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Verliebt

Sie war immer verliebt. Verliebt in das Gefühl der umherflatternden Schmetterlinge in ihrem Bauch, verliebt in diese unbeschreibliche Leichtigkeit, die sie jedes Mal erfasste, wenn es geschah. Bis sie den Einen traf.
Mit einem Schlag änderte sich alles für sie. Es gab nur noch Ihn und la belle Tristesse, die sie durchlitt, weil er sie nicht einmal anschauen konnte. Bis zu jenem Tag, als er sie nach der Uhrzeit fragte. Sie lud ihn spontan auf einen Kaffee ein und er sagte gern zu. Sie verstanden sich prächtig und der Kaffee wurde zu einem Abendessen. Bis das Lokal schloss redeten sie miteinander. Übereinander. Durcheinander.
Doch niemals aneinander vorbei. Als der Abschied kam, tauschte man Telefonnummern und verabredete sich für den Folgetag. Dieses Spiel ging über mehrere Wochen. Ihre Gefühle für ihn wuchsen mit jedem Tag, den sie mit ihm verbrachte, mit jeder seiner ihr geltenden, nach sommerduftenden Bewegungen. In ihren Gedanken erwiderte er alles, was sie ihm gab. Schenkte es ihr tausendmal mehr noch zurück.
Und der Tag des Geständnisses kam. Er konnte nicht verstehen. Man mag sich, ja, es sei eine so tiefe Verbindung, ja, aber lieben könne er sie nicht. Niemals. Nein, nicht einmal auf ihr Bitten. Es tue ihm so leid. Man könne jedoch weiterhin befreundet sein.
Und er meinte es so, wie er es sagte.
Ihre Welt brach zusammen, sie wollte ihm nicht zuhören, ihn nicht verstehen. Sie konnte es nicht.
Ab diesem Tag ging ihr Gefühl abhanden. Er war der Erste, der ihr Herz betrat.
Aber er war auch der Letzte.

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