login   anmelden   
 
Ja   nein   

Montag, 09.08.2010 Christchurch (Südinsel)

Ein herziges Brrrr aus Neuseeland,

Um genau zu sein, aus Christchurch. Ja letztens hat Madame Langhoff noch große Tönchen gespuckt, wie wunderbar warm es im Campervan ist, aber jetzt ei der Dautz, es ist mal ordentlich kalt. Bibber, bibber, auch mit volle Pulle Heizung und so. Wahrscheinlich wurden einfach zu viele Wetternadeln in unsere Vodoopuppen gesteckt, nachdem wir euch immer so die Nasen lang gemacht haben, mit unseren lecker schmecker Strandfotos. AAAber ansonsten ist schön. Hm, najaaa, wenn es halt gerade NICHT regnet und da sind die Intervalle halt auch nicht mehr so dolle wie auf der Nordinsel. Nun ja, wie heißt es so schön, wenn dir das Leben eine Zitrone schenkt, dann frag nach TEQUILLAAAA, ne Quatsch, aber wir machen natürlich das Beste aus der Witterung.

Allerdings war das Wochenende komplett verregnet und daher war es schwer sich mal was anzuschauen. Am liebsten wollte man nur eingekuschelt unter der Decke liegen, na ja wollte ist gut, die meiste Zeit haben wir das auch getan. Nur blöd sind dann ja so Sachen wie:
Austreten gehen, oder Duschen.
Wobei Duschen wird ganz klar überschätzt….
Ja und mit dem Austreten ist dann auch nicht unbedingt so prall, wenn es Hunde und Katzen regnet und der halbe Campingplatz deiner ist, bist du mal am Abort angelangt bist. Aber da kennt die Natur nix. Ich bin allerdings jetzt auch Meisterin in 8-9 Stunden aushalten, bis dann die Limo fast aus den Augen kommt. Aber in der Nacht alleine da über den Platz huschen, ochhneeee… der Janni schaut zwar mir immer fein aus dem Auto hinterher, aber so richtig gut fühlt sich das alles nicht an. Ich bin ja eh so ne Schissbux.
Letztens war ich dann auch noch einmal kurz vor Heija machen Zähne putzen und mal für die kleinen Reisenden und Jan hatte angekündigt, kurz die Zahnpasta am Damenabort abzuholen. Ich also grad in so ner kleinen Kabine, da hör ich Schritte. Klar kann nur der Janni sein, denn ansonsten war ja niemand auf dem Campingplatz… ich hör immer noch Schritte: “Jaaaan” - keine Antwort - “ha ha Janni, toller Witz” - immer noch keine Antwort - meine Stimme wird schriller “Jaaaaaaan” - und dann aus dem Nichts eine kleine Piepsstimme “sooorry”. Ich schließ die Tür auf, da steht da eine kleine liebe Dame im Alter von ungefähr 15 und schaut genauso erschrocken wie ich. Die hatte sicherlich Schiss vor mir, wie ich da rumgeschriehen habe, ja ihre Familie war fünf Minuten vorher angereist. Wer rechnet noch mit solch späten Gästen.

Ansonsten hat der Regen natürlich zur Folge das unser Campervan von innen ausschaut, als hätten wir ein ehrenamtliches Schlammcatchen veranstaltet, aber was soll es, es gibt wirklich schlimmere Dinge.
Wir werden uns also noch einmal langsam Richtung Schnee begeben, ist zwar auch ne kalte Angelegenheit, sieht aber zumindest etwas schnittiger aus. Also Schlammcatchen adee, hallöchen Schneeballschlacht.

Vielleicht noch eine kurze Randbemerkung an die Gottwald-Ramzam-Jasag-Festivität. Sehr schön das beide Ja gesagt habe Rüni, auf Hochzeiten ist es dann noch in den meisten Fällen gut so. Schade das auf der Robbie Williams Hochzeit auch beide Ja gesagt haben, aber ich wollte Robbie eh nicht mehr, hab mich ja für Reiseikone Janni Brungs entschieden. Ne schön das ihr so mordmäßig gefeiert habt, einen herzlichen Dank senden wir natürlich auch an Herrn Beisicht, der laut Braut, uns so wunderbar vertreten hat. Und Rüni wir nehmen dich beim Wort, was die Nummer mit der Einnahme einiger Kölschchen anbelangt.

Und noch einen kleinen Gruß an die Adams-Familie: wir sind natürlich auch schon ganz gespannt auf eure kleine Maus.

So, wie sagt Jan so schön, wir haben hier immer : Coldfinger… meine fühlen sich zumindest sehr kalt an. Also genießt den Sommer ihr Süßen.

P.S. da jetzt doch so einige immer mal fragen, folgender Finalablauf
Ende August zurück nach Fidschi,
23.09. Nach Sydney
27.09. Nach Peking
30.09. Nach Frankfurt
Und Dann Ende aus, Reisemaus!

Pfürti, und genießt die Ruhe, bevor wir wieder at home sind.

Und an alle Bierbörsengänger ein gesegnetes Kölsch und jutes Wetterchen Liebelein.

Küsse, Karma und kalte Kiwis,

Reisestar Janni Brungs und his Groupie Nina

Samstag 31.07.2010 Hahei

Ja ihr Lieben,

heute in zwei Monaten sind wir bereits wieder auf deutschen Boden. Bis dahin heißt es natürlich nur genießen, genießen, genießen. Wir haben uns mit unserem unglaublich tollen Campervan nun vier Tage hier in Hahei plaziert. Eine Pazelle direkt am Meer und der unglaublich tollen Aussicht am Morgen wenn man aufwacht. Das Wetter war so freundlich und hat die letzten Tage auch noch ganz bezaubernd mitgespielt, erst heute hatte sich mal eine Wolkenfamilie über uns ausgelassen, aber das macht nichts, denn in diesem Campervan ist es muckelich warm. Ja wenn wir da an unsere erste Bruchschüssel in Australien denken, freuen wir uns jeden Tag aufs neue, diesen Van für diesen unschlagbaren Preis bekommen zu haben. Gestern stand ein Paar mit besagter schlechter Erstversion aus Australien direkt neben uns. Die armen Schweinchen: können im Van nur schlafen oder fahren, Essen muss draußen vertilgt und noch schlimmer, draußen zubereitet werden. Ach das kannte ich doch noch gut: erst einmal Kofferraum aufmachen, den Campingkocher aufstellen und an die Gasflasche anschließen, die Kühlbox - kein Kühlschrank (he he) herausholen und dann draußen alles schnippeln und vorbereiten. Nun im Sommer, bei Nichtregentagen ist das ja noch irgendwie vertretbar, aber bei diesen frosteligen Temperaturen, ging mir schon ein Lächeln ab, als ich die zwei armen Seelen beobachtete und dabei gerade in unserer Küche Spiegeleier und Kaffee zubereitete. Ich hatte echt Mitleid. Wir können hier an unserem Tisch sitzen Fernsehen oder DVD`s schauen und dabei lecker schmecker unsere Hausmannskost vertilgen. Heute Abend gibt es Ninas Spezialrezept: Butternudeln mit Ketchup. Ja ich versteh schon, ihr fragt euch gerade, Alter wo hat sie nur dieses Rezept her, ich kanns euch sagen, es hat mich größte Mühen abverlangt dem Michelinkoch dieses Rezept aus dem Kopftoch zu leiern, daher habt Verständnis das ich es hier nicht veröffentlichen kann. Aber eins sei gesagt, der Ketchup muss ganz frisch sein.

In den letzten Tagen haben wir dann unsere Reisetagebücher mal wieder auf Vordermann gebracht, Fotos sortiert und all solche Scherze, mei, da fällt einem erst einmal auf, was mann so die letzten zehn Monate alles erlebt und gesehen hat.

Neuseeland auch noch jetzt mitzunehmen ist unglaublich. Wir hatten ja immer noch gehofft das wir auch noch die Kiwis besuchen und hatten es uns wunderschön vorgestellt, aber was wir bis dato gesehen haben, ist weit besser als jede Vorstellung. Die Landschaft bezaubert einfach nur und wir haben ja noch garnicht soooviel gesehen. Janni hofft ja ganz stark das wir an seinem Wiegenfest in einem Skigebiet sind und die weiße Pracht bestaunen können. Wäre dann für Jan das erste Mal Geburtstag im Schnee. Durch die Nebensaison sicherlich noch ein wenig verstärkt ist Neuseeland ne ziemlich ruhige Kiste, selbst Auckland als größte Stadt hat vielleicht einige Bars und Kneipen, aber wer für außergewöhnliches Nachtleben verreist, wird wohl in Neuseeland nicht glücklich werden, aber wir haben unsere Ausgehaktivitäten eh auf Deutschland verschoben, wir alten Discogänger, he he... ja ne, sind wir auch nicht. Aber um auf einige Bierchen auszugehen, kann unter Umständen in Neuseeland nach der Happy Hour auch ne ziemlich kostspielige Angelegenheit werden. Wir haben im Van immer einen kleinen Vorrat an Wein. Jan hatte ja schon gehofft im Supermarkt Glühwein zu finden, aber mit warmen Wein können die Kiwis dann doch nichts anfangen und ich weiß echt nicht, ob es sich lohnt, für die paar Wochen all die Zutaten zu besorgen, aber vielleicht bekommt Jan ja doch noch eine kleine Geburtstagsüberraschung, mal sehen, ob ich beim nächsten Beutezug im Supermarkt nicht doch noch etwas ähnliches wie Glühwein finde (gut das ich weiß das er meine Berichte nie liest, ich lese sie ihm immer nur vor, von daher lass ich die Passage mal weg, hi hi).

Unsere erste Wanderung haben wir auch schon hinter uns. Irgendwie musste da ein Missverständis aufgekommen sein. Jan hatte den Campingplatzvertreter in Coromantel nach einem Wanderweg gefragt, so etwas zwischen zwei oder drei Stunden. Der Mann gab Jan eine kleine Kopie der Karte und wir watschelten los. Circa nach einer Stunde bergaufwärts laufen (war teilweise echt steil), sah ich ein Schild mit einer 27 drauf. Ich dachte, hm, vielleicht ist es eine Kilometeranzeige, aber Jan, der alte Wandervogel meinte, dies sei sicherlich nur die Wegnummer... ahaa, komisch das die aber vorher noch nie zusehen war. Wir liefen weiter unseren Weg, es gab nämlich auch nur einen, da sah ich nach einiger Zeit ein Schild mit einer, na ratet mal, genau, mit einer 26 drauf. Ich gab Jan nun laut diese Information zu verstehen, als hätte ich ihn in einem schlechten Kriminalroman eines Mordes überführt, dieses Beweisstück konnte nun nicht missverstanden werden. Jan meinte auch erst, es könnte nicht sein, denn gefühlt sind wir noch keinen weiteren Kilometer gelaufen. Hm, da wir nun keinen Schrittmesser dabei hatten und ich einfach nicht genau und exakt weiß wie sich ein Kilometer anfühlen muss, beschloss ich innerlich, dass ich wohl definitv nicht, weitere 26 Kilometer ohne Proviant weiterlaufen werde, sicherlich war auf der Hälfte des Weges eine Hütte zum übernachten, aber das war ja auch nicht unser Plan. Auch Jan war sich seiner Sache jetzt nicht mehr so sicher und wir beschlossen dann ca. nach zwei Stunden umzukehren und zum Campingplatz zu laufen. Jan wollte aber auf jeden Fall den Mann noch ansprechen, wie lange der Weg denn nun genau ist... man kann es sich denken, es sind 30 Kilometer, gut das der Kerl uns auf den Weg geschickt hat, um mal in Ruhe zwei Stunden zu wandern. Also da konnte nur ein Missverständnis vorliegen. Wir beschlossen gemeinsam nun den höchsten Respekt vor all den verrückten Wanderern zu haben, die drei Tage durch die Pampa mit einem Marschgepäck von 15 Kilo laufen, Respekt meine lieben Wanderfreunde, meinen größten Respekt.

Nun ich sehe gerade wieder, wieviele Zeilen es geworden sind, ich find aber auch wirklich nie ein Ende. Soviel sei gesagt, Neuseeland bietet dir einfach so richtig viel, über tolle Bergwanderungen gehts in kürzester Zeit an bezaubernde Strände, was will der Reisende mehr.

Wir drücken euch ganz ganz feste und sagen wieder einmal

Küsse, Karma und Kiwis,

die Wandersleut Jan und Nina

Samstag 17.07.2010 Auckland - Neuseeland Tag 290

Hallöchen ihr Süßen,

so, vorgestern in Auckland gelandet. Schon beim Landeanflug kann man erahnen, was für ein wahnsinniges Naturschauspiel dich in den nächsten Wochen erwarten wird, unglaublich. Ihr stöhnt derzeit über die Hammerhitze und was machen wir, erst einmal regenfeste dicke Winterjacke kaufen. Ich musste mir auch noch Wanderschuhe, oder so etwas in der Art zulegen, wir sind also ausgerüstet um der Witterung ab und an zu trotzen. So morgen übernehmen wir dann unseren Campervan und machen uns auf den Weg in etwas Neues. Sehr schön, da Neuseeland nie zu 100 % auf dem Plan stand ist das jetzt alles irgendwie noch aufregender. Wir haben gerade erst einmal einen Reiseführer erstanden um uns jetzt in die Planung zu stürzen, was wird unser erstes Ziel und wohin geht die Reise ungefähr die nächsten Tage. Später werden wir uns dann in unserem Studio was leckeres Kochen und mal wieder "Gemütlichkeit" erleben.

Sobald wir in der nächsten Station Internet haben, werde ich Photos und einen Bericht reinsetellen. Da es gestern Bindfäden geregnet hat, haben wir noch keine schönen Bilder von Auckland. Da wir aber eh noch einmal ca. eine Woche hier sind, werden die nachgereicht.

Ihr Süßen,

wir drücken euch,

Küsse, Karma und Kiwis

Nina und Jan

Fidschi, Sonntag den 12.07.2010

Spanien ist Weltmeister und ich bin kurz schwach geworden, habe in der Samstag Nacht Zigaretten geraucht, obwohl ich ansonsten die ganze Zeit clean war. Mist Mist Mist!
Aber ich gebe jetzt trotzdem nicht direkt auf. Dies war nur ein kleiner Strauchler auf dem Weg zum Endziel, da bin ich immer noch auf der "fast - Ideallinie", denn ich geb nicht auf.

So und jetzt mal zu uns. Ja es geht uns prächtig, die Vorfreude auf Neuseeland wächst und wächst.

Eins ist auf jeden Fall schon fix, wir sind besser auf Neuseeland vorbereitet als auf irgendein anderes Land zuvor. Wir haben einen Hinflug, wir haben einen Rückflug auf die Fidschis, Visum brauchst du als Deutscher nicht, wenn du unter drei Monaten bleibst (gutes Land), wir haben für die ersten drei Nächte eine Unterkunft mit Küche und allem Chi Chi und ab Tag Nummero 3 haben wir dann einen Campingvan. Yes. Superklasse! Ein Apollocamper für 2 Personen, die größere Ausstattung allerdings, für 21 Euro am Tag inklusive Vollkaskoversicherung, ein Hoch das wir in der Nebensaison da sind. Darauf müssen wir uns natürlich einstellen. Auf Kälte. In Auckland müssen wir uns auf jeden Fall eine dicke Jacke kaufen und vielleicht ne Mütze oder so, aber ansonsten müsste das mit unserer Ausrüstung reichen.

Aber egal, wir haben vom 18.07. bis zum 26.08. den Camper von daher haben wir genug Zeit die Kiwis unsicher zu machen. Jetzt ist mal wieder kurz Zeit zum Klugscheißen, die Neuseeländer werden liebevoll Kiwis genannt, nicht wegen dem frechen frischen Früchtchen, sondern wegen dem Vogel! So, bin ich schlau, ich glaub das wusste jetzt eh jeder, gell?

Ja ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wir hoffen das wir dann auch einmal Schnee sehen werden. Neuseeland hat ja jede Menge Skigebiete. Wenn ich es mir erlauben kann, würde ich mich natürlich mal auf die Bretter schwingen und die Pisten runtersausen, was ein Spaß - Skiiiifoan! Das wäre der Knüller, im Juli im Schnee.

Preislich soll Neuseeland unter Australien liegen, hoffen wir mal, drüber geht ja schon kaum noch. Da wir aber die meiste Zeit im Camper leben, können wir uns selber verpflegen. Jan läuft schon das Wasser im Mund zusammen und jeden Tag fragt er, ob wir erstmal ne leckere Pasta machen können, bzw. ich. Auf das Essen freu ich mich wirklich, denn berühmt ist Fidschi nun nicht gerade für den goldenen Löffel. Also es ist so ganz anders als wir es uns vorgestellt haben, ich dachte es sei ähnlich wie in Asien, gesund, mit viel Gemüse und tollen Gewürzen.
Hm, da muss man sagen, die essen jetzt nicht sooo unglaublich gesund und in den Touristendingern gibt es hauptsächlich Pommes, Pizza, Fish & Chips, pfui sag ich da. Ein fidchianisches Gericht hat es aber Janni angetan:
Kokoda: kalter gekochter Fisch, eingelegt in einer Kokosmilch- Limettensauce, mit Zwiebeln und Knoblauch. In meinen Ohren hört sich das besser an als es schmeckt, aber Jan ist es recht häufig.

Ein ähnliches Gericht gibt es auch noch in warm, das ist yammiyammilecker, hab auch irgendwo aufgeschrieben wie das heißt, werde in Deutschland mal versuchen dieses Gericht nachzukochen.

Da bin ich eh mal gespannt, habe mir von einigen Gerichten auf unserer Reise das Rezept geben lassen, oder habe mir zumindest den Namen rausgesucht um das Rezpet zu finden, wenn ich all diese Köstlichkeiten dann Daheim nachkochen werde brauche ich dann auch mal keine Kostverächter, auch wenn es dann nicht Haargenau wie in Asien oder so schmeckt, lecker wirds bestimmt.

Ich glaub zu allererst wag ich mich an eine thailändische Tom Yam und malayische Currypuffs. Ach ja, Kochen, wie schön. Kochen für Familei und Freunde - noch schöner.

Ihr Süßen, wir melden uns allsbald aus Kiwiland mit entsprechenden Bildmaterial.

Küsse, Karma und noch Bula,

Nina und Jan

21.06.2010 Viti Levu auf den Fidschis

Erst einmal dem Geburtstagskind Papa ein herzliches Glückwünschjen, wir haben zwar schon gesprochen, aber Gesundheit, Glück und liebe Kinder kann man ja garnicht oft genug gewünscht bekommen. Nächstes Jahr feiern wir dann wieder gemeinsam!! Drücken dich ganz fest!

So was dem Hawaianer sein Hula, ist dem Fidschianer sein Bula.

Also was sag ich dann zu euch Schäfchenwölkchen über dem Pazifik,
natürlich ein warmes und herzliches Buuuulaaaa.

