Und plötzlich alles Azurblau. Ich steh' im Wasser, in meinen Tränen, ich ertrinke. Ich ertrinke, verdammt! Warum holt mich hier keiner raus? Sie stehen alle in einem Kreis um mich herum und schaun' mich dumm an. Keiner lacht, keiner weint. Sie schauen mich nur dumm an. Als würden sie mich nicht kennen. Während ich mit den Armen rudere und versuche hier rauszukommen, sehen sie mir dabei zu. Verächtlich. Und ich war euch schon immer egal. Und das Wasser steigt, der Zorn steigt mit, sie liefern sich ein Rennen. Das Wasser gewinnt und nimmt mir die Luft. Und von oben die Blicke. Vielen Dank, dass sie mir beim Sterben zusehn', beehren sie uns bald wieder.
Feuerrot. Ich stehe in Mitten von Flammen. Alles fängt Flammen. Ich brenne zuerst. 'Habt mein Leben angezündet. Ich versuche noch, zum Feuerlöscher zu hechten, doch alles zerfällt zu Staub, genau wie der Feuerlöscher. Erinnerungen verbrennen nacheinander, wie alte Fotos, im Feuer. Sie werden erst immer schwärzer und schwärzer und dann zerbröseln sie einfach. Ihr zerbröselt vor mir. Einfach so.
Goldgelb. So hell, scheinend wie tausend Sonnen. Und doch sehe ich nur dein Gesicht, und die Augen Goldbraun. Hab' mich 'drin verloren. In dir und deinen Augen. Alles schimmert um mich herum. Und ich weiß nicht, wo ich bin, alles was ich sehe, sind deine Augen. Und rechts ist das Wasser und links das Feuer, und es kommt alles auf mich zu. Doch da ist deine Hand, und ich greife sie. Ich lass' mich rausziehen. Alleine wäre ich ertrunken oder verbrannt, wie meine Selbstachtung und die Erinnerungen, und doch warst du da. Und das hat geholfen.