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ERWARTUNGEN VON HOCHBEGABTEN

Von hochbegabten Kindern wird häufig erwartet, dass sie sich in der Schule durch herausragende Leistungen auszeichnen. Das ist bei vielen, aber nicht bei allen hochbegabten Kindern der Fall. Häufig sind leider erst Auffälligkeiten in Familie, Kindergarten oder Schule Anlass für Eltern, Erzieher und Lehrer sich mit dem Thema "Hochbegabung" auseinander zu setzen.


DAS IST LEA UNSER MASKÖTCHEN

langeweile

Das kennt ihr doch sicher: Vorne leiert der Lehrer den Stoff herunter, ein Schüler nestelt am Federmäppchen, einer kritzelt ins Heft und ein anderer gähnt. In der letzten Reihe tuscheln Sitznachbarn, der Lärmpegel steigt, ein Papierflieger kreist über den Köpfen. Ein Klima, das richtiges Lernen wirklich nicht fördert und doch ist das in vielen Klassenzimmern Alltag. Langeweile widerspricht der Vorstellung einer Schule, in der die Lehrer uns mit alltagsnahen Inhalten begeistern sollen, sie sollten uns von einem spannenden Projekt zum nächsten begleiten. Die Realität ist oft: Wir hängen auf unseren Sitzen und langweilen uns. Und bleiben wir ruhig, kümmert es kaum unsere Lehrer, ob wir jetzt aufpassen oder nicht. Die Langeweile  ist ein zentrales Problem der Schule. Weil Lernen nicht funktionieren kann, wenn die Gedanken der Lernenden andauernd abschweifen. Es heißt auch deshalb nicht ohne Grund: ,,Wer ohne Begeisterung lernt, tut das nicht nachhaltig. ‘‘
Man hat erforscht wie die Schüler langweile erleben das Ergebnis: 36 Prozent schalten ab, zwölf Prozent werden aggressiv. Die Forscher haben auch herausgefunden, dass die so genannte „kalibrierende Langeweile“ am meisten verbreitet ist. In diesem Zustand sind die Schüler weitgehend passiv, für neue Anregungen aber durchaus offen. Häufig wissen sie schlicht nicht, was sie tun sollen. Die Lehrer hätten dann eine gute Chance, diese Schüler zu motivieren. Diese Chance wird zu wenig genutzt. Das finden zumindest die Schüler. Von den mehr als hundert Realschülern, die die Forscher zu jeweils einer Schulstunde interviewten, beschwerte sich jeder Vierte, der Lehrer rede im Unterricht zu viel. 17 Prozent klagten, sie müssten zu viel schreiben, 14 Prozent fühlten sich nicht genügend einbezogen. Viele Schüler wünschen sich einen anschaulicheren Unterricht mit Filmen und Versuchen, Gruppenarbeit und Spielen. Doch das gelingt meistens nicht, da die Schüler bei den Gruppenarbeiten meist zu sehr aufdrehen, aber dennoch ist es ein Versuch wert.
Also noch mal ein ernstes Wörtchen an Sie, unsere Lehrer: Wenn Sie den  Langweile-Pegel in ihrer Klasse senken wollen, dann denken sie doch mal über das Genannte nach, ob sie es umsetzen können oder wollen.  
                 

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