Ja auf den Fidschis, da kommt man ja nicht unbedingt immer so oft dran vorbei und sagen wir es einmal so, ich wußte von den Fidschis nur:

blaues Wasser, Sand, Palme drauf, fertig ist die Insel, irgendwie so etwas. Wir haben uns leider in Australien keinen Reiseführer gekauft und dachten halt, die besten Informationen bekommt man eh vor Ort. Nun um ehrlich zu sein, so einfach ist das nicht meine Freunde. Insgesamt gibts 330 Stücken Land die man Insel nennen kann und davon sind dann immerhin 100 bewohnt, na und die hören sich vom Namen jetzt auch nicht so unterschiedlich an, also mal wieder verwirrt oder verirrt im Inselwald.

Wir haben dann erst einmal gedacht, ach wir sind nun neun Monate über den Planeten gewetzt, jetzt schieben wir mal ein ganz ruhiges Kügelchen. Wir sind jetzt 13 Tage hier und haben unglaublicherweise, 13 Tage lang NICHT den Ort wechseln und unsere Klamotten packen müssen, wie wunderschön. Wie bereits gesagt sind wir derzeit auf der Hauptinsel Viti Levu, im kleinen Örtchen Nadi - was aber Nändi ausgesprochen wird. Ganz Recht meine Freunde, die Franzosen lassen liebend gern ein H weg, wie Madame Langoff, die Fidschis hauen gern Buchstaben in die Wörter die garnicht geschrieben sind. Nun soll nicht meine Sorge sein, die Fidschis würden sicherlich mit unserer Rechtschreibung, zu Recht, die ein oder andere Frage entwickeln.

Nun ja, wir sind also in Nändi, da gibts nicht viel zu sehen und man ist noch nicht am glasklaren Türkiswasser und auch noch nicht am Schneehasenweißen Sandstrand, aber wie gesagt, nette Menschen, sensationelle Preise und Sonne, Sonne, Sonne, aber nicht so unerträglich heiß.WIR LIEBEN NÄNDI! Mit unseren isralelischen Nachbarn haben wir bereits eine Erkundungstour auf der Insel unternommen, haben uns ein Taxi für den ganzen Tag gemietet, samt lebensmüden Fahrer und ab ging die Post, aber im warsten Sinne des Wortes. Hey, wir sind in Thailand, in Malaysia und Indonesien selber mit dem Auto gefahren und ja, die sind sehr regelresistent, aber in dieser Regellosigkeit ist eine gewisse Logik und es ist ok, aber Fidschi?? So etwas haben wir noch nicht -  noch gaaarrnicht erlebt, was von vielen anderen Weltreisenden bestätigt wurde.Unser Fahrer war da auch keine Ausnahme, als er dann grad dabei war von der japanischen Reisegruppe zu sprechen die in einem Bus verunglückt sind und unserer Fahrer nur meinte - die Straße war nass - kam von Beifahrer Jan, ja aber die Straße ist auch nass auf der wir gerade sind... aber das hat den Verrückten nicht beeirrt, es wurde weiter ein lustiges Kamikazemannöver nach dem anderen gefahren. Es wurde dann erst einmal der Boden geküßt, als wir heile wieder im Hostel ankamen.

Wir haben nur einen sehr kleinen Teil der Insel angeschaut und werden in den nächsten Zeit dann erst einmal noch weiter die Hauptinsel erkunden. Bis dato haben wir einen sehr schönen botanischen Garten gesehen, ja die Flora und die Fauna waren auch dabei, wir waren allerdings in 10 Minuten damit durch - Gott sei Dank sind unsere israelischen Nachbarn ähnlich stark interessiert an der fidschianischen Pflanzenwelt wie wir, Masseltoff. Danach ging es zum Schlammbad und wie ihr aus den Fotos entnehmen könnt, hat mein Freund die Gunst der Stunde genutzt um eine Generalüberholung an seiner Haut vornehmen zu lassen, ich kann euch sagen, er sah zum schreien aus. Seine Haut war dann aber auch wirklich ganz glatt, für en halben Tag oder so.

Dann gings noch weiter an die "First-Landing-Station", da sind dann mal wieder die ersten Europäer über ein weiteres exotisches Land hergefallen. Man könnt ja manchmal glauben man reist einer Blutspur hinterher, find mal ein Land, wo nicht zumindest en Holländer oder Brite sein schlechtes Essen verbreitet hat.

Am Samstag gehts dann weiter an die Coral Coast, da soll das Wasser dann direkt mal was klarer sein, wir sind gespannt - falls der Duisburger Martin das liest, entweder wirds das Beachhouse oder Mangobay, abhängig wo was frei ist:-)

So und jetzt zu Themen die wirklich interessieren, Fußball, ja Leute, für euch war es natürlich ne beschissene Startzeit so mitten im Arbeitstag, wir waren seelig, denn wir konnten dann mal tatsächlich die Deutschen um 23:30 Uhr spielen, oder eher gesagt, Karten sammeln sehen. Ne wat schaaad. Ansonsten bekommen wir wirklich von der WM nicht viel mit, die letzten zwei Tage war das Internet ausgefallen, da wußte man noch nicht einmal wer wann spielt.

Für das nächste Deutschlandspiel stellen wir uns den Wecker auf 6 Uhr morgens und latschen dann rüber ins Nachbarhotel, hoffentlich hört ihr uns dann von den Fidschis bis nach Deutschland jubeln, umgekehrt wäre mir sogar lieber, wär schön wenn hier mal Fußballfieberstimmung ausbrechen würde, aber alles kannst net haben Madel.

Morgen haben wir Tag 265 - ist das nicht krass?

Leute, ich könnt mich hier ja wieder totschreiben, lass ich aber... dafür kommt dann jetzt eher mal öfter en kleineres G`schichtchen...

Wir drücken euch,

Küsse, Karma und Bula

Nina und Jan

Fidschi - Nadi 12.06. oder eher gesagt 13.06. bei uns schon

Bula - Freunde der blühenden Hibiskusknospe, wir sind zurück im Paradies. Sonne, Strand, Palmen haben uns wieder!

Nachdem wir in den letzten 17 Tagen in Australien round about 7.000 Kilometer gefahren sind und zum guten Schluss uns auch noch dermaßen den Popo abgefroren haben, is et herrlisch wieder in warmen Gefielden zu sein.

Leider haben wir noch garkeine Fotos geschossen, aber das werden wir bestimmt bald nachholen, die Frage ist eigentlich nur - WANN? Ja Leute, 10 Stunden sind wir vor euch, wisst ihr was das bedeutet für Fußballglotzing, du meine Güte, wahrscheinlich müssen wir uns morgen den Wecker auf 6 Uhr stellen um Rechtzeitig die Äuglein auf zu haben. Ja und dann, Deutschlandspiel, da muss ein Bierchen her, aber echt schon um 6:30 Uhr Morgens auf Fidschi. Wir werden es sehen??

Gestern haben wir sogar das Eröffnungsspiel geschaut, Jan hat dann noch mit einem anderen Deutschen bis zum Anpfiff vom Frankreichspiel durchgehalten, ist dann aber nach 10 Minuten aufs Zimmer gegangen. Immerhin waren schon die ersten Frühstücksgäste im Speisesaal. Ja wie soll das nur weitergehen, nachts schauen, tagsüber schlafen?? Wenn wir uns dann nicht mehr umgewöhnen, haben wir sicherlich keinen Jetlag wenn wir zurück nach Deutschland kommen.

Stimmungstechnisch bekommt man von der WM nicht viel mit, der Funke springt leider nicht weit genug... und ich hab noch nicht einmal so ne Uweseeler... wir Schlaubischlümpfe hätten uns ja nicht wunderbar in Asien mit T-Shirt, Uweseelers, Stirnbänder und all dem Schischi ausstatten können. Ne ja und nun, laufen wir morgen mal in die Stadt, kaufen zwei weiße T-Shirts und Nina Van lanGHOFF versucht sich dann mal am Stift um nen Bundesadler auf die Klamotte zu kredenzen. Oh Weija... Aber soviel Liebe zum Fußball und Vaterland ist da, wir werden auf jeden Fall das Deutschlandspiel schauen. Ich hab mich heute schon nach dem Griechenlandspiel (die haben verlooooren, hi hi) verabschiedet, kann aber nun doch nicht schlafen und Janni schaut weiter, er will mich dann fürs Englandspiel wecken kommen. Oh oh, unausgeschlafene Nina, dass ist pures Dynamit.

Nun mal auf die Fidschis kurz zu kommen. Wir haben noch nicht viel gesehen, wir wollten nach der Fahrerei im Kanguruland erst einmal wieder abschalten und relaxen, wir haben für eine Woche ein Zimmer für kleine Kohle, aber mit einer tollen großen Terasse und einem Blick auf den Sonnenuntergang, ich sags euch, Aloha.

Einen fidschianischen Einheimischentanz haben wir schon gesehen, wuderschön, ach diese Musik, einfach nur toll und geht direkt übers Ohr ins Blut.

Auf dem Hinflug konnte man so toll diese Atolle sehen, wooow kann ich nur sagen, Hammer.

So jetzt versuche ich dann doch mal ein wenig zu schlummern.

An alle Fußballverrückten, wir wünschen euch eine tolle WM, mit viel Sonne und den entsprechenden Grillvergnügen, yaammmilecker.

An alle die diesem Sport und Hype nichts abgewöhnen können, ab in die Apotheke, Ohrenstöpsel kaufen und die Uweseelers vom Partner verstecken, falls dies nicht hilft würd ich nach Südafrika fliegen, denn so leer wie die Stadien sind, hat man da sicherlich seine Ruhe, hi hi.

Macht et jut und noch eine kleine Nebenbemerkung, die Lena mit dem Doppelnamen hat ja mit ihrem Satelite schon den Vogel abgeschossen (wurde sogar in Australien gesendent, hört hört), auf jeden Fall ist das doch ein gutes Omen, ein erfolgreiches Jahr für Deutschland, mal abgesehen von der Innenpolitik, aber wer braucht die schon.

Küsse, Karma und Bula (Bula heißt auf Fidschi Hallo)

Nina (die Frau mit den Augenringen) und Jan (der Mann der sich anscheinend nie wieder rasieren wird)

05.06.2010 Irgendwo auf dem Weg von Adelaide nach Sydney

"Nina hol mal Fleisch", ja meine Lieben, so etwas kann man sich von Herrn Brungs anhören, wenn gerade ein Kanguru um die Ecke gehüpft kommt, es einen ziemlich blöd anschaut und man selber mindestens genauso blöd aus der Wäsche glotzt. Ja, dieses putzige Ding, kam vor einigen Nächten zu unserem Wohnmobil gehüpft. Da fährt man insgesamt 4000 Kilometer und sieht ausschließlich überfahrene Artgenossen von diesen hüpfenden Etwas und dann, so wie Phoenix aus der Asche, erscheint dann ein Kanguru und bleibt zu Besuch.

Jetzt muss man sich nur mal die Reaktion von Herrn Brungs weg tun. "Nina hol mal Fleisch", ähaaaa?? - zum Einen sollte der Herr Brungs als der von uns beiden, schon mal Australien bereist hat, wissen das diese Viehcher VEGETARIER sind. Zum Anderen, sollte mal in der Nähe von meinem Wohnmobil, ein Tier auftauchen, was sich so en halbes Schwein reinpfeift, ich ganz bestimmt NICHT Fleisch holen werde, sondern diese Audienz verlassen werde. Tiere denen man Fleisch hinwirft kann ich mir ausschließlich tiefenenspannt anschauen, wenn zwischen uns beiden ein Zaun ist.

Wobei, ich hab mir auch schon gedacht, wie geil das Kanguru wohl geguckt hätte, wenn ich da mit nem Kotlett aufgetaucht wäre... wahrscheinlich nur so ein Gesichtsausdruck wie "schon wieder so ein hohler Europäer!" Auf jeden Fall blieb das Kanguru, denn wie wir und alle anderen Touris (nehmen wir die Australier mal raus, für die ist das kein Tier sondern Abendessen) bekommt dieses liebe Tierchen dann Dinge, was es in der Wildnis nicht zu Fressen bekommt und nun genauso wie wir, abhängig von Geschmacksverstärkern, Glutamat (den Rest finden sie auf der Rückseite der Speisekarte) und Pringels ist. Da haben wir es: Kangurus mögen Fast Food, wobei sie ja eigentlich mit Gras ganz zufrieden sind. Eine Australierin hat uns erzählt, dass auf einem anderen Campingplatz, ein Vogel so überfüttert wurde, dass es zu fett war um zu fliegen. Kann man das glauben? Ich weiß nicht. Vielleicht sollte man über eine Weight Watchers Gruppe für Vögel nachdenken.

Auf jeden Fall war das Kanguruerlebnis garnicht lange nach unserem Ayers Rock-Erlebnis. Also am Uluru (Aboriginisprache für den Ayers Rock), also da ist nix besonderes passiert, aber es war wirklich ein Erlebnis vor diesem Berg zu stehen, der laut Geologen mal ne betrachtliche Größe von der Höhe der Amden hatte, aber da können sich nur die Älteren von euch dran erinnern, war nämlich noch zur Zeit von Tyrannus-Saurus-Rex. Der Ayers Rock ist nicht umsonst ein heiliger Ort der Aboriginies, davon mal ab das er täglich von Touristen entweiht wird, die unbedingt da hochklettern müssen. Und Leute das ist steil und ich sag mal, dass sind nun net die Leute unbedingt die normalerweise einen steilen Berg hochlaufen, von daher gibt es jedes Jahr einige Todesopfer zu beklagen, da der Berg unterschätzt wird und der Mensch der so was macht, sich gelegentlich überschätzt. Sehr traurig, aber es stehen genug Warntafel dort, aber da müssen dann sogar Leute mit kleinen Kindern hochlaufen. Manchmal kann man nicht glauben das wir alle irgendwie einer Spezies angehören. Davon mal ganz abgesehen, bitten die Aboriginies darum dieses Gang auszulassen, wie gesagt, er ist heilig und für mich ist das ne Respektsache, ich muss das dann auch nicht machen. Aber da denkt natürlich jeder anders drüber. Auf jeden Fall war es ein wunderbares Erlebnis VOR dem Ayers Rock zu stehen und ihn zu bewundern.

Wir haben dann die folgenden Tage unser Wohnmobil nach Adelaide gebracht und ich muss sagen, Adelaide ist netter als ich dachte. Die meisten Australier sagen immer nur "ne, fahr nicht nach Adelaide, da gibts nichts, fahr nach Sydney oder Melbourne", ne aber mir hats gut gefallen. Viele alte Häuser im viktorianischen Stil sind wunderbar erhalten, man kann schön durch die Stadt spazieren, aber leider hatten wir ja nur 1 1/2 Tage, von daher hab ich nicht so viel, ausser den Stadtkern gesehen.

Heute haben wir dann den neuen Campervan abgeholt, den wir nun nach Sydney bringen werden und für dieses Superteil zahlen wir jetzt 5 Dollar am Tag und bekommen, sage und schreibe, noch 210 Dollar Spritgeld. Supersache.

Und heute, grad den Wagen übernommen, stehen wir auf einem Parkplatz nach unserem Hamstereinkauf bei Coles, da kommt da wieder so etwas angehüpft (diesmal war Jan im Van). Diesmal war es aber auch nur eine aufgekratze ältere Australierin, die mich mit schriller Stimme auf Englich fragte "ist das ein Wohnmooooobil????" - "ne das ist mein Fahrrad, ich habs nur verkleidet damit es nicht so schnell geklaut wird", lag mir auf den Lippen, hab ich mir aber verkniffen. Die Dame ist wohl er kürzlich aus ner Zeitkapsel gestiegen, denn die folgenden Fragen, ob man so ein Wohnmobil auch in Adelaide bekäme und warum Europäer so gut Englisch sprechen können, hatten mich dann auch nicht schlecht verwundert. Zur Frage ob es das in Adelaide gibt, konnte ich einfach nur nach links zeigen und darauf hinweisen, dass ihr Haus Luftlinie 250 Meter vom Verleih liegt. Mit dem Englich hab ich nur freundlich erwiedert, dass wohl die meisten Menschen, die nicht englisch groß werden, dass auf kurz oder lang in der Schule lernen müssen. Ja das hätte sie gehört, in Griechenland wäre das auch so.... da wollte ich dann wiederum sagen, hm, in Griechenland, sicher??.... hi hi, ne nur Spaß...

Auf jeden Fall war die grad auf irgendeiner Powerdroge oder aus der besagten Zeitkapsel gestiegen. Zum Abschied hat sie mich noch in ihr Haus eingeladen, ich könnt bei ihr ne Dusche nehmen, oder was aus dem Kühlschrank nehmen... Das hört sich jetzt ziemlich krank an, aber die wirkte schon ganz klar auf mich und meinte das nur hilfsbereit, keine Ahnung was da los war, aber sie war, wie so viele Australier einfach nur unglaublich freundlich und nett.

So jetzt hab ich wieder einen halben Roman geschrieben, aber egal, ich weiß ja nie wann ich die nächste Gelegenheit fürs Internet habe.

Bald gehts auf die Fidschis, bis dahin senden wir euch

Küsse, Karma und Kangurus

neue Fotos liegen unter Australien und dann: Perth nach AliceI

n der Streaky Bay am 24.05.2010

Oh Freunde des singenden Kangurusteak,

es ist saukalt, brrrrrr. Frier, Bibber, Ihgittihgitt. Aber nun gut, man kann es  nicht ändern und nur das Beste daraus machen, außerdem sind wir ja bald wieder in warmen Gefielden. Wir sind gerade in der Streaky Bay, einem beschaulichen kleinen Örtchen an der saukalten im Winter liegenden Südküste Australiens. Wir haben 1.900 Kilometer Niemandsland hinter uns. Man kann diese Strecken und Entfernungen an für sich überhaupt nicht beschreiben, teilweise fährst du 200 Kilometer und da ist nur trockener Boden, vereinzelt mal ein Strauch und einige überfahrene Dingos und Kangurus und dann kommt ein sogenanntes Roadhaus. Wie eine Art Raststätte, eine Oase in dieser gottverdammten Gegend, natürlich ist dort alles noch teurer als irgendwo, die Klamotten müssen über hunderte von Kilometern dorthin transportier werden und zum anderen haben sie eine Monopolstellung und von daher bleibt dir nicht viel anderes übrig, als mit diesen Preisen leben und bezahlen zu müssen.

