login   anmelden   
 
Ja   nein   

Tookie Williams wuchs in Kalifornien auf und gründete 1969 zusammen mit Raymond Washington die Crips in Los Angeles.

1981 wurde er wegen vier Morden, die er 1979 bei zwei Überfällen begangen hat, von einem US-amerikanischen Gericht zum Tode verurteilt. Seit seiner Verurteilung war er im San-Quentin-Gefängnis inhaftiert. Dort brachte er sich Lesen und Schreiben bei und begann mit dem Verfassen von Kinderbüchern, in denen er sich gegen Drogen, Gewalt und Rassismus aussprach. Aufgrund dessen ist er von seinen Anhängern insgesamt neunmal für einen Nobelpreis vorgeschlagen worden (fünfmal für den Friedensnobelpreis und viermal für den Literaturnobelpreis). Erstmals wurde er im Jahr 2001 von Mario Fehr nominiert. Williams bestritt bis zu seiner Hinrichtung vehement, die ihm vorgeworfenen Morde begangen zu haben, für die Gründung der Crips hat er sich öffentlich entschuldigt.

Laut Gerichtsurteil hat Williams während eines Überfalles auf einen Laden im Jahr 1979 den Angestellten Albert Owens getötet. Zeugenaussagen zufolge zwang er ihn, sich auf den Bauch zu legen und schoß ihm dann in den Rücken. Zudem wurde ihm die Tötung des Ehepaares Yen-Yi Yang und Tsai-Shai Yang sowie deren Tochter Yee-Chen Lin zur Last gelegt, die im selben Jahr während eines Raubüberfalles auf ihr Motel in Los Angeles durch Schüsse aus einer Waffe starben, die Williams gehörte. Laut Zeugenaussagen brüstete sich Williams mehrfach mit diesen Morden. Im Falle Owens behauptete er, einen Zeugen des Überfalles beseitigt zu haben („didn't want to leave any witnesses“). Zudem bezeichnete er die Opfer des zweiten Überfalles in Gesprächen mit Freunden angeblich als Buddha-heads.

Das Neunte US-Bundesberufungsgericht (Ninth Circuit of Appeals) wies 1994 ein Rechtsmittel von Stanley Williams zurück, erklärte jedoch, dass sein Schuldspruch durch „Indizienbeweise und Aussagen von Zeugen zustande gekommen war, deren Hintergrund zweifelhaft war und die motiviert waren zu lügen, um so bei der Staatsanwaltschaft entweder im Hinblick auf den Schuldspruch oder das Strafmaß eine Reduzierung zu erwirken“. Das Verfahren gegen Stanley Williams fand außerdem in einem Gerichtsbezirk statt, in dem nur ein Prozent der zur Verfügung stehenden Geschworenen schwarzer Hautfarbe sind. Der Vertreter der Anklage ließ zudem alle Schwarzen aus der Jury ausschließen (Quelle: Weblink auf Amnesty international).

Williams' Anwälte reichten beim kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger ein Gnadengesuch ein. Für eine Begnadigung, also eine Umwandlung der Todes- in eine lebenslange Haftstrafe setzten sich auch Snoop Dogg, der selbst Mitglied der Crips war, Jesse Jackson, Desmond Tutu, Laurence Fishburne, Danny Glover, Anjelica Huston, Tim Robbins, Susan Sarandon, Jamie Foxx und Faris Al-Sultan ein. Obwohl Arnold Schwarzenegger Gespräche mit den Anwälten des Verurteilten führte, lehnte er das Gnadengesuch ab. Auch der Oberste Gerichtshof der USA sprach sich kurz danach gegen eine Begnadigung aus.

Williams wurde am 13. Dezember 2005 um 0:35 Uhr Ortszeit (9:35 MEZ) mit der Giftspritze hingerichtet. Als Henkersmahlzeit hatte er sich nur ein Glas Milch gewünscht.

Laut seinem letzten Wunsch, wurde seine Asche durch seine Anwältin in Süd-Afrika verstreut, womit er wieder zu seinen "Wurzeln" zurückkehren wollte.


Tookie Williams 1953-2005
Tookie Williams Tribute

Zu Unrecht wird oft angenommen, dass der R&B-Sänger Charles Wright sein Vater ist. Doch bis auf den Song Express Yourself, den Eazy mit N.W.A sampelte, hatte dieser nichts mit Eric Wright zu tun. In seiner Jugend legte sich Eazy, damals noch als "Casual" bekannt, ein kriminelles Image zu. Nach eigenen Angaben dealte er während und nach dem Schulabschluss mit Drogen um mit dem Erlös von ca. 500.000,- $ sein eigenes Plattenlabel Ruthless Records zu finanzieren und um den Musik-Manager Jerry Heller zu bezahlen. Zu dieser Zeit kam die Droge Crack auf den Markt, dessen Potenzial Eazy wohl sehr früh erkannt haben musste. Zusammen mit Ice Cube, Dr. Dre, DJ Yella MC Ren und einigen Freunden veröffentlichten sie unter dem Namen N.W.A. (Niggaz With Attitudes) 1987 sein erstes Album N.W.A. and the Posse. Der Erfolg stellte sich erst mit dem darauffolgenden Album Straight Outta Compton ein, auf welchem eine Hip-Hop Cover-Version von Charles Wrights Express Yourself die B-Seite eröffnete.

