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Du meinst mich zu kennen? Dann sag mir  doch mal was du in mir siehst?
Ich? - Ich habe millionen Fragen dessen Antworten niemand kennt. Ich habe immer was zu tun, jedenfalls scheint es so und meiner Meinung nach hat der Tag ein paar sehr viele Stunden zu wenig. Ich sitze oft stundenlang gedankenverloren da und weiß nicht genau ob wirklich Stunden oder nicht doch vielleicht nur Minuten vergangen sind. Ich liebe es zu schreiben und das Gefühl zu haben mich selbst dabei beobachten zu können. Mir gefällt das Bild, wie ich mich von der Seite da sitzen und schreiben sehe. Ich liebe es Texte von anderen Menschen zu lesen und dabei das Gefühl zu habe sie lesen aus meinem Tagebuch vor. Oft rege ich mich über die dämlichsten Kleinigkeiten auf und verzeihe denen um mich rum Fehler, für die andere sie wahrscheinlich umgebracht hätten. Ich werde als lieb, süß und zu gut für diese Welt beschrieben während mich andere Schlampe, Miststück und eingebildet nennen. Ich liebe es zu feiern und genieße die Ruhe. ich bin immer so wie ich nicht sein will und entdecke mich täglich mehrmals neu. Ich liebe es mich neu zu erfinden und hasse es wenn andere behaupten mich zu kennen. Denn die wahrheit ist, dass ich gerade selber dabei bin mich kennen zu lernen und nicht einmal mit Gewissheit behaupten kann mich zu mögen. Ich bin ständig überfordert mit meinen Gedanken und den Dingen die ich tue, ...
also wenn ich selbst nicht einmal genau weiß wer ich bin, wie kann dann jemand mit gutem Gewissen behaupten mich zu kennen?

Ich sitze hier und will schreien. Da wo meine Gedanken gerade sind, sind so viele Worte. Sie überschlagen sich, schwappen über und man verliert den Überblick. Ich verliere den Überblick. So gerne würde ich begreiflich machen was ich denke, wie ich mich fühle, was mich bedrückt. Würde sie es so gerne verstehen lassen, es mich verstehen lassen. Ordnung.- Dass Einzige was mir momentan fehlt. Ordnung in meinem kopf, in meinen Gedanken, meinen Gefühlen. Ordnung in meinem Leben. Wieso ist eigenltich immer alles ein so Ewiges hin und her? Wieso muss sich alles, an das man sich gerade erst wieder mit so viel Mühe gewöhnt hatte, verändern? Wieso stelle ich mir immer so viele Fragen? Um mich rum, Familie und Freunde, scheint sich niemand so viele Gedanken zu machen wie ich. Schon gar nicht über so Themen wie ich es für gewöhnlich immer tue. Wenn es wirklich nur an mir liegt, das alles so kompliziert ist und irgendwie alles irgendwann schief läuft...warum kann ich nicht einfach aufhören? Wo ist dieser Abschaltknopf von dem doch immer alle reden?
Das Chaos lässt grüßen, es möge doch bitte endlich aus meinem Leben abgeholt werden.

Dieses Gefühl, wenn jemand ganz kurz deine Gedanken streift. Ein kurzes aufflackern eines Gesichtes vor dem inneren Auge. Nur einen Moment lang bist du unaufmerksam, abgelenkt und schon *puff* ist diese Person total präsent. Du hast dich so bemüht nicht an sie zu denken, hast dich abgelenkt und alles dagegen getan und alles umsonst, nur wegen einem kurzem Moment der Schwäche. Ganz egal was du tust...die Erinnerung bekommst du nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder Lieder, Orte, Worte selbst Töne die dich an diesen Menschen erinnern.
Die Gedanken sind das einzige Paradies aus dem wir nicht vertrieben werden können. - Richtig. Aber sie sind auch das einzige Gefängnis aus dem wir uns nie befreien können.

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