Die erste Nacht hatten wir noch großes Glück, wir waren gerade mal am Anfang vom Outback und bekamen für 50 Kangurudollar einen feststehenden Wohnwagen. Irgendwie gemütlich und Jan konnte sein Renesse-Pfingst-Heimweh ein klein wenig kompensieren (aber auch wirklich nur ein ganz kleines bißchen). Am nächsten Morgen, es kräftig von oben am schütten, gabs kein warmes Wasser in den Duschen, dass geht ja nun garnicht, also nur Zähne geputzt und ne kleine Katzenwäsche durchgezogen, mit der Idee am Abend im neuen Domizil eine heiße Dusche zu nehmen.Ja und dann sind wir gefahren und gefahren und gefahren und gefahren und kamen in Norseman an, kleines nettes Örtchen, hat vielleicht so um die 50 Einwohner, dort sagen sich Hase und Ingel Gute Nacht und das 365 Tage im Jahr. Irgendwie war es das aber nicht, also nochmal 100 Kilometer drangehangen bis nach Balladonia, da ist nun garnix außer ein Roadhouse, was nun richtig viel Geld für eine Nacht haben wollte. Ok, dann fahren wir halt noch ein bißchen weiter, wir Doofis, wir hätten ja selber mal checken müssen, dass es ab jetzt nur noch teurer wird, aber es ist eh schwer eine Übernachtung zu vermeiden, wer will schon 2.000 Kilomeer in einem durchfahren. Also wir dann weiter und weiter, noch einmal 247 Kilometer, ja ihr habt ganz richtig gehört 247! Da waren wir nun am Cockelbiddy-Motel, das war nicht nur teuer, die waren auch noch sauunfreundlich, da wollten wir nun auch wieder nicht unser schönes Geld lassen. Es war schon so gegen 11 Uhr abends, aber wir trafen den Entschluss noch einmal zu tanken und weiterzufahren. Wir hatten in dieser Nacht das Glück, dass es Hunde und Katzen geregnet hat und daher waren keine Kangurus auf der Straße, diese pussierlichen Tiere sollte man besser nicht vor die Motorhaube bekommen, die sind teilweise so groß wie ich, man kann also leicht sein Auto schrotten. Aber wie gesagt, zumindest darin war uns das Glück hold. Wir sind in dieser Nacht noch bis Madura gekommen. Es war zwei Uhr in der Nacht, das Roadhouse hatte bereits geschlossen und die Tankstelle ebenfalls. Da wir mit unserem Tank sicher keine 200 Kilometer mehr fahren konnten und wir müde waren, gabs nur eine Möglichkeit, ganz im Schimanskistil den Autositz nach hinten klappen, Seidenschlafsäcke aus dem Rucksack holen und versuchen zu schlafen. Bei Jans hats super geklappt, ich habe noch ein wenig länger zum Einschlummern gebraucht. Ich alte Schissbux, kann eigentlich nix passieren, da wir direkt vor dem Roadhouse standen und mit uns so einige LKW´s, also wir waren sicher, trotzdem hatte die Situation etwas unheimliches und irgendwie meinte ich das sich etwas um unseren Jeep bewegt. Nach 1 1/2 Stunden wusste ich dann auch was es war, es war einfach nur ein Dingo, nicht mehr, keine große Sache, aber der kleine Wildhund hatte mich ziemlich verunsichrt. Aber irgendwann fiel auch ich in einen traumlosen Schlaf.

Der nächste Morgen war der Morgen des OHNE: ohne Duschen - das war also nun der Morgen Nummer 2 ohne Dusche, aus meinen Haaren hätte man ein leckeres Fettsüppchen kochen können, OHNE Zähneputzen, ohne frische Wäsche, einfach alles mal mit OHNE, ein wunderschönes Gefühl, wenn man sich vor seinem eigenen Körpergeruch ekelt.Da wir aber garnicht soviel fahren wollten, wir hatten schließlich einen Großteil der Tagesstrecke in der Nacht abgerissen, hatte ich schon das Bild vor Augen das ich eine leckere Dusche nehme und mich dann auf ein Bett haue und den Schlaf der Gerechten schlafe. Zu früh gefreut Baby, nicht so schnell, nun es wurden dann doch noch 500 Kilometer bis nach Nullarbor, weil davor die Roadhäuser nun echt nicht gingen.

Ja und heute schlafen wir nicht in einem Roadhouse, sondern in einem schönen Hotel in der Streaky Bay, es ist gerade so richtig gemütlich im Zimmer. Draußen fegt der Wind durch die Straßen, kein Mensch geht vor die Tür, wir liegen in Wohlfühlklamotten auf dem Bett und gucken einen Film im Fernsehen und dabei gibts mal wieder ein leckeres Fresschen, na ja, mehr oder weniger, Käsemakkaronis. Heute Nacht werden wir wohl sehr gut schlafen. Morgen gehts nur bis Port Lincoln, soll ein wunderschöner Küstenort sein, für den können wir uns jetzt mal Zeit nehmen und dann gehts Richtung Mitte von Australien nach Alice Springs.

So ihr Lieben, ihr müsst uns mal die Daumen drücken, es gibt im Internet ein neues Relocation - Angebot, was sozusagen schreit: "Jan und Nina, nehmt mich, ich bin genau die Richtige für euch". Ein Campingvan mit drei Schlafplätzen, mit 4-Radantrieb, also ein sogenannter Bushcamper, von Alice Springs nach Adelaide in 5 Tagen, für 5 Dollar am Tag und es gibt noch 210 Dollar Benzingeld von der Firma!! Die Firma hat jetzt leider schon geschlossen, aber morgen früh um 8 Uhr rufen wir dort an und ich hoffe doch sooo sehr, dass die Lady am Telefon uns sagt, "yes mate, you can have it" Bitte Bitte Bitteeeeeee!!!

Nun noch ein Gruß an die Renessereisenden natürlich ist Jan traurig wie blöd das er nicht mit euch die Family D. zelebrieren konnte, aber nächstes Jahr ist er dann wieder mit am Start!
An Martin Duisburg!! Danke für den Tipp mit den Fijis, sag einmal, hast du vielleicht noch einige Tipps mehr auf Lager? Was kostet beispielsweise Essen gehen, oder Bierchen trinken, kann man wie in Asien auch eher "einfach" leben, nicht in diesen Honeymoonkomlexen? An für sich hab ich schon günstige Unterkünfte im Internet gefunden, aber wir wissen net genau wie teuer das Leben ansonsten ist. Wäre toll wenn du uns dazu was schreiben könntest: reisetime@web.de

Ihr Lieben, wir melden uns bald wieder.

Küsse Karma und Kangurus,

Jan und Nina

unter Australien liegen Fotos
Perth 19.05.2010

Ja ihr Süßen,

wir sind immer noch in Perth, aber nicht mehr sehr lange.Am 21. Mai übernehmen wir einen Jeep, mit dem wir dann Richtung Alice Springs fahren.Wir hatten nun auch einmal wieder Glück bei uns und haben ein sogenanntes Relocationangebot erhalten. Soll heißen, die meisten Touristen fahren beispielsweise von Sydney nach Alice Springs und fliegen dann weiter, oder nehmen nicht mehr den gleichen Wagen. Auf jeden Fall müssen die Autos immer mal wieder an gewissen Plätze zurückgebracht werden, natürlich hängt die Disposition dieser fahrbaren Untersätze an der Touristenzeit. Zur Zeit ist es im Süden eher kälter und ungemütlich, im Norden ist es wie immer heiß. Die meisten Touristen werden sich also eher vom Outback gen Norden bewegen und das war jetzt unser Glück. Der Jeep der hier in Perth steht muss nach Alice Springs gefahren werden, die Firma gibt uns dafür sechs Tage Zeit, wir zahlen für die Buchung 25 Dollar und pro Tag 1en Dollar, da uns aber sechs Tage zu kurz und zu stressig erscheinen, haben wir zwei extra Tage gebucht die uns dann noch einmal pro Tag 50 Dollar kosten. Trotz dieser zwei Tage liegen wir dann bei 131 Aussitalern, ca. 92 Euros. Der Wagen ist auf jeden Fall fürs Outback ausgelegt, 4-Radantrieb und so ein richtig fettes Monster, mit dem du ganz klar der Chef der Piste bist.Nun für Australien nicht so ungewöhnlich, in Sachen Autos heißt es hier eher nicht kleckern, klotzen!

Nun wir sind richtig richtig happy über dieses Angebot, da wir zwischenzeitlich schon dachten, wir müssten wesentlich mehr Geld hinblättern um Perth zu verlassen.Aber wie ich schon so oft sagte, meistens reist man anders als man denkt. Wir kommen zwar nicht drum herum in einem Backpacker unterwegs zu übernachten, aber da kann man leider grad nix dran drehen. Eine Übernachtung auf einem Campingplatz kostet meist auch fluffige 30 Dollar die Nacht, nun vielleicht haben wir Glück und Jan verhandelt uns mal wieder was Gutes aus.Das hat er nämlich für unsere derzeitige Bleibe geschafft, yippieeeh. Ja, wir wohnen seit vorgestern nicht mehr in einem Backpacker, sondern in so eine Art Hotel, was nur Etagenduschen- und Toiletten hat, aber wir haben auf unserem Zimmer einen Kühlschrank und höre und staune, einen Fernseher. Der ist zwar auch nicht größer als ne Briefmarke, aber es ist ein Fernseher. Wir können uns im Zimmer unser Frühstück machen und gestern Abend gabs gegrilltes Hähnchen und dazu ne Folge Schimanski, na da kommen Heimatgefühle auf. Andi, noch einmal herzlichen Dank für den Schimmi, immer wieder wunderbar zu sehen.

Auf jeden Fall ist es schön ein eigenes Zimmer zu haben. Die erste Zeit Homestay bei unseren Freunden war toll, aber irgendwie war das für uns auch ein wenig anstrengend. Ja und dann kam die Zeit der Backpacker. Ich mein, wir waren beide schon in Backpackern und das ist immer mal wieder für ne gewisse Zeit ok, aber auch echt nur für eine gewisse Zeit.Der erste hieß: der EasyPerthBackpacker, der war nun die simpelste Form von allen, beim Einschecken bekommst du eine Tüte mit Bettwäsche und eine Tüte mit Geschirr, was du mit Adleraugen beobachten musst, sonst ist es schneller Weg, als ein Kanguru dir vors Auto springt.Generell waren in dem Backpacker nur die ganz jungen Reisenden, daher bekamen wir wohl ständig Blicke zugeworfen, als ob wir uns im Krieg befinden und wir die Feinde sind. Die dachten sicherlich ihre Eltern haben Spione rübergeschickt, oder so. Vielleicht mögen sie auch keine Menschen die nicht kiffen. Wer weiß das schon. Da waren wir jetzt auch nicht so lange. Danach gings in den Gouvernour Robinson Backpacker, na das hört sich mal nach was an. War auch ganz nett. Dein Bett ist bezogen und in der Küche kannst du alles benutzen, also so wie man es sich wünscht. Das Alter der Backpackergemeinschaft war auch schon eher gehoben, von daher war auch nicht viel mit Party und so und alle waren nett. Bis auf Michael, also in englisch, Meikel. Meikel ist 82 Jahre alt und wartet auf seine Immigration in die USA. Nun es ist sicherlich niemanden zu wünschen in diesem Alter in einem 6er Dorm über Monate wohnen zu müssen, aber manchmal dachte man sich schon, ätschebätsch, jeder bekommt was er verdient. Meikel war der Schrecken des Backpackers. Hätte er nicht zwischendurch mal gegessen, hätte man denken können, er ist der Geist, dieses denkwürdigen alten Gemäuers.

Ich hatte mit Meikel meinen ersten Zusammenstoß, als ich gerade dabei war, unsere Einkäufe mit unserem Namen zu versehen und in den Kühlschrank zu räumen. In seinem komischen Aussieslang pfiff er mich an, ich sollte nicht alles in den Kühlschrank räumen, darin sei nicht viel Platz. Nach dem dritten Male hatte ich ihn endlich verstanden, kein anderer versuchte beim Übersetzen zu helfen, weil fast keiner mehr mit Meikel redet. Ich hab dann nur kurz erwiedert, dass ich mich nicht selber in den Kühlschrank stellen wollte, hab den Kram reingeschmissen und bin gegangen. Jan meinte erst noch, vielleicht hat er nur einen Spaß gemacht. Jan wurde relativ schnell eines besseren belehrt.

Eines Abends, wir hatten uns in einer Bar eine Flasche Wein gegönnt und hatten noch eine für "Daheim" gekauft, kamen wir so gegen 2 Uhr nachts in den Backpacker zurück und wilder Trubel war in der Küche, aber von der ganz wilden Sorte. Ein Deutscher und ein Franzose gaben sich mit Meikel gerade wilde Wortwechsel, weil man Meikel wohl geweckt hatte und er jetzt nicht mehr einschlafen konnte. Ich meinte nur kurz, dass so etwas in Backpacker durchaus passieren kann, er sollte doch in ein Hotel ziehen, da hätte er sein Ruhe. Dann sprang Meikel dem Franzosen an die Gurgel, wie vital so ein 82iger sein kann um die Uhrzeit, unglaublich. Um die Gemüter zu beruhigen, ging Jan mit den Jungs raus und ich hab mich mit Meikel an den Küchentisch gesetzt. Erst wollte er nicht mit mir reden, weil ich eine Deutsche bin und er ist halb Deutscher und Volljude und daher muss er nun mich hassen. Aber da hat der alte Mann die Rechnung zu früh gemacht. Ich habe dann in meiner, ich laber alle tot, ihn nicht tot gequatscht, aber bis fünf Uhr morgens, ihn versucht zu überzeugen, weshalb man die Nazis sicherlich hassen kann, aber nun auch irgendwann mal einen Generationswechsel akzeptieren muss. Sicherlich ist das alles für ihn nicht einfach, aber so ein Stinkstiefel, braucht ne volle Ladung Nina.

Am nächsten Morgen begrüßte er mich mit einem "Good Morning my dear" und dank dem Franzosen, war ich nun im ganzen Backpacker für diese Aktion bekannt. Ich hab mich dann noch zwei Tage gut mit ihm verstanden, bis er vergessen hatte wer ich bin.Ich hoffe für ihn, das er möglichst bald in die USA einreisen kann und dann dort seine beiden Töchter terrorisieren kann. Vielleicht kann Obama ihn gegen die Taliban einsetzen, der Mann ist Terro pur (Blitz und Donner über mein Haupt, aber es ist die Wahrheit), er tut mir wirklich leid, aber wir koennen ja auch nix fuer sein Schicksal.

Wir werden in den kommenden Tagen uns noch Perth und Umgebung anschauen bis es dann ins Outback geht. Von dort aus müssen wir dann gen Sydney fahren (hoffentlich gibts wieder ein Relocationangebot) und dann gehts am 9ten Juni auf die Fidschis. Jawohl und ich habe schon eine günstige Unterkunft entdeckt.

Bis dahin werdet ihr auf jeden Fall noch einmal was von uns hören, im schlechtsten Fall erst in Sydney, denn Internet im Outback, ich glaub kaum das da was geht.

Ihr Lieben, wir wünschen euch was. Über die Pfingsttage wünschen wir euche wundervolles Wetter und an die Renessegang, bestellt von Jan der Family D. einen Gruß und esst einen Pfannkuchen mit einer Flasche Sirup, nächstes Jahr ist er wieder mit am Start.

Küsse, Karma und Kangurus,

Nina und Jan

unter Australien liegen Fotos
Perth 19.05.2010

Ja ihr Süßen,

wir sind immer noch in Perth, aber nicht mehr sehr lange.Am 21. Mai übernehmen wir einen Jeep, mit dem wir dann Richtung Alice Springs fahren.Wir hatten nun auch einmal wieder Glück bei uns und haben ein sogenanntes Relocationangebot erhalten. Soll heißen, die meisten Touristen fahren beispielsweise von Sydney nach Alice Springs und fliegen dann weiter, oder nehmen nicht mehr den gleichen Wagen. Auf jeden Fall müssen die Autos immer mal wieder an gewissen Plätze zurückgebracht werden, natürlich hängt die Disposition dieser fahrbaren Untersätze an der Touristenzeit. Zur Zeit ist es im Süden eher kälter und ungemütlich, im Norden ist es wie immer heiß. Die meisten Touristen werden sich also eher vom Outback gen Norden bewegen und das war jetzt unser Glück. Der Jeep der hier in Perth steht muss nach Alice Springs gefahren werden, die Firma gibt uns dafür sechs Tage Zeit, wir zahlen für die Buchung 25 Dollar und pro Tag 1en Dollar, da uns aber sechs Tage zu kurz und zu stressig erscheinen, haben wir zwei extra Tage gebucht die uns dann noch einmal pro Tag 50 Dollar kosten. Trotz dieser zwei Tage liegen wir dann bei 131 Aussitalern, ca. 92 Euros. Der Wagen ist auf jeden Fall fürs Outback ausgelegt, 4-Radantrieb und so ein richtig fettes Monster, mit dem du ganz klar der Chef der Piste bist.Nun für Australien nicht so ungewöhnlich, in Sachen Autos heißt es hier eher nicht kleckern, klotzen!

Nun wir sind richtig richtig happy über dieses Angebot, da wir zwischenzeitlich schon dachten, wir müssten wesentlich mehr Geld hinblättern um Perth zu verlassen.Aber wie ich schon so oft sagte, meistens reist man anders als man denkt. Wir kommen zwar nicht drum herum in einem Backpacker unterwegs zu übernachten, aber da kann man leider grad nix dran drehen. Eine Übernachtung auf einem Campingplatz kostet meist auch fluffige 30 Dollar die Nacht, nun vielleicht haben wir Glück und Jan verhandelt uns mal wieder was Gutes aus.Das hat er nämlich für unsere derzeitige Bleibe geschafft, yippieeeh. Ja, wir wohnen seit vorgestern nicht mehr in einem Backpacker, sondern in so eine Art Hotel, was nur Etagenduschen- und Toiletten hat, aber wir haben auf unserem Zimmer einen Kühlschrank und höre und staune, einen Fernseher. Der ist zwar auch nicht größer als ne Briefmarke, aber es ist ein Fernseher. Wir können uns im Zimmer unser Frühstück machen und gestern Abend gabs gegrilltes Hähnchen und dazu ne Folge Schimanski, na da kommen Heimatgefühle auf. Andi, noch einmal herzlichen Dank für den Schimmi, immer wieder wunderbar zu sehen.

Auf jeden Fall ist es schön ein eigenes Zimmer zu haben. Die erste Zeit Homestay bei unseren Freunden war toll, aber irgendwie war das für uns auch ein wenig anstrengend. Ja und dann kam die Zeit der Backpacker. Ich mein, wir waren beide schon in Backpackern und das ist immer mal wieder für ne gewisse Zeit ok, aber auch echt nur für eine gewisse Zeit.Der erste hieß: der EasyPerthBackpacker, der war nun die simpelste Form von allen, beim Einschecken bekommst du eine Tüte mit Bettwäsche und eine Tüte mit Geschirr, was du mit Adleraugen beobachten musst, sonst ist es schneller Weg, als ein Kanguru dir vors Auto springt.Generell waren in dem Backpacker nur die ganz jungen Reisenden, daher bekamen wir wohl ständig Blicke zugeworfen, als ob wir uns im Krieg befinden und wir die Feinde sind. Die dachten sicherlich ihre Eltern haben Spione rübergeschickt, oder so. Vielleicht mögen sie auch keine Menschen die nicht kiffen. Wer weiß das schon. Da waren wir jetzt auch nicht so lange. Danach gings in den Gouvernour Robinson Backpacker, na das hört sich mal nach was an. War auch ganz nett. Dein Bett ist bezogen und in der Küche kannst du alles benutzen, also so wie man es sich wünscht. Das Alter der Backpackergemeinschaft war auch schon eher gehoben, von daher war auch nicht viel mit Party und so und alle waren nett. Bis auf Michael, also in englisch, Meikel. Meikel ist 82 Jahre alt und wartet auf seine Immigration in die USA. Nun es ist sicherlich niemanden zu wünschen in diesem Alter in einem 6er Dorm über Monate wohnen zu müssen, aber manchmal dachte man sich schon, ätschebätsch, jeder bekommt was er verdient. Meikel war der Schrecken des Backpackers. Hätte er nicht zwischendurch mal gegessen, hätte man denken können, er ist der Geist, dieses denkwürdigen alten Gemäuers.

