Geschichte
In Lateinamerika, vor allem in Puerto Rico, Costa Rica und Kuba ist der Salsa aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Alle hören ihn, fast alle tanzen ihn und es gibt nur wenige Discos, in denen er nicht gespielt wird. Doch die Geburtsstätte dieser Musik ist erstaunlicher Weise nicht in Süd- sondern in Nordamerika zu suchen. Denn während die Zutaten zur "Salsa" vorwiegend aus dem karibischen Raum stammen, so wurde sie letztlich im "Hexenkessel" von New York gebraut. Nämlich im "El Barrio", dem lateinamerikanischen Viertel der Stadt, wo während den 60er und 70er Jahren vor allem kubanische Immigranten die Klänge aus ihrer Heimat, wie zum Beispiel den "Son" oder den afrikanischen Rhythmus des Rumba mit dem Jazz zusammenbrachten und so den Salsa schufen. So wird auch verständlich, dass es sich dabei anfangs um sozial und politisch sehr engagierte Musik handelte. Geht es heute in den meisten Liedertexten um die Liebe, so waren es zu Beginn eher Themen wie soziale Ungerechtigkeit, Diskriminierung, finanzielle Not und Trostlosigkeit, die verarbeitet wurden. Inzwischen hat sich der Salsa aber nicht nur in Südamerika und Europa verbreitet, man findet seine Liebhaber auf der ganzen Welt. Es gibt Salsa Clubs von Schweden bis Australien; und aus Japan kommt sogar ein bekanntes Salsa-Orchester: das "Orquestra de la Luz".
Salsa