung der alten Kapelle. Hier liefen große Korallen- und Sandbänke parallel zum Strand, der an dieser Stelle auch seinen feinen Sandcharakter verlor und gröber wurde. Der Strand war hier und da mit Treibholz und kleinen und größeren Steinen und Felsen übersät. Dann sah Rinan, wo das Wimmern herkam.
Es war ein Mensch. An den Strand gespült. Der Erschöpfung nahe. Rinan näherte sich bis auf ein paar Meter, da blieb er stehen und musterte den Gestrandeten. Plötzlich durchfuhr ihn ein Ruck des Erkennens.
„Herr Onson, geht es Ihnen gut? Was ist passiert?“
Es war Fischer Onson, der Vater von Rinans Jugendfreund Davis. Rinan kniete sich neben ihn und versuchte ihm aufzuhelfen. Onson blutete stark aus einer Wunde an seiner Seite. Die Korallenbänke ragten hoch im Wasser, hoch genug um einen unerfahrenen Seemann um sein Schiff zu bringen, aber sie ragten nicht hochgenug um einen von Schiff gegangenen zu verletzen, schon gar nicht einen solch erfahrenen Seefahrer wie Onson es war.

[…]

Rinan schloss seine Augen. Das konnte nicht stimmen, was Fischer Onson ihm da erzählt hatte. Aber was war wenn es wirklich stimmte. Rinan raste der Kopf, doch ihm blieb nicht lange Zeit, er musste handeln. Er rannte zu dem Klippenweg um möglichst schnell ins Dorf zu gelangen und dort zu beraten, was zu tun sei. Der Kaiser von Nordland musste informiert werden, das stand fest. Er und seine Vorgänger waren schon immer Mittland gutmütig gegenüber gestanden und hatten sich für die Unabhängigkeit der Mittland-Inseln ausgesprochen.
Vor drei Generationen hatten Nord- und Südland ganz Ozeanien in den Krieg gestürzt. Zu dieser Zeit wurde das Haus der Versammlung gebaut. In Friedenszeiten wurde es für örtliche Feste genutzt, in Kriegszeiten als Tagungsort und in Zeiten einer Belagerung sogar als kleines Fort. Zu Zeiten dieses Krieges wurde auch die Warnglocke installiert. Zu eben dieser rannte Rinan nun. Sie hatte an die hundert Jahre geschwiegen, doch sie war das erste, das ihm in den Sinn gekommen war.
Der Bürgermeister und sein Sohn waren die Ersten, die das Haus der Versammlung erreichte. Rinan fasste sich kurz, woraufhin der Sohn des Bürgermeisters sich unverzüglich ein paar Gefährten suchte um zum Strand zu eilen, um Fischer Onson zu bergen. Wenig später war der Raum zum Erbrechen gefüllt. Wie es schien hatte fast das ganze Dorf Herd und Arbeit stehen gelassen.
So war der Moment gekommen, da Rinan das Erlebte des Morgens bis ins Detail erzählen musste. Selbst seinem Vater wich die Farbe zunehmend aus dem Gesicht, obwohl es vorher noch purpurrot gewesen war, da er Rinan endlich gefunden hatte und ihm mehr als nur eine Standpauke halten wollte. Rinan sollte endlich Respekt lernen, dachte er sich.
Als Rinan seine Erzählung beendet hatte, erhoben sich laute Diskussionen, jeder redete durcheinander.
„Der Junge muss es endlich erfahren“
Rinan traute seinen Augen kaum. Es war der alte Gahad.
Einmal, Rinan war gerade mal 5 Jahre, da spielte er mit Davis Versteckfangen. Davis musste heim zum Essen, Rinan jedoch hatte das nicht mitbekommen. So glaubte Rinan Davis immer noch hinter sich und rannte tiefer und tiefer in den Wald hinein. Irgendwann wusste er nicht mehr in welche Richtung das Dorf lag. Er schrie nach Davis, doch Rinan war allein. Er hatte Angst. Es kamen komische Geräusche von überall. Und plötzlich packte ihn eine Hand hart an der Schulter und Rinan wurde herum gerissen.
„Ah, der kleine Sohn des Hufschmiedes zertrampelt mir also die ganze Zeit schon mein Pfaffenkraut. Hab ich dich endlich erwischt.“ Es war ein alter Mann, groß und mit weißem Bart. Er musste schon an die Hundert Jahre alt sein, dachte zumindest Rinan. Dieser alte Mann hieß Gahad. Er war ein Einsiedler und im Dorf bekam man ihn schon lange nicht mehr zu sehen. Dieser alte Mann stand nun in der Tür und allein seine imposante und unerwartete Erscheinung sorgte schlagartig für Stille.
„Die Zeit ist längst gekommen.“
„Nein, er ist mein Sohn! Ich habe ihn 21 Jahre versucht davor zu bewahren.“, sagte Rinans Vater und baute sich zu seiner vollen Größe auf. Gahad stand schon längst nicht mehr in der Tür, sondern stand direkt vor Rinans Vater.
Auf einmal war es, wie als würde das Licht schwächer, wie als würde das Licht aus dem Raum gesogen und wieder um Gahad zu zentrieren.
„21 Jahre in denen du ihn auf sein Schicksal hättest vorbereiten können!“
Die Luft vibrierte es schien als sei Gahad um sei Gahad um die Hälfte seiner Größe gewachsen. Angst stad in den Gesichtern aller Anwesenden, allem voran Rinans Vater.
Von jetzt auf gleich flutete das Licht zurück als Gahad erneut ansetzte zu sprechen.
„Ja, er ist dein Sohn, der Sohn, den du nie gehabt hattest und keiner bezweifelt, dass du ihm ein guter Vater gewesen bist. Doch nun, ist sein Schicksal gekommen.“
Rinans Vater sank in die Knie. Seine Augen füllten sich mit Tränen.
„Ihm steht größeres bevor, las das Leben eines Schmiedes. So hat es die Prophezeiung gewollt!“
Rinan hatte sich längst schon aus dem Zentrum des Geschehens entfernt. Er hatte sich zur Wand, neben der Eingangstür zurückgezogen.
„Er kann doch wohl kaum von mir reden!? Was für eine Prophezeiung?!“, raste es durch Rinans Kopf.
„Der Junge muss die Wahrheit über sich erfahren!“
Es langte Rinan. Er wollte nichts mehr hören. Er riss die Tür auf und rannte raus, rannte einfach nur. Er wusste nur, dass er wegwollte, wegwollte von dieser Versammlung, weg von diesem Dorf, weg von Allem. Auf einmal stand er vor der Schmiede seines Vaters. Hier war er groß geworden.
„Was für eine Prophezeiung über mich?! Soll mein Leben eine Lüge gewesen sein?!“ Rinan, wollte nicht weiter darüber nachdenken. Er schnappte sich ein paar Habseligkeiten, schmiss sie in eine Umhängetasche, zog sie über die Schulter, blickte sich noch einmal um und rannte aus der Tür.
„Rinan! Rinan! Warte! Hör mich an, bitte.“
Es war sein Vater, der da mit schwerem Atem nach ihm rief. Rinan blieb stehen, doch drehte sich nicht um.

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