Ich hatte mit Meikel meinen ersten Zusammenstoß, als ich gerade dabei war, unsere Einkäufe mit unserem Namen zu versehen und in den Kühlschrank zu räumen. In seinem komischen Aussieslang pfiff er mich an, ich sollte nicht alles in den Kühlschrank räumen, darin sei nicht viel Platz. Nach dem dritten Male hatte ich ihn endlich verstanden, kein anderer versuchte beim Übersetzen zu helfen, weil fast keiner mehr mit Meikel redet. Ich hab dann nur kurz erwiedert, dass ich mich nicht selber in den Kühlschrank stellen wollte, hab den Kram reingeschmissen und bin gegangen. Jan meinte erst noch, vielleicht hat er nur einen Spaß gemacht. Jan wurde relativ schnell eines besseren belehrt.

Eines Abends, wir hatten uns in einer Bar eine Flasche Wein gegönnt und hatten noch eine für "Daheim" gekauft, kamen wir so gegen 2 Uhr nachts in den Backpacker zurück und wilder Trubel war in der Küche, aber von der ganz wilden Sorte. Ein Deutscher und ein Franzose gaben sich mit Meikel gerade wilde Wortwechsel, weil man Meikel wohl geweckt hatte und er jetzt nicht mehr einschlafen konnte. Ich meinte nur kurz, dass so etwas in Backpacker durchaus passieren kann, er sollte doch in ein Hotel ziehen, da hätte er sein Ruhe. Dann sprang Meikel dem Franzosen an die Gurgel, wie vital so ein 82iger sein kann um die Uhrzeit, unglaublich. Um die Gemüter zu beruhigen, ging Jan mit den Jungs raus und ich hab mich mit Meikel an den Küchentisch gesetzt. Erst wollte er nicht mit mir reden, weil ich eine Deutsche bin und er ist halb Deutscher und Volljude und daher muss er nun mich hassen. Aber da hat der alte Mann die Rechnung zu früh gemacht. Ich habe dann in meiner, ich laber alle tot, ihn nicht tot gequatscht, aber bis fünf Uhr morgens, ihn versucht zu überzeugen, weshalb man die Nazis sicherlich hassen kann, aber nun auch irgendwann mal einen Generationswechsel akzeptieren muss. Sicherlich ist das alles für ihn nicht einfach, aber so ein Stinkstiefel, braucht ne volle Ladung Nina.

Am nächsten Morgen begrüßte er mich mit einem "Good Morning my dear" und dank dem Franzosen, war ich nun im ganzen Backpacker für diese Aktion bekannt. Ich hab mich dann noch zwei Tage gut mit ihm verstanden, bis er vergessen hatte wer ich bin.Ich hoffe für ihn, das er möglichst bald in die USA einreisen kann und dann dort seine beiden Töchter terrorisieren kann. Vielleicht kann Obama ihn gegen die Taliban einsetzen, der Mann ist Terro pur (Blitz und Donner über mein Haupt, aber es ist die Wahrheit), er tut mir wirklich leid, aber wir koennen ja auch nix fuer sein Schicksal.

Wir werden in den kommenden Tagen uns noch Perth und Umgebung anschauen bis es dann ins Outback geht. Von dort aus müssen wir dann gen Sydney fahren (hoffentlich gibts wieder ein Relocationangebot) und dann gehts am 9ten Juni auf die Fidschis. Jawohl und ich habe schon eine günstige Unterkunft entdeckt.

Bis dahin werdet ihr auf jeden Fall noch einmal was von uns hören, im schlechtsten Fall erst in Sydney, denn Internet im Outback, ich glaub kaum das da was geht.

Ihr Lieben, wir wünschen euch was. Über die Pfingsttage wünschen wir euche wundervolles Wetter und an die Renessegang, bestellt von Jan der Family D. einen Gruß und esst einen Pfannkuchen mit einer Flasche Sirup, nächstes Jahr ist er wieder mit am Start.

Küsse, Karma und Kangurus,

Nina und Jan

So den unten stehenden Bericht hab ich vorgestern geschrieben. Die Fotos kommen auch ganz ganz bald, ich muss die erst auf den USB Stick hauen um sie dann uebers Internetcafe auf die Seite zu knallen. Als ich den Bericht geschrieben habe wusste ich folgendes noch nicht:

Wir fahren von Sonntag bis zum 02.06. mit dem Auto die Suedkueste ab, bis Sydney und fliegen am 09.06. auf die Fidschiiiiiisss.... Jodelhihahi

Perth, 13.05.2010
Ja ihr Lieben,
was soll ich sagen,  jetzt sind wir schon eine ganze Weile in Down Under und ich hab noch keinen Lagebericht abgegeben. Unfassbar.  Nun bis dato ist noch keine wirkliche Ruhe reingekommen. Wir sind am 29.05. in Darwin um vier Uhr morgens gelandet und wurden netterweise von Sarajane zu dieser unchristlichen Zeit abgeholt .
Die ersten Tage haben wir erst einmal bei den beiden verbracht, inklusive einer German-Krauts-Willkommens-Party, da haben die Australier uns erst einmal gezeigt was es heißt: zu SAUFEN… da konnten und wollten wir nun auch in dem Pensum garnicht so zulangen. Desweiteren haben uns diese 8 Aussies ihr Lieblingswort präsentiert: das F-Wort – Fucking. Der Australier bekommt anscheinend eine Superstrafe, wenn er nicht zumindest einmal pro Satz das Wort reinbringt, genauso gern kommt auch der fucking bloody bastard… oh ja, Fluchen ist eine Art Volkssport und ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Aussiebabys vor Mama oder Papa, erst einmal fucking sagen, oder brüllen.
Wir wurden auf jeden Fall mit einem herzlichen fucking Willkommen in die australische Gemeinschaft aufgenommen. Wir sind mittlerweile richtig gut im Fucking-Sagen, müssen uns das natürlich wieder abgewöhnen bevor es zurück nach Deutschland geht.
Von Darwin aus haben wir drei Tage einen Ausflug in den Kakadu-Nationalpark unternommen. Campervan geliehen, Einkäufe getätigt und los gings auf die Piste. Dies ist wirklich unglaublich klasse, du fährst über hunderte von Kilometern ganz allein und du fährst, fährst und fährst… am Straßenrand dann endlich die ersten Kangurus, so süß!
Abens, es war bereits dunkel, auf dem Campingplatz angekommen. Ausgestiegen und sofort ein Überfall von einem ganzen Schwarm Mücken. Die Dinger tun sogar richtig weh. Also überall mit den Händen versucht die Tiere zu verscheuchen. Unsere australischen Campingnachbarn, haben erstmal rübergefragt, ob wir einen Willkommenstanz für sie veranstalten. Die haben gut Lachen über die blöden Deutschen, die waren mit Riesenventilatoren ausgestattet die alle Mücken verscheuchen. Ich hab erstmal Mückenkeule gekauft, aber die war nur von kurzer Wirkung gegen die Mücken, aber auf lange Wirkung für unsere Haut, Bushmann heißt dieses Teufelszeug und zieht einem bei lebendigen Leib die Haut ab.
Wir wurden dann von diesen drei Nachbarn in ihre Bushküche eingeladen und hatten dann noch einen wirklichen witzigen Abend und sind nach reichlich australischen Wein in unseren Camper gestiegen. Nach Sonnenaufgang dachte ich, ach jetzt mach mal den Van auf, frische Luft hätte unserem Kangurukäfig nun wirklich nicht geschadet. Tür auf und direkt wieder jede Menge Mücken im Van, ganz klasse. Ach hab ich ganz vergessen zu erzählen, in der Nacht wollt ich dann mal für die Königsreisende und will mich grad auf den Abort hocken, da seh ich in der letzten Sekunde, dass ein richtig großer Frosch bereits in der Schüssel sitzt und ein Bad nimmt. Hab  mich dann für ein anderes Klo entschieden, wobei in jeder Zelle ein Frosch mindestens saß. Nun, so ist es nun einmal im Busch. Einer der Australier – Carl, meinte, die seien nur da, weil die ganzen fucking Tourists den Klodeckel nicht runterklappen, da war dann wohl auch ich mitgemeint.
Die Landschaft war wirklich traumhaft schön und wir waren am nächsten Tag ein bißchen schlauer und haben schon im Hellen auf dem nächsten Campingplatz eingecheckt, mussten dann aber nach Einbruch der Dunkelheit zurück in den Van, denn diesmal gab es keine schützende Bushküche von Carl und seinen Freunden. Wir haben uns an diesem Abend mit ca. 100 Mücken unseren Van geteilt.  Nachdem der Himmel vom Auto und unsere Matratze voll mit Mückenkadavern und Blut war und immer neue Mücken in den Van kamen, durch allmögliche Schlitze, sind wir gegen 24 Uhr zur Rezeption gezogen und haben uns eine Nachtcabine für 70 Dollar gegönnt. Eine Art Bauwagen, abgedichtet und mit zwei Betten ausgestattet und einer Klimaanlage, also keine Mücken. Mit einem Lächeln auf den Lippen bin ich in einen tiefen tiefen Schlaf gefallen. Nun wir haben uns natürlich enorm über diese Extrakosten geärgert, sahen aber keinen anderen Ausweg. Am nächsten Morgen sprach mich dann eine hübsche holländische Maid an, ob wir auch so mit den Mücken gekämpft hätten. Sie erkannte mich noch vom ersten Campingplatz, die Mädels hatten den gleichen Wagen und hätten erst garnicht mehr versucht im Van zu übernachten. Ich mein, ich gönn das ja keinem, aber ich war igendwie froh das es denen auch so ergangen ist, da fühlt man sich dann nicht so allein-bescheuert.

Ich lass euch wissen wenn wir wissen, wie es weitergeht, leider ist die Internetzugangsmöglichkeit, eher schlecht, oder sauteuer… Ihr Lieben, wir drücken euch.
Küsse, Karma und Kangurus
Nina und Jan

Dienstag, 27.04.2010 Gilli Trawangan - morgen fliegen wir nach Australien
Die Rucksackschnecken

Die Ruscksackschnecke bewegt sich durch ständiges Verhandeln mit Tuk-Tuk- oder Busfahrern durch Asien. Wenn die Gesamtstrecke der Rucksackschnecke zu weit erscheint, nutzt sie gelegentlich auch einen Zug oder ein Flugzeug. Durch ihr ausgeprägtes Verhandlungsgeschick schafft sie es immer wieder einen Tuk-Tuk-Fahrer um den Verstand zu bringen - "OHhhh cannnooooott, i have seven children" - "ooooooohhhhh geeeht nicht, ich habbe sieeeeben Kinder", auch diese Argumente überzeugt die Rucksackschnecke nicht, zur Not zieht sie mit ihrem Rucksack von dannen, was jeden Tuk-Tuk -Fahrer das Herz zerreißt und er den Verhandlungen einschlägt.
Selbst der weiblichen Rucksackschnecke, der dieses Verhandlungsgeschickt nicht angeboren zu sein scheint, assimiliert sich ihrer Umgebung und lernt bei jedem Kauf eines T-Shirt, etc. die Preisgrenze schier in den Erdboden zu treiben (Rucksackschnecke Nina: wenn die Klamotte zu teuer ist, geh ich einfach weiter, wenn es wirklich zu teuer war, was es nun meistens ist, dann laufen die schon mit dem Taschenrechner hinter dir her und die Verhandlungen können beginnen).

Bei der Nahrungssuche passt sich die Rucksackschnecke dem Angebot des presenten Landes an, wobei dabei der Verzehr von Reis, Gemüse und Hühnerfleisch im asiatischen Raum bevorzugt wird. Die männliche Rucksackschnecke kann unter gewissen Umständen eine Affinität für Tofu entwickeln, bleibt aber wie das Weibchen, dem Angebot von Käfern und angebrüteten Hühnereiern fern. Ebenso kann das Männchen den lokalen Gerstengetränken, in Flaschen bevorzugt abgefüllt, etwas abgewinnen, was dem Weibchen nur gelegentlich gelingt und als europäische Rucksackschnecke alkolisierten Traubensaft vermisst (in Vietnam gabs Wein, aber das ist schon soo lang her).

Die Rucksackschnecke kann im asiatischen Raum ihr Nachtlager in diversen Destinationen aufschlagen, sie passt sich auch in diesem Fall den gegebenen Umständen an und kann sowohl einer einfachen Unterkunft für beispielsweise 7 Euro, aber auch einer luxuriöseren Ausstattung etwas abgewinnen. Befindet die Rucksackschnecke sich an einem Strand oder einer Insel, so kann sie durchaus dort ihr Badevergnügen fröhnen, ist gegenüber einem erfrischenden Pool dennoch nicht abgeneigt.

Die Rucksackschnecke zeichnet sich hauptsächlich durch ihre reduzierte Geschwindigkeit im asiatischen Raum aus. Wo andere Tiere, wie beispielsweise der Rucksackspeedpuma, in einem halben Jahr zwei Kontinente erforscht, bleibt die Rucksackschnecke ihrem Tempo treu und verweilt des öfteren über mehrere Tage am gleichen Ort. Durch dieses Verhalten kann die Rucksackschnecke über Monate glücklich und ausgeglichen sein und ist im Gegensatz zum Rucksackspeedpuma allseits entspannt und niemals gehetzt.

Auch eine gewissen Kontaktfreudigkeit kann man der Rucksackschnecke unterstellen. Sie sucht nicht zwingend ein Gespräch, ist aber nicht abgeneigt, wenn sich eine Kommunikation ergibt. Verläuft die Kommunikation mit anderen Tieren gut und angenehm, so erhält der Gegenüber als Zeichen für Sympathie die Rucksackschneckenhomepageadresse, was wiederum unsymphatischen Lebensformen verwehrt bleibt.

Die Rucksackschnecke muss unentwegt über die Preisstrukturen des jeweiligen Landes informiert sein, um die nötige Asienzeit zu sichern. Dies ist ausschließlich durch die ständige VORHERIGE Frage gewährleistet : WAS KOSTET DAS??

Neben dieser Frage kann die Rucksackschnecke ihr Überlegen in Asien vereinfachen, wenn sie zwei fundamentale Sätze in der jeweiligen Landessprache beherrchst:
1) Von wann bis wann ist Happy Hour?
2) Nein, ich möchte keine Sonnenbrille, kein T-Shirt, kein Transport, keine Happy Mushrooms, etc.

Unser Probandem haben diese Sätze ausschließlich in Englisch gelernt, konnten dennoch mit diesem Wissen einen gewissen Erfolg verzeichnen, was dies für die Wissenschaft an Erkenntnissen bringt, war bis Redaktionsschluß nicht ausgewertet.

Die bereits erwähnten Probanden werden nun die Testreihe in Asien beenden und neue Erkentnisse in Australien und Neuseeland beziehen.

Und nun dürfen die beiden Rucksackschnecken noch ein kurzes Statement abgeben:

Wir können nur sagen, es war so schön in Asien. Wir möchten keine dieser Erlebnisse missen und werden 100 % nicht zum letzten mal im Rucksackschneckenleben dort gewesen sein. Morgen den 28.04. gehts nach Australien!!!!

Küsse und Karma,

Nina und Jan

Freitag den 23.04.2010 auf Gilli Trawangan (Insel Indonesien)

Ja du machst mir Spaß Rüni, ne ne, da heiratet ihr einfach wenn wir nicht in Deutschland sind. Ihr hattet wahrscheinlich Schiss das wir euer Budget sprengen:-) Nein Quatsch, oh wir wären sooo gerne dabei, wenn ihr euch das Jawort gebt. Also herzlichen Glückwunsch zur Verlobung. Prost!

Wir haben anscheinend das falsche Jahr zum Reisen ausgesucht. Wir verpassen nun zwei Hochzeiten, eine davon wäre sogar in Rom, jaaaa... und wir verpassen diverse Partys zum 40ten Geburtstag von vielen lieben Freunden. Unter anderem verpassen wir heute die Party von Jeanette. Liebe Jeanette, noch dürfen wir dir ja nicht gratulieren, sind aber im Herzen bei dir und werden deinen Geburtstag definitiv im Los Amigos nachfeiern!! Genieß deine Party, wobei ich bezweifele das du diese Nachricht liest, du hast wahrscheinlich jede Menge noch zu erledigen. An alle die Jeanettes Party beiwohnen, gebt ihr von uns, ein dickes Bützje um 24:00 Uhr!

Vielleicht jetzt noch einmal kurz an Frau Ramzam: ja der Bart ist schon ne ziemlich krasse und kratzige Angelegenheit, aber er ist mittlerweile wieder ab, du kannst also entspannen! Das ist kein Dauerzustand, ich würde den Jan sonst auch heimlich im Schlaf rasieren und das wollen wir glaub ich alle nicht.

So nun aber erst einmal zum versprochenen Indonesien-Visum-Trimm-Dich-Pfad
Man erhält als Tourist bei Ankunft in Indonesien ein Visum für 30 Tage. Und ich kann wirklich sagen, dass war auch schon ordentlich chaotisch, vom Ablauf her eine ziemlich sinnfreie Angelegenheit . Nun gut, an für sich sind ja 30 Tage lang genug für drei indonesische Inseln, außer du willst von dort aus nach Australien und die Flüge sind grad arg teuer... daher dachten wir, ach bleiben wir ein bißchen länger und warten auf einen günstigen Flug. Das hat auch soweit geklappt, aber da geht kein Wanderpfad dran vorbei, wir müssen das Visum verlängern. Nicht das wir auf Bali schon x-mal die Möglichkeit hatten, neee, machen wir das mal auf Lombok. Ja in Mataram auf Lombok ist das sogenannte Immigrationoffice - Einwanderungsbüro, aber höchst wahrscheinlich sind in diesen Gemäuern noch andere behördliche Aktivitäten zu Gange, ansonsten wäre ich über die Anzahl der Antragssteller ein wenig überrascht.

Visum-Trimm-Dich-Pfad Tag 1 - ein Antrag kommt selten allein...
Ja von Sengiggi nach Mataram mit dem Taxi erst einmal gefahren, für ca. 3 Euro, soweit so gut. So jetzt muss man sich das folgendermaßen vorstellen: ein großes Gebäude, im oberen Teil soll die besagte Behörde sein, man kommt rein, links und rechts von dir Wartesitze, so um die 30 Stück inklusive abhängender Indonesier, ja und vor dir so in einer Art von U-Form Schalter mit mal mehr oder weniger vielen Beamten. Ok. Über den Schaltern waren auch so Anlagen, wie wir die so kennen um en Nümmerken zu ziehen, aber wo ist denn bitte der Automat wo ich die Nummer nun ziehen kann...? Tja, großes Fragezeichen. Nun will man ja als Tourist und wir waren weit und breit die einzigen Hellhäuter, also da will man ja auch nicht auffallen, hm, nun gut setzen wir uns erst einmal hin um eventuell ein Schema, wie die Einheimischen es so machen mit den Nummern ziehen, zu erkennen. Da sich da aber nicht viel tat und es sicherlich vollkommen sinnlos ist, in einem asiatischen Amt nach einem Schema zu suchen, bin ich, frech wie immer, einfach mal an so einen Schalter gegangen und hab nach ner Visumsverlängerung gefragt.

