Viele Menschen glauben, dass wenn sie das ewige Leben erhalten haben, alle ihre Probleme hinter ihnen liegen.
Aber auch Menschen mit einer guten Beziehung zu Gott können in Depressionen verfallen.
Trauer, Familienprobleme, Krankheit, Behinderungen, Unfälle, finanzielle Probleme und chronische Schmerzen sind nur einige Dinge, mit denen auch Christen in ihrem Leben umgehen müssen.
Es ist einfach zu denken „wenn ich wirklich Gottes Kind bin, kann mir nichts Schlimmes zustoßen“. Und doch passieren schlimme Dinge, auch Kindern Gottes.
Sogar Jesus musste Traurigkeit erfahren, als sein Freund Lazarus gestorben ist.
Menschen mit Depressionen müssen sich oft anhören, dass nur der Wille reichen würde, und dass dieser Schwermut nur käme, wenn man nicht richtig glauben würde. Diese Aussagen drücken den Kranken noch mehr nieder, denn sie sind oft wie gelähmt in ihrer Depression und fühlen die Gegenwart Gottes gar nicht mehr. Deshalb fühlen sich die Kranken von Gott verlassen. Sie empfinden Schuld, und es ist ihnen nicht bewusst, dass die Gefühlsleere, Auswirkungen einer Depression ist. Auch wenn Gott in diesen Momenten nicht spürbar ist, ist er trotzdem immer da.
Doch der weiterwährende Glaube kann für den kranken Menschen eine sehr große Hilfe sein, denn vor Gott müssen wir keine besonderen Leistungen erfüllen.
Wir können vor Gott so kommen wie wir sind, da er keine menschlichen Wertvorstellungen hat, denen wir entsprechen müssen. Wir brauchen nicht besonders stark oder intelligent sein, brauchen nicht reich oder besonders schön sein, müssen auch nicht schlank oder redegewandt sein.
Wir müssen uns nicht beweisen mit Erfolg und Auszeichnungen und auch nicht mit menschlichen Anerkennungen in unserem Beruf. Wir müssen auch nicht die Erwartungen von freiwilligen Dienstleistungen in einer Kirche erfüllen.
Gott liebt uns genau so, wie wir jetzt vor ihm stehen. Unser Glaube allein genügt.