Die Texte der Rapper sind genretypisch hart und frauenfeindlich. Zu den bekanntesten Liedern zählt unter anderem der Song "Fuck Tha Police", in dem das rassistische Verhalten der Polizei von Los Angeles gegenüber der afro-amerikanischen Bevölkerung angeprangert wird.

Kurz nach Straight Outta Compton veröffentlichte Eazy-E seine erste Solo-LP Eazy-Duz-It, welche mit Doppel-Platin ausgezeichnet wurde. 1989 verließ Ice Cube N.W.A , woraufhin Eazy-E den größten Teil seiner Rap-Passagen für Niggaz 4 Life (rückwärts Efil4zaggin) (1991) übernahm. Kurz darauf brach N.W.A. auseinander, was ein langwieriges Gerichtsverfahren zwischen den Beteiligten von N.W.A., Heller, Ruthless Records und Death Row Records (Suge Knight) nach sich zog. Dr. Dre machte sich auf seinem Solo-Debüt The Chronic in mehreren Liedern über Eazy-E lustig. Dieser konterte mit Songs wie "Real Muthaphuckkin G's" (mit BG Knocc Out & Gangsta Dresta) oder "It's On", welche beide auf seiner "It's On (Dr. Dre) 187um Killa" EP vertreten sind. Ruthless Records wurde ebenfalls erfolgreich mit Above the Law, und Bone Thugs-N-Harmony.

Anfang 1995 wurde bei Eazy-E Aids diagnostiziert. Er starb am 26. März 1995, kurz nachdem er mit Ice Cube Frieden geschlossen hatte. Str8 Off tha Streetz of Muthaphukkin Compton wurde nach seinem Tod veröffentlicht, gefolgt von zuvor nicht veröffentlichtem Material unter dem Namen Impact of a Legend. Eazy-E war Vater von mindestens neun Kindern von sieben verschiedenen Frauen. Sein erster Sohn wurde 1985 geboren. Dieser ist ebenfalls MC und unter dem Pseudonym "Lil' Eazy-E" bekannt.

Bis heute gilt Eazy-E als der Pate des Gangsta Rap und als Mitbegründer der erfolgreichen G-Funk Ära und ging nicht zuletzt deshalb als eine der schillerndsten aber auch ehrlichsten Figuren in die Rap-Geschichte ein. Sein Andenken halten mittlerweile Bone Thugs-N-Harmony und die neuen Ruthless Records-Künstler in Ehren.

Zudem hat er von den Machern der GTA Spielserie eine Rolle in GTA: San Andreas erhalten. Dort wird er als Gangmitglied "Ryder" aus Ganton (Compton) dargestellt.


Eazy-E 1963-1995
Eazy-E Tribute

Tupac Shakur wuchs als Sohn von Afeni Shakur in schwierigen Verhältnissen auf. Seinen leiblichen Vater lernte er nicht kennen. Sein Stiefvater, Dr. Mutulu Shakur – Bruder der Bürgerrechtlerin Assata Shakur und Vater von Tupacs Halbschwester – wurde nach einem Banküberfall zu 60 Jahren Haft verurteilt. Den Großteil seiner Jugend verbrachte Shakur mit seiner Mutter und seiner Halbschwester in ständig wechselnden Unterkünften in New York. Seine Eltern waren Anhänger der Black-Panther-Bewegung, welcher der Rap-Musiker den Namen Tupac Amaru verdankt – eine Anspielung auf einen Freiheitskämpfer der Inka-Zeit.

1986 zog Afeni Shakur mit ihren Kindern nach Baltimore, Maryland in eine zum Großteil weiße, bürgerlich geprägte Nachbarschaft. Dort besuchte Shakur die Baltimore School for the Arts. Er belegte Kurse in Literatur und Ballett, las viel und spielte Theater. Gleichzeitig fing er an zu rappen. Obwohl er seiner sozialen Herkunft wegen ein Außenseiter war, bezeichnete er später bei vielen Gelegenheiten die Jahre in Baltimore als die glücklichsten seines Lebens; er sah sich gegenüber den anderen Jugendlichen in seiner Nachbarschaft als vom Schicksal privilegiert und erkannte die Bedeutung von Bildung. Im Jahre 1988 zog seine Mutter jedoch zwecks Arbeitssuche an die Westküste und ließ sich dort in Marin City, Kalifornien nieder. Damit entwurzelte sie den nach einer Vaterfigur suchenden Shakur ein weiteres Mal. Tupac selbst sah den Umzug und seinen damit verbundenen Schulabbruch rückblickend als entscheidenden Punkt „where I got off track“ („an dem ich auf die schiefe Bahn geriet“).