Und da blieb mir fast das Räucherstäbchen im Hals stecken, ich bekam eine gut verständliche Antwort, oder eher gesagt Aufgabe. Also erst einmal müssen wir nach unten einen Antrag besorgen und unsere Pässe kopieren.
Ok, klingt einfach, ist es mit genügend Geduld auch. Jetzt muss man sich das wieder so vorstellen. Treppe runter in so ne Art überdachten Innenhof, dort lief ein Fernseher und davor saßen ungelogen 40 indonesiche Herren und haben TV geglotzt, na was deren Funktion war, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Wir dann über den besagten Hof, an der entsprechenden Tür geklopft, wo es besagte Anträge geben soll. Jetzt muss man sich das so vorstellen: ein Büro, darin 10 Männer mit Vanillekippen im Mund, Gestank wie in einem Gorillakäfig samt Gorilla mit Darmproblemen, zwei in sich zusammenfallende Schreibtische. Ja, so war die Lage. Wir sollen jetzt aber erst einmal draußen warten... 10 Minuten. Ja draußen gewartet, jetzt würde man ja in Deutschland nach 11 1/2 Minuten klopfen und daran erinnern das man draußen noch auf das heiß ersehnte Formular wartet. Nach 20 Minuten hat dies Jan dem Meister im Büro auch versucht zu erklären und wir haben dann auch irgendwann für ein Euro pro Stück den Antrag erhalten.

So und nun noch in den "Kopiershop", bitte jetzt keine Assoziationen in Richtung unserer Kopierläden, aber das wichtigste war da, der Kopierer, nur der Chef war noch beten oder so... ein kleines altes Männlein, vor dem besagten Kopierladen, gab uns diese siedendheiße Info, während er nun auch postwendend die Situation nutze um einen von seinen  heiß angepriesenen Krokodilpenissen an uns zu vermarkten. Da sich wohl viele Indonesier um ihre Libido sorgen, war auch vor seinem Verkaufsteppich die Hölle los. Ich mein, bei mir würde die Libido versagen, wenn ich wüsste das mein Partner gerade Krokodilpenis gegessen hat... würgggg... Na auf jeden Fall hatten wir auch irgendwann die Kopie vom Pass und zurück nach oben um mit dem netten Beamten die Anträge auszufüllen. War auch super... dann noch einmal zum Kopierladen um die Anträge zu kopieren... ok, zwischendurch wurde man immer wieder gebeten Platz zu nehmen und zu warten. Nun eine herrliche Gelegenheit dieses Spektale mal im Detail zu betrachten. Wir sind in einem öffentlichen Amt, natürlich ist das Rauchen verboten, aber ich bitte euch, Gesetze sind da um gebrochen zu werden und die ausgerauchte Kippe kann ich auch einfach auf dem Boden fallen lassen, schließlich soll das Putzpersonal nciht umsonst bezahlt werden. Noch eine nette Kuriosität, der laut laufende Fernseher, hinter einem der Beamten, da lief grad so etwas wie Indonesien sucht den Superstar, oder aber "Heut singen wir so lange bis die Ohren bluten", seis drum, aber saucool... Na wir wurden dann wieder zum Beamten gerufen, der nun sagte, dass wir am nächsten Tag einmal um 10 Uhr morgens und um 3 Uhr mittags kommen sollen, einmal zum bezahlen und dann noch einmal zum abholen. Aha, ok. Bezahlen können wir aber auch jetzt gerne, nein nein, das muss alles seine Ordnung haben, bitte bezahlen sie morgen... ok!

Tag Nummer 2
Wir sind auch super hirnverbrannt, stressen uns ab, um pünktlich um 10 Uhr auf dem Amt zu sein... Pünktlich und Amt ist ja in Deutschland schon so ne Sache, aber in Indonesien, nun wir waren pünktlich wie die Maurer und ab zu dem netten Beamten, der war aber leider nicht da! Hatte wohl gestern zuviel Krokodilspenis... hi hi... na dafür bediente uns eine sauunfreundliche Beamtin die uns klar zu verstehen gab, ist seit hier nur für eins, um zu zahlen, also stellt euch beim Kassierer an und nicht bei mir. Ab zum Kassierer, mit einmal wieder Platz nehmen und warten, haben wir dann unser Visum bezahlt, pro Person 25 Dollar, nicht schlecht Herr Specht... ja nachdem wir dann um den besagten Betrag leichter waren, wieder zur unfreundlichen Frau... ja wir könnten für heute gehen... wir hätten heute nur bezahlen müssen, wir sollen morgen wiederkommen, dann könnten wir wahrscheinlich die Pässe abholen... Nun ok, dann wieder zurück von Mataram nach Sengigi... Gott sei Dank sind die Taxen nicht sooo teuer...

Tag danach: wir sind erst garnicht hingefahren, a) hatte wir den Abend vorher mit Australiern lange gefeiert und ich einen ausgewachsenen Kater und demnach eine Stimmung die nicht kompartiebel mit nem asiatischen Amt war... b) die Pässe waren ja wahrscheinlich eh nicht fertig...

Tag 3) Wir haben die Pässe!! Jepp, nochmal nach Mataram und zurück nach Sengiggi, aber diesmal mit dem Pass in der Tasche...


Also klar, das war auch alles überhaupt nicht schlimm, oder eher gesagt, hatten wir es uns wesentlich schwerer und anstrengender vorgestellt, aber dieses Erlebniss werde ich nie vergessen... Ämter sind oft unlogisch und das überall auf der Welt!!

So die letzten Tage in Asien brechen an... ich schreib auf jeden Fall noch bevor es nach Australien geht.

Küsse und Karma,

Jan und Nina

Freitag, 16.04.2010 Lombok

Ich grüße euch, ihr Freunde der indonesischen Reistafel. Herzliche und warme Grüße gibts von der allseitsbeliebten Nachbarinsel von Bali: Lombok, yepp, vor einer Woche dort gelandet nach ca vier Stunden langsam Fähre fahren. Dies muss ich einfach so betonen, denn ihr könnt auch innerhalb von einer Stunde auf dem guten alten Lombok sein, mit bereits in Thailand kennengelernten Schnellbooten, hier nun Speedboat gennant. Diese düsenschnelle Booten kosten per Persönchen mindestens 600.000 Rupia, das sind jetzt gerade um dem Daumen geschlagen gute 55 Euro, wir haben hingegen 31.000 Euro für die langsame Fähre geblecht, also noch nicht einmal 3 Euro. Der Wahnsinn oder? Also wenn man die Zeit hat, gut das ist ja immer so ne Sache mit der  Zeit, aber wenn man sie hat, sollte man unbedingt mit der langsamen Fähre fahren, weils auch ein Riesenspaß bringt. Am Fährhafen ist mal nischts los, einige sagen wir mal verwegene Gestalten wollen einem noch vorm Ticketstand die Schnellboote schmackhaft machen, aber ansonsten tote Hose. Nachdem die Speedboote Einzug gehalten haben, sind die Fähren fast ausschließlich Reisemittel für die Einheimischen. Herrlich! Allein vor dem Anleger stehen zich abhängende indonesische Angestellte der Fährgesellschaft in Uniform und nur Krishna weiß, was um alles in der Welt all die Jungs dort den ganzen Tag so tun, außer Vanillezigaretten rauchen und rumspucken.

Von der Fähre war ich schwer begeistert, ganz neu und wirkt sicherer als alle bisher kennengelernten Boote. Dann kommen mit den Fahrgästen die Essen und Trinkverkäuferinnen aufs Schiff, sie wollen ihre diversen Getränke, Chips, Kekse, Bananenchips, etc, an den Mann bringen. Wir haben uns dann doch auch irgendwann mal breitschlagen lassen und ne Tüte Bananenchips (gesalzen, toootal lecker) und zwei Reispäckchen gekauft. Lecker und praktische Nummer, in Bananenblätter gewickelt eine Portion Reis, ein bißchen Hühnchen drüber und eine nicht wirklich definierbare aber sauscharfe Würzsoße, macht satt und im Bananblatt bleibt die kleine Speise lange frisch. Yammi yammi, die Verkäuferin hat die Gunst der Stunde genutzt, da wir kurz vorm Ablegen waren, hat sie halt wohl vergessen das Wechselgeld wiederzubringen, aber da es nicht viel war, soll es ihr gegönnt sein.

Nach ner Stunde Fahrt, sprach ein Indonesier Jan ganz aufgeregt an, wir sollten mal aufs Meer schauen, eher gesagt zeigte er mit seinen Händen aufs Meer und sagte immer nur Lumbalumba, ahh und dann sahen wir sie auch, mindestens 20 Delphine auf beiden Seiten des Schiffes, wunderschön... na in den Augen von Atze Schröder sind das ja nur schwule Haie... das sah ganz überwältiigend aus. Wenn man überlegt das man sonst für ne Delphintour so ca. 20 Euro löhnen muss, dann haben wir schon richtig Glück gehabt. Und auch die Fischer kamen ganz auf ihre Kosten, direkt nach Ablegen, warfen zwei Einheimische die Angelschnurr über die Reling und Leute die haben wirklich richtig dicke Fische immer wieder aus dem Meer geholt, superklasse dieses Spektakel zu beobachten. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal so eine tolle Unterhaltung für so wenig Geld bekommen habe.

Na und nun sind wir schon eine Woche auf Lombok. Wir haben hier auch nun mittlerweile die dritte Unterkunft bezogen. Wie der Zufall es so will, hat Jan bei der Hotelsuche ( 2 Stunden in der prallen Sonne, als er zurück kam hätte man mit der Flüssigkeit in seinem Shirt ein Aquarium füllen können), nun zurück im Text: Jan hat bei der Suche das australische Paar, was wir bereits auf Bali getroffen hatten und aus Vietnam kannten, wiedergesehen. Jan hatte auch schon Bedenken, ob die uns nicht für ihre persönlichen Stalker halten. Hatten aber mit den beiden und deren Familie eine tolle Grillparty im Garten vom Hotel mit einigen Hotelangestellten, gegrillter Fisch mit einer feinen Ketjap Manis - Chilli - Sauce, Bier, Wein und Gitarren und singen singen singen, war natürlich voll mein Ding.

Nun mal zur Zukunftsmusik: Übermorgen gehts erst einmal weiter nach Gilli Trawangan, nein das ist keine Geschlechtskrankheit, auch wenn es sich so anhört. Dies ist die größte der drei Gilli - Inseln. Ich werde dann mal einen direkten Inselvergleich ziehen: Bali - Lombok - Gilli.
So und wir haben nun auch alles in de Täsch für Australien. Ja, wir sind Streber. Am 28.04. fliegen wir nach Darwin und das entsprechende Visum haben wir auch schon, denn Australien hat die tolle Möglichkeit eingerichtet, ein Visum übers Internet zu beantragen, was sicherlich auch mit der wahnsinnigen Touristenlawine zusammenhängt. Auf jeden Fall mach ich jetzt hier mal einen Schnitt für heute, werde aber zum Thema Visum demnächst noch eine kleine Geschichte mit dem Namen: Visum-Trimm-Dich-Pfad in Indonesien erzählen. Wir auf einem indonesischen Amt, Helau.

Wir wünschen euch ein wunderschönes Weekend und ich sag mal, bis die Tage,
Küsse und Karma

Jan und Nina



      Na ihr Lieben,
habt ihr alle Ostereier gefunden? Wir haben hier natürlich nichts von Ostern mitbekommen, aber da wir die letzten sechs Monaten recht viele Eier zum Frühstück hatten, ist das auch nicht wirklich schlimm. Ja richtig, ein halbes Jahr nun. Vorgestern haben wir dies auch gebührend gefeiert, mit reichlich Caipirihnas und Bintang Bier. Schon merkwürdig. Jan und ich haben da ein etwas unterschiedliches Zeitempfinden, bei mir war es bis zu Monat vier alles gaaanz langsam, wo Jan schon bei der Jahreswende von Zeitraffer sprach. Bei mir sind nun die letzten beide Monate gerast und irgendwie wirds jetzt merkwürdig, wenn es immer ein Monat weniger wird.

Nun es ist glaub ich an der Zeit ein Halbjahresfazit zu ziehen:

7 Länder = China, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien

sprich 7 Währungen = nein jetzt zähl ich hier nicht jeden Wechselkurs auf, aber soviel zum Thema Währung: ich hab mich nie so richtig für die Stärke des Euros interessiert, ist mir ja Daheim recht schnuppe, nun dies hat sich für uns natürlich arg geändert, Jan (unser Buchhalter und Finanzmanager) prüft bei jeder Gelegenheit den Eurokurs und was anfangs ja noch eine euphorische Freudensinformation war, entwickelte sich immer mehr zu einer Kotzreizsituation - unter anderem trinken wir mal einen leckeren Ouzo auf unsere griechischen europäischen Geschwister...

26 Städte oder aber auch Dörfer = ja also ich leg mal los, neee Quatsch, ich glaub kaum das es euch im Detail interessiert, aber hier ein kleines Nina Ranking zum Thema Städte:

Ranking 1) schönster Strand: bis jetzt ganz klar zum einen Phu Quoc in Vietnam und Koh Lipe in Thailand. Phu Quoc hat ganz klare Maßstäbe gesetzt, denn wir hatten wirklich alles was man braucht: einen wundervollen Bungalow direkt am Strand, glasklares Wasser, tolles Essen (mit das Beste was wir in Asien hatten), tagsüber ruhig und leer, abends hatte man aber die Möglichkeit auszugehen, tja danach hatte es jede andere Insel einfach schwer gehabt. Ich fand auch Koh Chang beispielsweise sehr schön, aber Nummer eins bleibt Phu Quoc. Dann war auch Koh Lipe not from bad parents. Das Wasser war noch klarer, der Strand war auch schön, keine Straßen - sprich keine Autos oder Mopeds und gilt sicherlich noch als Geheimtipp und ich bin froh das wir dort waren! Sehr! Noch haben wir ja Lombok und Gilli Trapangan vor uns, mal sehen ob sie den beiden, den Rang ablaufen können. P.S. die meisten Mückenstiche hatte ich auf Phu Quoc aber det mäckt nix...

Ranking 2) beste Großstadt: Peking war es sicherlich nicht, aber die zweite Stadt in der wir waren: Hong Kong. Diese Stadt besticht ganz klar als Melange von alt und neu, Asien und den Rest der Welt, edel und heruntergekommen, laut und leise, schön und häßlich, Hong Kong hat von allem ein bißchen, aber nicht im Übermaß und nicht unangenehm... Hong Kong hat sicherlich den Vorteil unter der englischen Krone lange Zeit auf Vordermann gebracht worden zu sein, dabei aber die ursprünglichen asiatischen Teile der Stadt nicht komplett zerstört zu haben. Machen wir uns mal nix vor, die asiatischen Großstädte haben natürlich alle ihren speziellen Reis,ne Quatsch Reiz, außer Peking. Aber ich muss natürlich auch sagen, Hong Kong war ganz am Anfang, man gewöhnt sich natürlich schnell an die asiatischen Lebensgewohnheiten und dadurch übersieht man eventuell auch schon einmal etwas, Kuala Lumpur und Singapur waren auch gigantisch.

Ranking 3) schönste Kleinstadt: auch schwer, aber da liegt mein Favourit bei Pai in Nordthailand und Siem Reap in Kambodscha - da wo Angkor Wat ist. Pai, ja ein Ort der für Leute mit Kurvenallergie nicht leicht zu erreichen ist. Der Weg dorthin ist eigentlich schon das Ziel, Landschaft ist ein Traum und dann wird man belohnt wenn man nach gefühlten 10.000 Kurven dort oben ankommt. Seines Zeichens mal bekannt für den Opiumhandel, was der allseits beliebte König Bumiphol aber verboten hat und den Leuten die Alternative Erdbeeranbau mit den entsprechenden Subventionen gab. Erdbeeren werden in Thailand nur dort angebaut. Ja Pai, ich würd sagen das Katmandu der heutigen Zeit, es gibt kaum einen Ort in dem so viele Reisende hängen geblieben sind... "sag mir wo die Blumen blühn, wo sind sie geblieben" - ja muss ich noch mehr sagen? Der Ort liegt da oben auf dem Berg wie in eine Art Hippiedornröschenschlaf mit dem schönsten Nachtmarkt überhaupt.
Ja lass mich nicht Siem Reap vergessen, nein nein. Man fährt eigentlich nur nach Siem Reap um nach Angkor Wat zu fahren, aber wir sind gerne einige Tage länger geblieben und diese schöne Stadt zu genießen. Sie fällt einem vielleicht so ins Auge, weil man so etwas in Kambodscha einfach nicht erwartet. Es gibt vielleicht nicht viel zu entdecken, dafür hat man ja schließlich Angkor Wat vor der Haustür, aber schöne Restaurants in denen man abends seinen geschunden 10 Stunden Angkor Wat - Körper ein wenig pflegen kann, mit gutem Wein und köstlichen Essen.

Ranking 4) Geschlechter (subjektiv aber ehrlich)
die schönsten Mädels: Thailaaaand - auch für mich als Frau, ich kann nur sagen, ich werde blass vor Neid, wobei die Mädels gerne so blass wären wie ich.
die schönsten Jungs: noch nicht gesehen, warten wir auf Australien - sprich ich werd wohl hier nicht mit nem Einheimischen durchbrennen.

Ranking 5) das beste Bier: KEINS, we miss you, you lecker frisch gezapftes Kölsch

Ich glaub das war mal genug Ranking für den Anfang...

Weiter gehts zu den Fakten, Fakten, Fakten:

47 unterschiedliche Schlafplätze -
also mindestens 47 packen und stopfen und am Rucksack reißen. Manchmal läufts mit dem Packen super, manchmal fragt man sich, wie all diese Sachen jemals in den Rucksack gepasst haben. Und nein, nur weil man das oft macht, wird man darin nicht besser!
Die Schlafplatzselektion ist meistens mein Job und bis jetzt hab ich da wenig Schimpfe von dem Finanzmanager Brungs bekommen. Eigentlich versteht man ja unter dem typischen Backpacker, mit dem Rucksack durch den Ort latschen und alles abklappern bis man was für seine Vorstellungen und Geldbeutel entsprechendes gefunden hat. Nun, ja das machen wir ab und an auch, aber wir sind da ein wenig faul geworden. Meistens buche ich für die erste Nacht in einem Ort vorab im Internet ein Zimmer. Wir lieben ja Agoda, denn darüber sammeln wir weiterhin noch Punkte, sprich derzeit könnten wir für 75 Euro Punkte einlösen, ein echt netter Nebeneffekt. Zwischen supereinfach und superschick war schon alles dabei, wobei wir uns, glaub ich, meistens so im Mittelfeld bewegen. Bis auf die erste Nacht in Singapur, war es aber immer sauber und das ist nun das allerwichtigste Kriterium, was ich natürlich vorab im Internet nicht abchecken kann, da helfen auch wenig die Bewertungen der anderen Gäste.

1.935 Besucherklicks auf www.superweb.de/ninaundjan
Ja was soll ich sagen, ich bin ja ganz verzaubert über diese Anzahl von Besuchern auf unserem kleinen Block. Mir machts zumindest jede Menge Spaß ein wenig was über unsere Tour zu schreiben. Vielen Dank für euer Interesse!

