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Anleitung zum Hochglanzpolieren


Schritt I:

Sollte das zu bearbeitende Teil mit Öl oder sonstigen Verschmutzungen versehen sein müssen diese vorab entfernt werden.,Am besten eignen sich hierfür Universalverdünnungen. Tragen Sie hierfür einfach die Verdünnung mit einem Pinsel auf und Waschen Sie das Werkstück sauber. Lackierte Motorblöcke o.ä mit Abbeizer behandeln, damit der Lack runterkommt. Dazu das Werstück mit Abbeizer einschmieren und dann in Frischhalte-Folie wickeln. Nach 2 Stunden, Abbeizer abwischen und Lack abkratzen.

Schritt II:

Wenn Sie Glück haben liegt jetzt vor Ihnen ein Werkstück mit einer fast Glatten Oberflächenstrucktur (ahnlich wie das Felgenbett einer Felge). Meistens ist es jedoch der Fall das die Oberfläche relativ Rau ist und diese geschliffen werden muß. Sie können gerade Oberflächen problemlos mit einem Exzenterschleifer bearbeiten. Achten Sie jedoch darauf das Sie keine zu grobe Körnung des Schleifpapieres wählen. Wir empfelen Ihnen kein gröberes Papier als ein 240er Korn zu verwenden. Beachten Sie das Sie alle Kratzer bzw. tiefen Riefen die Sie durch das Schleifpapier verursachen auch wieder ausschleifen müssen. Sehen Sie daher davon ab mit einem 80er Korn zu arbeiten, nur weil man damit schneller voran kommt. Wenn Sie die Oberfläche glatt geschliffen haben verwenden Sie immer feinere Körnungen. Es empfiehlt sich bis zu einem 600Korn mit dem Exzenterschleifer zu arbeiten und bei anschließenden feineren Körnungen mit der Hand Naß zu schleifen. Die zu verwendenden Körnungen lauten wie folgt: 240er,400er,600er,600er nass, 800er nass, 1200 nass. Wenn Sie diese Schritte durchgeführt haben sollten Sie nun ein glattes Werkstück mit nur ganz feinen Kratzern vor sich liegen haben. Beachten Sie bitte das sich tiefere Kratzer zwar auch  beim Polieren ausschleifen lassen. Jedoch kann dies dazu führen das die Oberfläche des Werkstückes wellig geschliffen wird und Störquellen im Polierbild entstehen. Wir raten Ihnen daher in jedem Fall dazu die Vorarbeit so gründlich wie möglich zu machen damit Sie sich später nicht ärgern, wenn doch noch der eine oder andere Kratzer zu sehen ist.


Schritt III:

Verwenden Sie am besten mittelharte Tuchscheiben für das Vorpolieren des Werkstückes in Verbindung mit einem Schwarzen oder Braunen Polierwachs, wobei ein brauner Wachs weniger Schleifanteile enthält. Der Polierwachs wird immer auf die Polierscheibe und nicht auf das zu polierende Werkstück aufgetragen. Halten Sie den Wachs hierzu ca. 3 sec an die rotierende Polierscheibe. Das Polieren erfolgt nun in kreisenden Bewegungen, je nachdem wie Sie polieren, führen Sie das Werkstück zur  Scheibe (Polierbock, Schleifbock) bzw. die Scheibe zum Werkstück ( nicht fest installierte Bohrmaschine oder biegsame Welle ). Denken Sie daran, dass bei einem Polierbock immer unter der Polierscheibe poliert wird. Verwenden Sie nicht zu viel Wachs, in diesem Fall gilt nicht die Regel viel hilft viel. Wenn Sie merken das die Schlei/Polierwirkung nachlässt tragen Sie erneut Wachs auf die Polierscheibe auf. Achten Sie darauf das Sie keinen allzugroßen Druck ausüben da Sie das Werkstück sonst unter Umständen wellig Schleifen können. Sie sollten das Werkstück so lange vorpolieren bis alle Kratzer vom vorangegengenen Naßschleifen verschwunden sind.

Schritt IV:

Sie können das Werkstück vor dem Glanzpolieren mit Verdünnug reinigen um Wachsreste vom Vorpolieren zu entfernen. Es wird für diesen Arbeitschritt wird ausschließlich der braune Wachs genutzt, dieser dient dazu feine Kratzer vom Vorpolieren zu beseitigen und dem Werkstück einen hohen Glanzgrad zu geben. Verwenden Sie zum Glanzpolieren eine mittelharte oder weiche Scheibe. Achtung benutzen Sie unbedingt eine neue Scheibe bzw. nicht die Scheibe mit der Sie Vorpoliert haben da sich immernoch Schleifkörper des schwarzen Wachses auf der Polierscheibe befinden. Die Anwendung des braunen Wachses erfolgt genauso wie in Schritt 3 beschrieben, Sie sollten jetzt jedoch mit sehr wenig Druck arbeiten um die Bildung neuer Kratzer zu verhindern. Sie werden schnell feststellen, das wenn Sie alle Vorarbeiten sauber erledigt haben sich nach kurzer Zeit bereits ein ordentlicher Glanzgrad einstellt. Sie sollten so lange Vorpolieren bis sich ein schöner für Sie akzeptabeler Glöanzgrad einstellt. Achten Sie darauf das das Werkstück nicht zu warm wird um Schlierenbildung zu vermeiden. Anschliessend mit einem Lappen trocken abputzen, kein Wasser, Reiniger oder Verdünnung verwenden!

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