In den Ghettos von Oakland schaute er zu den erfolgreichen Zuhältern und Drogenhändlern seines Viertels auf und versuchte sich schließlich selbst im Drogenhandel. Gleichzeitig aber kam er mit Leuten aus dem Musikgeschäft zusammen, die ihm zu einem losen Engagement als Roadie, Tänzer und schließlich auch Rapper bei der Rapgruppe Digital Underground verhalfen. Mit einem Auftritt in dem Digital-Underground-Titel „Same Song“ machte er auf sich aufmerksam und erhielt seinen ersten Soloplattenvertrag bei der Firma Interscope Records. 1991 veröffentlichte Tupac Shakur sein erstes Album 2Pacalypse Now. Zwei Jahre später folgte Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. Neben der Musik trat Shakur in einer Reihe von Filmen auf.

Wiederholte Gewaltdelikte brachten ihm zudem eine Reihe von Gerichtsverfahren ein. Auf der anderen Seite war Shakur sozial engagiert – er richtete z. B. ein Sorgentelefon für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche ein.

Shakur, der sich in Anspielung auf den berühmten florentinischen Staatstheoretiker des 15. Jahrhunderts, Niccolò Machiavelli, Makaveli nannte, geriet in eine Reihe gewalttätiger Auseinandersetzungen. 1994 wurde er angeschossen, als er sich mit Christopher Wallace – besser bekannt als „The Notorious B.I.G.“ – und Sean Combs alias Puff Daddy in den Time Square's Quad Recording Studios von New York traf, um einen neuen Titel einzuspielen. Er wurde von fünf Schüssen getroffen, einer davon traf ihn am Kopf. Er überlebte den Angriff und beschuldigte Combs und Wallace für das Attentat, was der Beginn der sog. East-Coast-vs.-West-Coast-Fehde wurde. Im Jahr 1995 wurde Shakur wegen sexueller Belästigung zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, er verbüßte jedoch nur elfeinhalb Monate, da er vom Chef des Labels Death Row Records, Suge Knight, für 1,4 Mio. US-Dollar Kaution ausgelöst wurde. Im Gefängnis schrieb Shakur das Drehbuch Live 2 Tell, das vom Ausstieg eines Drogenkönigs erzählt. Die Dreharbeiten zum Film sollten angeblich März 2006 beginnen und von seiner Mutter als Produzentin überwacht werden.

Tupac Shakur wurde am 7. September 1996 in Las Vegas erneut angeschossen, nachdem er sich mit Suge Knight und mehreren Freunden einen Boxkampf im MGM Grand Hotel angesehen hatte. Am 13. September erlag er dann den Schussverletzungen. An einer roten Ampel, Ecke East Flamingo Road/Koval Lane, fielen Schüsse auf den schwarzen BMW 750i, in dem sich der Rapper befand. Vier Kugeln durchschlugen die Reifen, fünf die Beifahrertür und drei Projektile zerschlugen die Fensterscheiben. Die Kugeln trafen Shakur in die Brust und zerrissen seine Herz-Lungen-Arterie, eine Kugel ging durch die rechte Hüfte in den Unterleib, die zweite in die linke Hand. Der ebenfalls sich im Wagen befindende Suge Knight erlitt einen Streifschuss am Kopf.

Bis heute ist der Mord ungeklärt. Orlando Anderson, der als Hauptverdächtiger galt, wurde am 29. Mai 1998 in Los Angeles erschossen. Er war kurz vor der Tat von einer Gruppe um Shakur zusammengeschlagen worden, weil er ein Mitglied des Labels Death Row Records ausgeraubt haben soll. Dies wurde als Motiv vermutet. Die Körperverletzung war von Überwachungskameras aufgezeichnet worden und führte später zu empfindlichen Strafen für Mitglieder der Gruppe. Die Täterschaft Andersons und die Frage, ob tatsächlich Rache sein Motiv für die tödlichen Schüsse gewesen sein könnte, bleibt offen. Der einzige Zeuge, der den Attentäter beschreiben konnte, war Shakurs Cousin Yafeu Fula, Mitglied der Outlawz (als Yaki Kadafi). Fula starb jedoch im November 1996 an den Folgen eines Kopfschusses.


Tupac 1971-1996
Tribute Tupac
Homepage Erstellung und Pflege: Superweb Homepage-Erstellung