Und noch kurz was man nach einem halben Jahr vermisst:

- Euch. Ja Familie und Freunde, einen Abend gemeinsam irgendwo sitzen und ein Weinchen schlürfen, ach wäre das schön. Am liebsten hätten wir euch alle hier!
- natürlich deutsche kulinarische Köstlichkeiten inklusive den passenden Getränken
- mal wieder selber kochen, bohr das vermiss ich doll, besonders weil ich mir jetzt auch viele Rezepte  von den leckeren asiatischen Gerichten besorgt habe, Ragout aus Hundemagen und Katzenzunge, mein Favourit... hi hi, ne ist alles garnicht fies, normales Essen, keine Angst.
- kommt jetzt eher von Janni: Kaffe - Kuchen an nem kalten Wintertag
- auch Janni: die Sportschau
- einen deutschen Film

So jetzt geh ich schlafen. P.S. die ganzen Berichte schreib ich auf unserem 11 Zoll Netbook, also auf ner Briefmarke, meine Augen finden das auch gut:-)

Wir drücken euch ganz fest, macht euch noch schöne Ostertage!

Küsse und Karma,

Nina und Jan

Freitag der 12.03.2010 - Kuala Lumpur
So, ja jetzt gönn ich mir kurz eine Schaffenspause und schreib endlich mal wieder auf unsere Seite...
Ja ihr habt ganz richtig gehört - die Arbeitslose spricht von Schaffenspause, jetzt schlägts 13. Ne ne, was soll ich euch sagen, bin gerade dabei das Internet nach einer Schlafmöglichkeit in Singapur zu durchforsten - teures Pflaster dieses Städtchen. (Sagen wir mal so, was so unserer Preisvorstellung entspricht befindet sich zum großen Teil im Rotlichtviertel, für Asien ja nicht so ungewöhnlich, aber wenn es schon in den Bewertungen der Häuser so stark bewertet wird, dann sag ich mal, hm, suchen wir erst einmal noch weiter. Bin ja mittlerweile Profi in der Interpretation von Bewertungen und Unterkunftsbeschreibungen... gut das man dabei kein Verfaß bestimmen muss, da war ich immer ne Niete. "Frau Langhoff, Sie niederrheinischer Hinterwelter - sechssetzen - Danke Herr Dr. L, mein Gott nach all den Jahren läuft mir das noch hinterher, sollte dringend über eine Deutschlehrertherapie
nachdenken)

Ohh jetzt bin ich abgeschweift... na zur Zeit sind wir ja in Kuala Lumpur. Recht viel haben wir noch nicht gesehen (außer ich diverse
Shoppingmalls - HILFEEEE!), ne ganz im Ernst, wir wohnen mit Blick auf die weltberühmten Petrona Towers, seiner Zeit mal möchtegern höchstes Gebäude der Welt, mit sagenhaften 452m
erschauderlicherner Höhe. 2004 wars dann mit dem Ruhm auch
vorbei, aber natürlich ist es immer noch prächtig sie anzuschauen, besonders im dunkeln, wenn alles blinky blinky macht, als ob man die mit Diamantenstaub überzogen hätte. Möchtegern höchste Türme - jetzt kommts - weil ab Meter ich weiß nicht was -
keine Wohnetagen mehr sind, ja aber in meinen Augen sind die trotzdem dann hoch, aber egal, mich fragt ja keiner.

Eigentlich wollten wir heute schon auf die Türme drauf, ABER da muss man schon ein bißchen eher als um 10 Uhr auf der Türschwelle  stehen, aber oh ha. Man kann umsonst hoch, ab acht Uhr morgens werden die Karten verteilt - FÜR ÜMME (wo gibts noch was umsonst), wer dann da ist hat gute Chancen auf die sogenannte Skybridge zu kommen. Diese Brücke verbindet die beiden Türme miteinander und man hat dann einen tollen dollen Blick auf Kuala Lumpur. Auf den Karten steht dann die Uhrzeit, wann man denn da hoch darf, also wahrscheinlich irgendwann im Laufe des Tages. Man muss dann zwanzig Minuten vorher da sein, um durch die Sicherheitsschläuse zu gehen. Find ich ok, es laufen einfach genug Verrückte in der Welt rum.

Also immerhin standen wir heute schon davor, morgen wird dann mal eher aus dem Bett gehüpft!

Um noch einmal auf die Cameron Highlands zurück zu kommen. Wir haben eine Dschungelwanderung gemacht - der Jan und ich,
ohne Führer, jawohl und da ihr ja nun gerade diese Zeilen lest, könnt ihr direkt die Schlußfolgerung ziehen, dass wir überlebt haben.
Es gibt dort oben in den Highlands recht viele Wanderwege die durch den Dschungel führen, hat man einmal einen Eingang dazu
gefunden, sind sie wundervoll ausgeschildet, nur der Weg dorthin steht auf ner anderen Muschel. Wir haben dann bei der Suche
auch noch blöderweise ein Cafe gefunden, wo wir uns noch einen guten Kaffe (nach langer Zeit endlich mal) und einen Currypuff
gegönnt haben. Currypuff ist natürlich kein indisches Bordell, sondern eine Teigtasche gefüllt mit Hühner-Kartoffel-Curyymatsche,
köstlich. Nach dieser Stärkung waren wir dann endlich im Dschungel, aber es war dann schon so gegen drei Uhr, recht spät.
Ich kann nur eins sagen, ich hatte am nächsten Tag so einen Muskelkater das ich nicht mehr von vier, sondern von fünf Buchstaben reden kann. Es ging über Stock und Stein, steil bergauf und dann natürlich steil bergab, bei einer Temperatur die man für die
Zubereitung von Sonntagsbraten verwendet, wir haben geschwitzt wie die Schweine... ja und dann kam irgendwann der Gedanke,
wenn nicht gleich mal das verfluchte Schild in Richtung Weg 5 kommt, wir eventuell einen Großteil des Weges im Dunkeln
durchziehen müssen, was für eine gemütliche Vorstellung. Demnach sind wir dann durch den Dschungel gefetzt als ob ein wildes Tier hinter uns her wäre... wir haben dann diesen Weg in sagenhaften zwei Stunden geschafft... Yiiiehhhaaaaaa!
An diesem Abend sind wir sehr schnell und friedlich eingeschlafen!!

Morgen oder Übermorgen gibts dann mal Fotos von den Towers, sollten wir denn Karten ergattern!!

Jetzt noch einige direkte Worte an einige virtuelle Mitreisende:

Liebe Rüni Ram Zam, irgendwie verpassen wir uns leider um die Wette bei Skype, aber wir hoffen euch bald mal alle zu sehen und
besonders wollen wir ja mal Leo kennenlernen. Sollten diese Zeilen irgendwann einmal als Buch veröffentlicht werden, werden
auch die Gästebucheintragungen reingepackt, wir lachen uns immer schlapp über deine Nachrichten. Also auf ein baldiges Wiederskypen!

Liebe Elfi und Werner von Koh Chang: solltet ihr immer noch unsere Seite verfolgen, dann schreibt doch einmal an reisetime@web.de
eure Emailadresse, wir würden uns sehr freuen.

So jetzt such ich mal weiter nach Unterkünften!

Küsse und Karma,
Nina und Jan

03.03.2010 Bali (Nusa Dua)

Ja erst einmal frohe Ostern ihr Lieben, wir hoffen ihr habt auch entsprechendes Feiertagswetter in good old Germany. Ja wir haben also vor zwei Tagen Bergfest mit reichlich Caipirinhas gefeiert, Tatsache wir sind nun ein halbes Jahr auf Tournee. Die zweite Dekade beginnt. Puhh heftig oder was meint ihr? Werde später mal noch weitere Sätzchen verfassen, der Tisch ist einfach zu hoch, dass ich so lange tippen kann. Werde also im Hotel vorschreiben müssen und es morgen online stellen. Im Hotel ist das Internet einfach zu unerschwinglich. 6 Dollar die Stunde, die spinnen.

Genießt euer langes Wochenende!

31.03.2010 Bali
NEUE BILDER gibts unter Asien zweiter Teil - Indonesien
Zurzeit düsen wir immer noch mit unserem Auto über die Insel... heute sind wir in Ubud, berühmt geworden als Künstlerdorf, mittlerweile auch eher ein Touristenmassenabfertigungsort... wir werden berichten wenn wir dann endlich in Nusa Dua im schönen Hotel eingecheckt haben, was unsere lieben Freunde uns zum Abschied geschenkt haben, eher gesagt den Gutschein. An Jeanette noch einen lieben Dank für all die Hilfe!

Bis die Tage,
Küsse und Karma,
Nina und Jan

Bali 26.03.2010 - Tag 178
Bali 26.03.2010 - Tag 178
Ihr lieben balinesischen Tempeltänzer, dass Bergfest rückt immer näher.... Unseren Plan auf 13 Monate zu verlängern ist so gut wie hinfällig, außer wir finden einen saugünstigen one-way - Flug von Australien in die Heimat. Da dies aber wohl nicht eintreten wird, landen wir so wie es aussieht mit der Maschiene am 30.09.2010 wieder in Frankfurt. Ansonsten gehs uns supi und nein, wir haben nicht beide Kameras verloren, die Tage gibts wieder neue Bilder. Da wir nun aber zur Zeit in Kuta residieren, gibts eigentlich kein echt gutes Motiv. Der Strand hat zwar Hammerwellen ist aber ansonsten nicht der Knaller, der Ort Kuta ist einen Perlenkette von Bars und Shops... ich schreib die Tage mal mehr, wenn wir entspannt in unserem Hotel liegen, was wir dank des Abschiedsgutscheins der Freunde nun genießen können. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke. Vorher gehts noch einige Tage mit dem Auto über die Insel (von Montag bis Freitag nächste Woche), dann gehts ins Geschenkhotel, yipiieeeehhhh. Vorher gibts aber mit Sicherheit neue Bilder und einen kleinen Balibericht.

Küsse und Karma,

Nina und Jan

Dienstag, 23.03.2010
Reisen bildet und ich bin jetzt wieder um eine wichtige Information schlauer, nämlich: und jetzt passt schön auf: Was heißt auf hölländisch "Sterben fürs Vaterland"? Ja, wie wisst ihr nicht? Ne? Denkt mal nach! Keine Ahnung? Ich sags euch: "gesneuveld fürs Vaterland". Kein Scherz! Woher ich diese Information habe, ja was glaubt ihr denn, ha, ja nicht von irgendwelchen Frikandeln mit Rucksack, sondern ich hab einen Stern aus anno Driet en de Pief ergattert und dort war ein wunderbarer Bericht über unsere käsegeilen Nachbarn. Der Bericht war jetzt nicht einfach so im Stern, sondern anlässlich der Fußball EM, also könnt ihr euch gut ausrechnen, wie alt dieses Hühnchen ist.Ich habs in unserem wundervollen Backpacker in Singapur gefunden und da diese Ausgabe auch noch top in Schuß ist, scheinen nicht gerade viele Deutsche dort zu sein, oder die Deutschen die dort nächtigen, haben kein Interesse an veralterten Sternberichten. Ich hingegen war selig, endlich mal wieder was in der eigenen Muttersprache zu lesen, hat was beruhigendes. Dieser Stern lag im Amigoshostel, der Backpacker der in unserer zweiten Nacht unsere Heimat war, auch darüber war ich selig, denn die Nacht zuvor im Dragonhotel hatte etwas dämonisches. Wir sind ja eigentlich Glückskinder, dürfen uns über unsere Unterkünfte nicht beschweren, nach einer aufregenden Fahrt nach Singapur haben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht und da die Uhrzeit schon weit vorangeschritten war, mussten wir in die saure Papaya beißen und das Dragonhotel nehmen.
Neben der Rezeption ein Schild: Zimmerpreise: 1 Stunde 30 Singapurdollar, 2 Stunden 40, und so weiter und so weiter, ein komplette Nacht 70... daneben ein Schild: Prostitution ist strengstens verboten... ahaaaa, also scheinen öfter Menschen direkt vor diesem Hotel einen extremen Schwächeanfall zu bekommen und müssen sich sofort hinlegen und können keine Kraft mehr aufbringen in ein Taxi zu steigen und ins eigenen Hotel zu fahren. Was wiederum besser wäre, denn wenns nur ein kleiner Schwächeanfall ist, würde dieser sich bei Eintritt ins Zimmer zu einem ausgewachsenen Riesenschwächeanfall entwickeln. Ich sags mal so: der Teppich hat sicherlich seit Jahren keinen Staubsauger mehr gesehen, oder auch nett, im Badezimmer riesige Zahnpastaspuren auf dem Boden. Ja ich mein, wäre Zahnpasta so schlecht wie Schiffsfarbe zu entfernen, hätte ich Verständnis, ich wiederum hab da ganz bombastische Erfahrungen gemacht, besagte Paste mit Wasser zu entfernen, aber was weiß ich schon.
Ist auch egal, kann ja nicht immer nur prima sein, aber umso ärgerlicher wenn die Absteige dann noch 70 Singapurdollar, also ca. 35 Euro kostet. Singapur war wohl eh nicht die Glückstadt. Wir sind von Kuala Lumpur mit dem Bus nach Singapur, der Busfahrer hatte sich schon die ganze Zeit so verhalten, als ob er Daheim nix zu sagen hätte und seinen Frust jetzt mal an den Businsassen auslassen muss... na also an der Grenze schrie er uns alle nur an, wir sollten jetzt alle aussteigen, mit Gepäck: das wars, keine weitere Info wo er dann steht wenn wir fertig sind, aber da man aus Asien es gewöhnt ist, dass alles einfach von alleine klappt, sind wir treudoof (leicht verärgert) losmarschiert. Dieser Grenzübergang hatte was länger gedauert, einmal aus unserer Blödheit, weil wir uns an einer Schlange angestellt hatten die nur für Einheimische ist, also noch einmal von hinten das Feld wieder aufrollen, tja und kurz bevor wir dann dran waren gabs mit dem Kollegen vor uns irgendwie Probleme. Egal, wir haben uns zu keiner Zeit einen Stress gemacht. Dann aus dem Gebäude raus, mit einem weiteren Stempel im Pass und weit und breit nix zu sehen von unserem schreienden Pantoffelhelden. Gesucht, nicht gefunden, gefragt - Antwort: ja also die Busse warten nur dreißig Minuten dann fahren die... ja super, hätte den schreienden Fahrer jetzt nicht viel gekostet die Info vorher mal rauszuhauen. Wir dann mit dem Taxi halt nach Singapur rein, besagtes Dragonhotel gefunden und dann einfach nur in Ruhe in Chinatown gegessen. Am nächsten Morgen in das Amigoshostel, herrlicher Besitzer, hat sich erst einmal mit uns auf den Boden gehockt und im Detail die Stadtkarte von Singapur erörtert, was ist zu tun, was ist zu lassen. Der Backpacker supersauber, alles prima und für 10 Euro weniger, gab sogar Kaffee, Kaja (Jan hat sich jetzt dran überfressen: Kokosnussmarmelade) und Toast, was will man mehr.
Jaaa was will man mehr... Nina will ihre Kamera zurück. Als ich vom schönen Hotel ein Foto machen wollte, fand ich meine Kamera nicht mehr. Nach drei mal Rucksack durchforsten kam die Erinnerung an den Vortag zurück. Ich hatte im Bus meine Kamera ins Netz vor mir gelegt um Fotos zu schießen wenn wir in Singapur reinfahren, oder zur Not um den Busfahrer damit zu bewerfen, nein Quatsch, dafür war die Kamera zu wertvoll, da hätt ich schon was anderes gefunden. Ja, ich sausausaublöde Kuh, natüüüürlich muss man alles mit aus dem Bus nehmen, wenn man eine Grenze überschreitet, aber der Schreihals hat so einen Stress gemacht und nicht vorher mal rechtzeitig gesagt das wir gleich aussteigen müssen, aber das ist keine Entschuldiung. Bin schon ein wenig traurig drüber, da es ein Geschenk von meinem Vater war. Geschenke zu verlieren hasse ich! Ich hab das ja auch leider viel zu spät gemerkt, am nächsten Tag haben wir noch am Busterminal gefragt, aber da war nix zu holen. Hm, die Kamera ist wohl dann dem Reisegott geopfert worden. Zum Glück waren nicht mehr viele Bilder drauf, nur die Nacktfotos vom Jan... hi hi, ne Quatsch...
Ja ansonsten zu Singapur: gigantische Stadt, mit vielen vielen Verboten und drakonischen Strafen, kleiner Auszug aus dem Strafkatalog:
Tauben füttern -  150 SDollar, Essen und Trinken in der Ubahn 500 SDollar, Transport einer Gasflasche in der Ubahn -5000 SDollar, wie ärgerlich, ich wüsste nicht wie ich sonst meine Gasflaschen transportieren sollte als mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Wir haben an unserem letzten Morgen uns mit Salim zum Frühstück getroffen... Salim ist auch einer von diesen guten Menschen aus Krefeld:-) Er ist der Freund von der Tochter eines Freundes meines Vaters, alles klar? Auf jeden Fall studiert er derzeit in Singapur und es war wunderbar mit jemanden der auch fern der Heimat ist zu quatschen!!
So jetzt muss ich hier erst einmal eine Schreibpause einlegen, hat wahrscheinlich auch keiner Lust noch mehr an einem Stück zu lesen.

Nur noch soviel, wir sind auf Baaaaalllliiii!!!

Die Tage wieder mehr von uns ihr süßen Sternfruchtsäftchen!

Küsse und Karma,

Montag 08.03.2010 Irgendwo in den Cameron Highlands...
Zero points for Ipoh... und herzlich willkommen in den französischen Alpen...

ne aber nun wirklich nicht. Ipoh ist keine Stadt die man unbedingt gesehen haben muss. Aber wie mein werter Herr Papa schon sagte am Telefon :"mein liebes Kind, es kann nun nicht überall schön sein" Wie Recht du hast Papa. Gut also Ipoh ist die 4-größte Stadt Malaysias, hat aber dennoch nix zu bieten, allerdings könnte man aus dieser Stadt ein richtiges Schmuckkästchen machen, hat aber anscheinend keiner Lust, Zeit oder Geld für. In dieser Stadt gibt es massig viele Hotels, wobei mir nicht klar ist, wer denn da bitteschön alles noch kommen soll.
Ipoh hat viele alte Häuser die vor sich hinvergammeln, es gibt keinen wirklichen Stadtkern und generell ist dort eine sehr merkwürdige Stimmung. Man kanns schlecht beschreiben, als ob man gemeinsam ein großes Geheimnis teilt und die blöden Touris es auf keinen Fall erfahren dürfen. Nun gut, die Menschen sind sagenhaft freundlich und nett, aber das wäre nun alles was ich darüber zu sagen habe.
Gestern haben wir dann eine bombastische Schrottkarre für viel zu viel Geld übernommen, um in die Cameron Highlands zu fahren. Auch dazu gibt es nicht mehr zu sagen, außer vielleicht, aber nur vielleicht, dass wir mal mächtig verarscht worden sind. Denn es begab sich nämlich folgendermaßen: an der Rezeption des Hotels um ein Auto for rent gefragt, denn in dem kompletten Dorf von Ipoh war kein Autoverleiher zu finden, ich hielt das immer vorher für nen Witz, aber nein nein, vollkommen wahr ist das leider. Nun gut, der junge Herr hinter der Rezeption sagte uns einen Preis und ein Auto sei auch morgen frei und das würde man uns zum Hotel bringen, gut und schön, nichts ungewöhnliches. Was man vielleicht merkwürdig finden kann, dass besagter junger Mann uns dann noch einmal sagte wir müssten warten er müsste noch was klären, wobei der Verleih generell ja garnicht über ihn läuft. Egal, am nächsten Morgen nahm Jan besagte Schrottkarre von einem Herrn entgegen, der wohl Angst vor uns hatte und direkt mit seiner kompletten Familie inklusive Kindern angereist war um besagtes Gefährt zu übergeben.

Na, die Kutsche (und Jan) hat uns nun in die Cameron Higlands gefahren, obwohl wir mit einem mittelgroßen Auto, von jedem Kleinwagen locker überholt wurden. Egal, wir sind in den Cameron Highlands, benannt nach dem Vermesser dieser Bergregion und seines Zeichens englischer Landsmann. Die Autobahn zu den Highlands hätten wir im Leben nicht gefunden, hätte uns dieser nette Einheimische nicht gefragt ob wir Inder oder Deutsche sind. Deutsch kann er. "Guten Taaag" - ja auch Ihnen einen guten Tag. Er hat uns dann Richtung Autobahn gelotst, Gott sei Dank. Nun haben wir mal - einmal on the road - einen ordentlichen Pit Stop bei Mc Donalds eingelegt. Bohr war da was los, Kinder, ich sags euch, eine ohrenbetäubende nach Fett und Burger riechende Fresskulisse... und nun muss man ja McDonalds eins lassen, die haben weltweit 1A Toiletten... nur in Malaysia nicht, ich möchte nicht ins Detail gehen, aber eins weiß ich, ich war nicht die Erste die an diesem Tag dort strullen musste.... Ihgitt Ihgitt...

Weitergefahren, durch die Highlands, dort - mitten in dieser prallen grünen Landschaft - haben die Betonklötze a la französische Alpen reingezimmert, wie Phoenix aus der Asche stehen da auf einmal Bunker die einen nicht schlecht an so den ein oder anderen bekannten Wintersportort denken lassen, eigentlich erwartet man bei der Anzahl von Fahrzeugen auch direkt den nächsten Skilift. Ganz merkwürdig... Heute hatten wir in einem Hotel nach dem Weg gefragt, eigentlich hatte man schon erwartet, dass man mit einem freundlichen Servus - trinken wir erstmal en Schnaps aufm Chef begrüßt wird... So weit sind sie dann doch noch nicht.

Morgen gehts dann nochmal auf ne kleine Wanderung in den Highlands, dann fahren wir übermorgen zurück nach Ipoh, geben die Schrottkarre an den wohl zur Zeit autofreien Familienvater ab und machen uns auf den direkten Weg nach Kuala Lumpur!

Bis dahin ihr Lieben,
Küsse und Karma,
Nina und Jan

immer noch Penang am 04.03.2009 - Tag 156

Nina und Jan- die Jäger der Nacht....

ja genau, Jäger der Nacht, weil wir verdammt nochmal so viele Scheißmücken in unserem Zimmer hatten. Wir haben uns nämlich mal was gegönnt und haben uns in einem der besten Häuser im Ort eingebucht, Hammerbetten, man hat sogar ein Kissenmenue, super, beste Voraussetzungen um wie eine Königin zu nächtigen und was mach ich? Nicht schlafen wie eine Königin. Ja erst einmal hab ich mich bis unters Kinn zugedeckt, schwitz, heiß, zack - da sitzt schon der ersten Mückenstich auf meiner Stirn - Janni schimpft über den ersten Stich unterm Kinn... dann hört man immer nur wieder zzzeeeeeeehhhhh oder zuuuuhhhhhhh, keine Ahnung, die Viecher hatten wohl gestern Karaokeabend oder so, jedenfalls hörte sich jede anders an, aber das ist egal, denn die gingen mir alle ganz fürchterlich auf die Nerven.

Ok, versucht weiterzuschlafen, jetzt mit der Decke komplett übern Kopf, wenig Luft, heiß... irgendwann hör ich nur Janni der gerade komplett ausflippt... bin wohl in der Zwischenzeit kurz eingeschlafen, anscheinend hing ein Bein von mir aus der Decke raus, die Sau hat sich über mein Bein hergemacht und wie mit dem Lineal abgepeilt eine Kette von Mückenstichen auf meinem Schienbein gehauen, mein Bein sieht aus wie die Knopfleiste in einem Fahrstuhl, lauter rote Knöpfe in einer Reihe.

Hm, aber es hilft nichts, ich gehe auf die Jagd. Prinzipiell wissen wir nicht die Summe der Feinde, es könnten zwischen 4 bis 38 sein, die sehen alle ziemlich gleich aus. Ich spurte durchs Zimmer mit nem Taschentuch in der Hand - Zack- die erste auf Jannis "weißer Riese" - gestärkten Kopfkissen zermatscht - aha, die hatte wohl schon Blut geleckt... ich spurte weiter, das Zimmer ist groß, ich laufe in Richtung Schrank und dann kommts, da setzt sich einer von den Säuen auf mein Taschentuch mit dem ich es gerade zermalmen will, da setzt die sich einfach darauf, wie soll ich da reagieren? Versuche mich nicht zu bewegen und meine freie Hand über den Feind zu stülpen, aber da ist sie mir wieder entwischt. Ich gebe auf, um drei Uhr in der Früh sind meine Reaktionsfähigkeiten auf dem Niveau von Johannes Heesters, bringt nix, ich lege mich wieder zur Ruhe - oder eher gesagt zur Unruhe.

Also komplett über beide Ohren zugedeckt welze ich mich hin und her und ärgere mich in einem so tollen Bett zu liegen und nicht schlafen zu können, was man ja eigentlich nicht erwartet... Ich wühle mich wie ein Maulwurf durchs Bett um unter dieser heißen Decke einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Dann kommt mir die Idee, ich stelle die Klimaanlage auf die kälteste Temperatur - 10C, das muss jede Mücke hassen. Nun anfangs haben wir uns über die Größe dieses Wahnsinnszimmers gefreut, nun  ist das gerade mal Schitte, denn bis die gesamten heiligen Hallen runtergekühlt sind, sitzen wir schon beim Frühstückbuffet und völlen unsere Bäuche... Kurz auf die Toilette, erste Anzeichen von Paranoia, ich haue mit Toilettenpapier gegen die Marmorkacheln, sehe konkretes Feindpotenzial, ist aber nur die Marmorierung der Fliese... ich lege mich wieder in das schöne Bett und dem Meer aus Kissen und bin stinksauer. Über meinen Ärger nicke ich oberflächlig ein - dann höre ich es - ein "ZAAACK ,  dich hab ich du Sau" - Jan ist nun unter die Jäger gegangen und hat tatsächlich im Dunkeln eins von den Blödmänner erwischt, Jan kommt in Fahrt, er zermalt ganze Vier Feinde ohne die Wände zu versauen, allerdings ist sein Bett ein Meer aus kleinen roten Eigenblutflecken... wir sind clean, wir können schlafen, es ist nun ca. halb fünf in der Früh.

Ich liege im Bett und denk ich hör nicht richtig... "Jan hörst du das auch?" - "Ja Nina, die hat sich wohl während des Massakers verpisst", tja, sie wird kurz gesucht, aber nicht gefunden, wenns bei einer bleibt sind wir ja schon happy. Jan meinte zwischenzeitlich zu mir, dass ich mich einfach meinem Schicksal stellen sollte, bin froh das er sich das nochmal überlegt hat, sonst würde man wahrscheinlich heute denken, wir hätten die Masern... Fazit, wenig geschlafen in den besten Betten meines Lebens, aber dafür gefrühstückt wie die Könige. Mal sehen wie die kommende Nacht wird...
Nachtrag: als ich gerade den Bericht auf die Seite stellen sollte, hat Jan den Nachschub für den Mückenvernichter aus unserem Zimmer gefunden. Die kommende Nacht ist eventuell gerettet.

Und nun noch einige persönliche Worte:
Rene: du Ärmster, nicht das du schon genug gestraft bist mit all den Aufgaben in Renesse, jetzt liegst du auch noch im Krankenhaus. Wir wünschen dir gute Besserung und das du bald wieder auf beiden Beinen stehst!!

Guido und Christina: wenn wir korrekt informiert sind habt ihr euren Nachwuchs jetzt im Arm. Sollte diese Information korrekt sein, dann gratulieren wir euch natürlich von ganzen Herzen!!

So morgen gehts nach ganz tollen drei Tagen im Eastern & Oriental Hotel in Georgetown nach Ipoh!

Wir werden berichten,
Küsse und Karma und allzeit mückenfreie Schlafräume,
Nina und Jan - die Jäger der Nacht -  die Moskitohunters von Georgetown

26.02.2009 Pulau Penang - Tag 150
FOTOS UNTER ASIEN ZWEITER TEIL - MALAYSIA

Ich grüße euch liebe Freunde, ein herzliches Hallöchen aus dem wunderschönen Penang senden wir euch. Wir haben uns gestern dann mal auf unsere Samtpfötchen gemacht und sind durch Penang geschlendert. Penang gehört zum Weltkulturerbe und ich sags euch, dass auch völlig zu Recht. Die alten ehrwürdigen Kolonialbauten sind schon schick, wobei man dazu sagen muss, dass nur ein gewisser Teil in Ordnung gehalten wird. Alle anderen gammel so vor sich hin, wahrscheinlich würde man mit relativ wenig Geld diese Häuser wieder auf Vordermann bringen können und wahrscheinlich sind die Auflagen für die Renovierungen nicht so hoch wie in Deutschland.

Nun gut, wir haben uns dann auf den Heritage-Trail begeben. Man bekommt einen Stadtplan mit allen wichtigen alten Gebäuden und der dazugehörigen Erörterung, sehr gut gemacht. Es gibt auch noch einen weiteren Plan, dass ist dann der Kulinarische Weg, wahrscheinlich rollt man sich dann die letzten zwei Kilometer durch Penang.
Wir haben der wahnsinnigen Hitze getrotzt und sind gelaufen und gelaufen und haben vieles Schöne gesehen. Man kann es schlecht beschreiben, aber diese Stadt ist so ne Art Melange von verschiedenen Kulturen, Religionen und architektonischen Gebäuden, dies verleiht ihr einfach einen unglaublich schönen Charme. Neben den Malayen an sich, leben noch ne Menge Inder (Thanks Mom Queen) und Chinesen hier. Die Malayen mit ihrem muslimischen Glauben leben relativ konfliktlos neben den Buddhisten und Hinduisten und nicht zu vergessen den Christen.
Ja meine Lieben, die Portugiesen haben da extrem gute Missionarsarbeit geleistet, als die ersten Eroberer von Malaysia (Holland und England und dann noch Japan sollten folgen). Auf jeden Fall können all diese Religionen nebeneinander hier leben ohne sich täglich zu bekriegen. Aber irgendwas ist ja immer, dafür gibt es bezüglich ursprünglicher Malaye und nicht ursprünglich große Unterschiede, aber das würde hier zu weit führen.

Auf jeden Fall sind Jan und ich mal wieder um eine Weisheit schlauer. Wir hatten bis dato in Malaysia immer so nen komisch grünen Pfeil an der Decke hängen. Ja immer mal geraten, "hm, könnt das die Richtung zum Internet-Hot-Spot sein?", na um es kurz zu machen, irgendwie hat uns die Sonne das Hirn wohl klein gekocht und wir sind auf die einfachste und logischte Lösung nicht gekommen. Natürlich - es ist der Pfeil Richtung Mekka. In jedem ordentlichen Hotel gibts auch noch einen Betraum für die fünf Pflichtbeteinheiten des muslimischen Tags.

Wir haben uns gestern dann eine wunderschöne alte Moschee aus dem Jahre 1842 angeschaut, ich verhüllt in Umhang und Kopftuch... bohr war das warm, ich kanns euch sagen... ich weiß garnicht wie die Frauen das aushalten... es war sehr interessant und es wurden so viele Dinge erklärt die ich als unwissender Mensch vorher vielleicht eher belächelt habe, Schelte und Schande über mich...

Ich habe mir gestern bei dieser Tour auf jeden Fall ordentlich mein Näschen verbrannt. Nach einer kurzen Verschaufpause im Zimmer musste natürlich noch gespeist werden. Ein Festmahl, ein Gaumenschmaus, ein Fest für die Sinne des Schmeckorgans: wir sind in so eine Art Halle gegangen in der unzählige verschiede Speisen angeboten wurden, jeweils kleine Verkausstände mit ganz unerschiedlichen Geschichten. In den Ländern davor hatten die meisten solcher Halle recht ähnliche Gerichte im Programm, aber dort, man wusste überhaupt nicht was man zuerst bestellen soll... wir hatten dann schließlich den kompletten Tisch voller Köstlichkeiten und haben sage und schreibe, gerade mal 4 Euro für den ganzen Spaß bezahlt. Unglaublicher Vorfall. Die malayische Küche ist noch schärfer und geschmacksintensiver als die thailändische, sprich man muss beim ersten Gäbelchen ganz vorsichtig antesten ob man dieser Schärfe überhaupt standhalten kann.

So heute haben wir mal nichts unternommen, aber morgen gehts weiter.

Ihr Lieben, wir wünschen euch ein wunderschönes Wochenende und das bei euch die Temperaturen mal langsam wieder steigen.

Küsse und Karma

Nina und Jan

24.02.2010 Pulau Penang (Pulau bedeutet Insel) Tag 148
24.02.2010 Pulau Penang (Pulau bedeutet Insel) Tag 148
Ja ihr Lieben, Malaysia hat uns wieder... oder im karnevalistischen Höhnerstyle Mama ma mal Malaysia...
Wir sind nun in Penang angekommen. Dieses mal sind wir mit dem Speedboat von Koh Lipe nach Langkawi in sensationellen 45 Minuten gewesen. Dann mit ner Taxe rüber auf die andere Seite der Insel, zum anderen Fähranleger und dann noch einmal gute drei Stunden mit ner normalen Fähre nach Penang. War wirklich diesmal ganz entspannt und nicht so sonderlich anstrengend.

Der britische Besuch hat in Penang ne ganze Menge an tollen Kolonialstilhäusern gelassen und wir haben das sagenhafte Glück, in einem dieser Gebäude zu nächtigen. Wir haben zwar noch nicht herausgefunden, wofür dieses Gebäude mal gedient hat, also entweder für ne malayische Kelly-Family mit samt aller Fans, oder Jans Vermutung war schon "en Kloster", da die Hütte so riesig groß ist. Na, vielleicht finden wir das noch heraus. Das Hotel heißt schlicht weg ergreifend "1926" - Nomen est Omen - das hübsche Gebäude wurde wohl in dem besagten Jahr erbaut. Ansonsten können wir noch nicht viel über die Stadt berichten, werden uns aber morgen direkt nach unserem Frühstück auf die Flip Flops machen und die Stadt bei gefühlten 60 C im Schatten erkunden. Dann wird übermorgen das Penangmuseum besucht, mit all den interessanten Informationen zum Thema, "ich wurde mal von ner Kolonialmacht besetzt und seht her was heut aus mir geworden ist", ich finde ja solche Ausstellungen immer super und freu mich sehr drauf. Wir hätten das gerne schon am Freitag in Angriff genommen, ABER, was in Thailand der Karaokeabend am Freitag ist, dass ist nun für den Großteil der muslimischen Einwohner der Bettag, daher sind viele Geschäfte und öffentliche Einrichtung am Freitag zu!

Natürlich werden die unter euch, die einige Hintergrundinfos zu Malaysia haben, sich fragen und wie schauts mit dem Alkohol aus? Ha ha, ja da lassen wir uns auch einmal überraschen. Waren gerade in einem Laden essen der nada Alkohol anbietet, aber der benachbarte Chinaessmarkt hat zumindest Bier, aber natürlich wissen wir noch keine Preise... egal... wir werden berichten.

Wir drücken euch,

Küsse und Karma,

Nina und Jan

Fotos von Koh Lipe liegen unter Asien zweiter Teil - Thailand
20.02.2009 Koh Lipe (Thailand) Tag 143

Zuerst: let´t give a warm welcome to Leo Martin, einen herzlichen Glückwunsch an die Eltern und Lynn freu dich über deinen Bruder, jetzt heißt zwei gegen zwei:-)

Ja wir sind nun auf Koh Lipe und ich muss sagen, et is en Traum. So glasklares Wasser hab ich noch nirgends gesehen, der Sand ist fein wie Mehl (daher fühlt man sich auch ständig wie ein Schnitzel), es gibt keine Autos auf der Insel, generell keine richtigen Straßen, noch nicht einmal einen Geldautomaten, von daher sollte man genug Bares in der Tasche haben, wenn man hier Urlaub machen will.

Auf der Insel gibt es einige Strandbars, nette feine Fischrestaurants und auch eine Menge Übernachtungsmöglichkeiten. Die Anreise ist zwar ein wenig wackeliger als gewohnt, aber das ist es voll uns ganz wert. Man könnte also meinen typisch Thailand, mit dem kleinen Unterschied das der Pauschaltourismus hier noch keinen Einzug gehalten hat. Also pauschal in dem Sinne, ich buch das von Deutschland aus. Natürlich kommt man von allen großen thailändischen Inseln hierher, aber es ist nicht ganz einfach vorher eine Unterkunft zu bekommen. Es geht zwar, aber es ist schwieriger, von daher lieber direkt vor Ort suchen.

Ansonsten kann ich nur sagen, wurde Phu Quoc in Vietnam von Koh Lipe auf Platz 2 meiner Lieblingsinseln verdrängt. Wir werden wohl noch so vier bis fünf Tage hier bleiben und fahren dann wieder zurück nach Malaysia (Plan: Penang, Cameron Highlands, Malaka, Kuala Lumpur und dann Indonesien).

Ja ich würd ja gern hier viel von uns berichten, aber da man nichts unternimmt sieht der Tagesablauf aus wie folgt: Aufstehen, Zahnpflege, Körperpflege, Frühstück, eincremen, Strand, Meer, 0,5 Liter Mineralwasser trinken, eincremen, Strand, Meer, 0,75 Liter pippiwarmes Wasser trinken, einremen, Schatten suchen, aufstehen Handtuch verrücken, eincremen, einen Schluck kochendes Wasser trinken und ausspuken, Meer, Strand, in den Ort gehen - um eiskaltes Wasser zu kaufen, eiskaltes Wasser öffnen, eiskaltes Wasser ansetzen und laufen lassen, darausfolgende Gehirn- und Speiseröhrenvereisung als Wohltat emfpinden, zurück zum Strand.... einige Stunden später -  geduscht, eingecremt mit Apres Sun, Wunden lecken, Mojito bestellen, lecker Essen, Chang - Bier bestellen, Schlafen gehen.... Aufstehenen, Zahnpflege... the same procedure like every day.

Die kommenden Tage gibt es mehr von den zwei Schnuckis die von der Sonne geküsst wurden.

Küsse und Karma, genießt euer Wochenende.

14.02.2010 Langkawi (Malaysia) Tag 137
Alaaaaf und Helau... ne Menge von euch jecken Freunden sind sicherlich gerade dabei den Karneval zu zelebrieren, dass mir blos keine Klagen kommen... na ich geb zu, a little bit neidisch sind wir schon, da bin ich mal ganz ehrlich. Haben uns am Donnerstag, Altweiber oder Weiberfastnacht, vors Radio gehockt und vergeblich auf WDR 2 auf das übliche Karnevalstaramtaram gewartet. Tja, nur war die Warterei nicht mit sonderlich viel Erfolg belohnt worden, daher sind wir dann auf WDR 4 gewechselt. War schon komisch irgendwie, hier zu sitzen und dann doch festzustellen, dass man Karneval wirklich vermissen kann. Tataaaa Tattaaaa Tattaaaa

Nun gut, ich bin nicht in der Situation, in der man sich beschweren kann, schon klar. Nun zu uns Malaysia. Nachdem wir zwanzig Stunden mit dem Zug gefahren sind, mit an der Grenze (mit kompletten Gepäck) aussteigen, einmal durch den Zoll und wieder in den Zug rein, gings dann weiter mit dem Taxi nach Kuala Perlis. Das Taxi war ein ganz altes Hühnchen unglaublich das es überhaupt noch fahren kann. Egal, ich hatte mir noch über mein Top ein zweites T-Shirt gestülpt, da wir ja nun in einem muslimischen Land sind und meine Schultern bedenken musste. Ich hab geschwitzt wie ein Schwein, da ich auch noch ne lange Jeans anhatte, weiß auch nur Buddha warum ich sowas hier anziehen. Na dann gings auf jeden Fall auf die Fähre Richtung Langkawi. Auf der Insel angekommen, hieß es erst einmal Zimmer suchen. In der brühtenden Hitze, mit der Jeans und den zwei T-shirts. Während der Suche sahen wir ein weiteres Paar vor uns laufen die auch verzweifelt suchten... die Challenge schlechthin, Janni lass uns schnell zu dem und dem Resort laufen bevor die da sind, so gings dann immer abwechselnd hin und her. Lange Rede, garkein Sinn, nach ner gewissen Zeit und dem durchgeschwitzen T-Shirt sind wir in unserer Bleibe angekommen. Alles net sooo günstig wie wir es gewohnt sind, aber unter diesen Umständen ging nix anderes.

Der Hausdrache hinter der Rezeption ist wirklich das unfreundlichste Geschöpf was ich jeh kennengelernt habe. Die Zimmer werden alle zwei Tage mal grob sauber gemacht, auf keinen Fall wird der Boden gewischt, was zur Folge hat, dass wir zwei komplette Ameisenkompanien, samt Nest im Zimmer haben und die emsigen Tierchen regelmäßig komplette Kakerlaken durchs Zimmer tragen. In diesen heißen Gefielden, ist an für sich Hygiene das A und O, aber nun gut, hier im AB Motel nunmal nicht. Ich bin nicht ganz unglücklich wenn wir den Laden morgen verlassen. Werde dem Hausdrachen sagen dass ich noch nie in so nem Drecksloch war, aber das wird sie sicherlich so sehr interessieren, wie mir der Bericht über provisorische Ziegenhütten in der Westsahara... Egal, ich muss der das sagen, sonst platz ich.

Das Paar was wir bei der Zimmersuche kennengelernt haben, damals noch Zimmersuchfeind Nummer eins, ist sehr nett und wir haben mit ihnen gestern einen Ausflug auf der Insel unternommen. Vorher ging nix mit Aktivitäten, es ist so unglaublich heiß hier... Man bewegt sich am besten in Zeitlupe oder garnicht... Das Wasser ist so dermaßen warm das man von Erfrischung nicht wirklich sprechen kann. Ja ja, wir armen kleinen Hascherls... sorry, ich weiß ihr friert euch derzeit einen ab.

Also es ist hier schon sehr schön, toller Strand und tolle Landschaft, aber es ist ziemlich es ist wirklich ne tolle dolle Nummer teurer. Zur Zeit gibts auch noch Alkohol, dies könnte sich aber im Osten des Landes noch ändern. Steht so in den Reiseführern geschrieben, aber wir haben uns abgewöhnt alles zu glauben, was in den Dingern geschrieben steht.

Nun der Plan für die kommende Zeit: ihr denkt jetzt gleich bestimmt das wir nicht mehr alle chinesischen Lampions übern Buffet hängen haben, aber wir fahren morgen tatsächlich für zwei Wochen zurück nach Thailand!! He? Ja ja, wir spinnen:-) Sagen wir es mal so, viel hatten wir ja nicht vom Süden Thailands gesehen und wir sind ruckizucki mit der Fähre wieder in Thailand auf Koh Lipe, soll die Insel schlechthin sein, ja meint ihr das lassen wir uns entgehen? Mal schauen wie morgen die Zimmersuche läuft, da chinesisches Neujahrsfest ist und es könnte sein das die Chinas aus Malaysia auf Koh Lipe Urlaub machen, wir werden berichten.

Ja also wie gesagt, es geht jetzt zwei Wochen nach Thailand und dann wieder zurück nach Malaysia, dann wahrscheinlich nach Penang. Aber wir haben aufgehört so weite Pläne zu schmieden, da wir sie eh wieder verwerfen, aber genau das ist die Freiheit die wir uns gewünscht haben.

In diesem Sinne wünschen wir euch noch ne schöne Karnevalszeit oder viel Erfolg beim "an Karneval vorbei kommen".

Küsse und Karma

Nina und Jan
   

05.02.2010 Tag 128 noch Chiang Mai (Thailand)

Meistens reist man anders als man(n) denkt.
Ha, so einfach läuft die Planung dann doch nicht, oder doch? Vielleicht zu einfach. Eigentlich, aber nur eigentlich, wollten wir ja nach Penang, Kuala Lumpur und dann Singapur, aber nicht zu schnell den Backpack zumachen... Durch einen Tipp von einem guten Freund verläuft die Route dann doch ein klein bißchen anders, wir werden uns dann doch erstmal die Insel Langkawi vorknöpfen. Praktischerweise müssen wir dann einfach nur zwei Stationen vor Penang aussteigen und können dann nach einigen Tagen mit ner Fähre nach Penang fahren. Zurzeit läuft noch Jeanettes Arbeit, ob wir vielleicht den Abschieds-Geburtstagsgutschein für ein feines Hotel am feinen Sandstrand von Langkawi einlösen... chakkalakka... Na von wegen Chakkalaaaka... Malaysia ist je ein muslimisches Land von daher ist der Verzehr von Alkohl ein kostspieliger Faktor, wir lassen uns mal überraschen. Ansonsten wirds mal ein absinenter Monat:-) Wir freuen uns auf jeden Fall mal auf ganz neue Gefielde und wissen das wir definitv irgendwann wieder mal nach Thailand reisen werden.

Jetzt schonmal für Thomas der Hong Kong Bericht (die anderen alten Berichte versuche ich heute Abend mal wieder einzustellen, sollte der Internetverbindungsbuddha gnädig mit mir sein).
Also wir haben auf der Kowloonseite gewohnt
Hotel: Largos Hotel, Nangking Street, Kowloon
www.largos.com.hk

Das Hotel ist eigentlich ok, aber es ist schwer zu finden, die Nangking Street ist zwar jedem Taxifahrer ein Begriff, aber nicht die Seite... ist blöd gemacht, weil zwischen den beiden Teilen der Straße eine Hauptstraße verläuft und man nicht damit rechnet, dass dahinter die Nangking Street weitergeht, wir haben "damals" mit unseren Rucksäcken fast 1 1/2 Stunden gesucht, trotz Ausdruck vom Lageplan. Auf jeden Fall haben wir in der Nähe vom Nightmarket gewohnt. Das ist schön, da dort abends verschiedene Stände öffnen und du kannst lecker Fisch, Frühlingsrollen und gebratene Nudeln zwischen hunderten von Locals und Touristen essen... ist halt nicht schick, sondern eher ursprünglich. Unter www.agoda.de gibts auch oft tolle Angebote, kann ich nur empfehlen. Ich finds schöner auf der Kowloonseite zu wohnen, Hong ist halt ein teures Pflaster, von daher kann es sein, dass du ein Schlumpfenzimmer bekommst, aber einen Gargamelpreis zahlst.

Wir haben in Hong Kong ne Menge zu Fuß abgelegt, sind bis zur Fähre gelaufen (oder du nimmst die U-Bahn), dann fährst du mit der Fähre rüber, du kannst auch eine kleine Hafenrundfahrt machen, wir hatten leider an dem Tag schlechtes Wetter, aber zum Verladehafen wurde man leider nicht gefahren. Vielleicht kannst dies aber eine andere Stelle buchen. Wir sind dann erst einmal den Peak hochgefahren, wunderschöne Ausssicht über Hong Kong genossen und dann runtergelaufen, sehr steil, nix für Leute mit Knieathrose. Der Weg endet dann in einem Park, auch sehr hübsch.

Ausgehtechnisch ist Lang Kwai Fong der Hammer, dass ist die Ausgehmeile der Geschäftsleute, sehr interessant, besonders Samstag, aber achtung, wenn du nach Kowloon musst, nehm rechtzeitig die Fähre zurück. Für eine Stadtrundfahrt hatten wir keine Zeit, ist aber vielleicht nicht schlecht, weil du auch zu den New Terretories fährst.
Auf der Hong Kong Seite musst du dann mal mit dem Elevator fahren, sehr lustig, steig einfach zwischendurch aus und guck dich um. Hong Kong ist ne "Glotzstadt" ist gibt ne Menge zu schauen, wie gesagt, wir haben viel zu Fuß abgelegt, was dann viel Zeit gekostet hat. Shoppingmäßig kann ich nicht viel sagen, aber es gibt ne Menge toller Geschäfte...

Du kannst supergut vom Flughafen mit dem Schnellzug nach Hong Kong reinfahen, geht schnell und günstig. Am Flughafen gibt es Ticketstände und Fahrpläne, mit dem Auto könnte es mal wieder länger dauern, zumindest in der Rush Hour. In den Bahnhöfen sind die Schalterbeamter supernett falls du auf Anhieb nicht weiß wie du weiterfahen sollst. Erklärt sich alles von selbst vor Ort. Bin ja auch nicht der Fan von öffentlichen Verkehrsmittel, aber das haben die schon toll gemacht.

Ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen!! Viel Spaß in HK!

03.02.2010 immer noch Pai

Time to say Tschüss.
Ja unglaublich die zwei Monate in Thailand neigen sich dem Ende. Die letzten Tage in diesem wundervollen und abwechslungsreichen Land sind gezählt. Es ist schon merkwürdig, Daheim hab ich mich so oft auf Thailand gefreut und nun ist dieser Punkt auf unserer kleinen Reisekarte schon markiert mit: fertig. Leider haben wir nicht von allen Orten Fotos auf die Homepage stellen können, da wir zum ersten Mal Bilder verloren haben. Sehr schade, aber für uns bleiben die Eindrücke wahrscheinlich eh für immer in unserem Gedächtnis gespeichert.
Natürlich waren die anderen asiatischen Länder vorher auch ganz wundervoll, aber es ist schon was anderes wenn man sich zwei Monate in einem fremden Land aufhält, was einem ständig neue Eindrücke schenkt. Die Landschaft und die Sonnenuntergänge sind kleine Augenschmäußchen, die Menschen sind nett (vielleicht manchmal leicht chaotsich, aber das sind wir ja auch), die leckersten Speisen, schöne Städte - dreckige Städte. Begonnen im schönsten Molloch der Welt, Bangkok; weiter nach Koh Chang und Koh Samet, dann als Zwischenstop zum furchtbaren Pattaya weiter nach Koh Samui, wieder zurück nach Bangkok, nach Chiang Mai, mit dem Auto nach Mae Cheam, Mae Hong Son und Pai im Norden von Thailand. Morgen zurück nach Chiang Mai, dann wieder zum dritten Mal nach Bangkok und dann gehts nach Malaysia.

Janni hat es gerade richtig erfasst, in Thailand fühlt man sich einfach wohl, weil dieses Land auch eine unglaubliche Sicherheit vermittelt. Wir sind bestimmt nicht die Personen die gefährliche Situationen zu schätzen wissen und wir können sagen, bis dato hatten wir noch keine schlechten Erfahrung gesammelt. Natürlich muss man sagen das die asiatische Mentalität für so Deutschländer wie unser eins, nicht immer leicht zu verpacken ist. Asiatien werden von Kindesbeinen an so erzogen, direkten Konflikten aus dem Weg zu gehen, Anheben der Stimme bringt nichts, auch wenn man der Meinung ist, man sei im Recht. Die Thais sind im Umgang mit Touristen natürlich viel erfahrener als Khmers, ein Khmer kann unter schlechten Umständen einfach so lange durch dich durchschauen bis du gehst (diese komische westliche Frau wird irgendwann bestimmt das Geschäft verlassen). Aber auch die Thais können einen an die Grenze des Nervenkostüms bringen, ich übersetze kurz meine Lieblingssituation ins Deutsche:
Nina an der Rezeption vom Hotel
Rezeptionist "Wollen sie jetzt oder morgen bezahlen?"
Nina "Morgen bitte"
Rezeptionist "Bitte zahlen sie jetzt"
(Ja die freundliche Frage vorher war sicherlich eine auswendig gelernte Floskel)

Aber wie gesagt, diese kleinen Momente machen die Reise einfach noch schöner, denn man hat immer ne Menge zu lachen.

Am 06.02. geht es mit dem Zug nach Malaysia, ein Land was wir beide noch nicht kennen. Wir sind gespannt was auf uns so zukommt, wir halten euch auf dem Laufenden.

Kurze Info noch: Einschließlich der kommenden Unterkunft in Chiang Mai, waren wir in den ersten vier Monaten in 31 verschiedenen Schlafunterkünften (Nachtzug mit eingeschlossen)

02.02.2010 immer noch Pai

Sabai di Kaaaahh! Ja wir sind immer noch im wunderschoenen Pai. Das Oertchen ist wirklich ein kleiner Traum, er liegt verschlafen hoch in den Bergen umringt von einer traumhaften Landschaft. Der Ort ist sehr alternativ, man sieht hier mehr Koepfe mit Dreadlocks als im Rest von Thailand. Jede Menge Backpacker die hier haengengeblieben sind. Ein kleines Hippiedoerfchen mit einem wudnerschoenen Nachtmarkt. Fuer meinen Begriff ist das der schoenste Nachtmarkt den ich bis jetzt in Asien gesehen habe.

In der Umgebung gibt es heisse Quellen, ziemlicher Tourinepp, 200 Baht pro Person, also schon so um die zehn Euro, dafuer das du dir dampfende Wasserloecher anschauen kannst. Das Wasser ist teilweise 80 Grad heiss. Die verrueckten Thais kochen tatsaechlich Eier in diesen Quellen, was allerdings verboten ist. Ein grosses Schild stand dort mit der Aufschrift NO BOIL EGG - NEIN KOCHEN EIER...

Morgen geht es dann noch Chiang Rai zum Goldenen Dreieck, dann gehts Uebermorgen wieder nach Chiang Mai und dann kommt der Hammer:
06.02.2009
8:00 Uhr Flug nach Bangkok
14:30 Uhr Zug Richtung Malysia nach Penang (Butterworth)
07.02.2009 14:00 Uhr Ankunft in Penang, Richtig 24 Stunden Zug
nach einigen Tagen Weiterfahrt mit dem Zug nach Kuala Lumpur
nach einigen Tagen Weiterfahrt nach Singapur
Das ist vorerst der Plan, aber ihr werdet noch in der Zwischenzeit von uns hoeren.

P. S. ist das nicht der Hammer, Janni hat vorvorgestern vor einem Jahr seinen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Wahnsinn wie die Zeit vergeht, manchmal kann man garnicht begreifen was man hier macht. Unglaublich.

Kuesse und Karma,
euer Ninchen und beste Empfehlungen von Jan

31.01.2010 Pai Thailand

Ja liebe Leute, wir sind in Nordthailand und fahren mit unserem Auto, hier lustig durch die Gegend. Wir haben am 29ten den Wagen übernommen, haben dann noch kurz versucht den Wagen vollzutanken, aber so leicht lies der Tankboy sich nicht überreden, anstatt vier Liter- 40 Liter zu tanken, nachdem ein netter Herr uns geholfen hat, hatten wir den Tank dann doch voll und die Tour konnte beginnen. Erst einmal ging es von Chiang Mai zum Doi Inthanon Nationalpark, wir wollten zum höchsten Berg Thailands und eine kleine Wanderstrecke ablegen. Der höchste Berg Thailands ist aber auch was hoch, also immerhin geschlagene 2.595 m, natürlich ist es auch deutlich kühler, als in den Gefielden die wir so vorher kennengelernt haben. Eine Trekkinroute die wir uns so vorgestellt hatten gab es dann leider nicht ohne Führer, hm, kann man vielleicht auch verstehen wenn man bedenkt, was für Viehzeug hier so unterwegs ist und logisch - wenn schon wenig Touristen in dieser Ecke sind, muss zumindest an den wenigen auch verdient werden. Wir sind dann über einen kleinen Trekkingweg gewandert, der auf Holzstelzenwegen vorgegeben war. Kurz nachdem ich noch lobenderweise bemerkte, dass die Holzbalken toll in Schuß gehalten wurden, brach das Geländer an meiner Hand weg, war ja klar. Du sollst Thaiarbeit auch nicht unbedingt vor dem Abend loben. Diese Tour war nach ca. einer halben Stunde auch erledigt, Hacken dran machen und dann ging es auch schon in Richtung Mae Chaem, dort sollte das Nachtlager bezogen werden.

Mae Chaem ist merkwürdigerweise ein kleines verschlafenes Nest, wir dachten mehr Touristen würden am Fuße des höchsten Berges übernachten, aber auch wir sind nicht vor eigenen Irrtümer gefeit. Wir haben in einem thailändischen Stelzenhaus übernachtet, sobald einer sich auf dem Ding bewegt hat, bewegte sich auch das ganze Ding mit. Wahrscheinlich darf so eine Hütte nicht so statisch sein, damit sie im Wind des Monsums mitgehen kann. Auf jeden Fall hatten wir ne richtig nette Terasse, in der Ferne ertönten die Klänge eines Karaokesingenden Thais -  oder war es doch eine verletzte Katze, nein nein, es war Freitag, es war Thaiwiskey und Karaokezeit, für die Einheimischen, nicht für uns. Die Nacht war kalt und ich hab gefroren wie ein Schneider, habe dennoch auf die kühle Brise des Ventilators bestanden, da ich neben der Tür zum Klo geschlafen habe. Diesen Satz "es sind schon viele erfroren, aber noch keiner erstunken" ist in meinen Augen und in meiner Nase, recht leichtfertig gesagt, also das hat so abartig gestunken, ne dann doch lieber frieren.

Am zweiten Tag ging es von Mae Chaem nach Mae Hong Son - kann man auch zusammen schreiben, ich weiß immer noch nicht was wirklich richtig ist. Diese Strecke ist kurvenreich, ooohhhjaaaa, aber meine heilige Gekkoscheiße, wir sind knapp fünf Stunden gefahren und nur Kurven, bin froh das ich diese Angewohnheit ständig in Kurven kotzen zu müssen abgelegt habe, war aber auch froh keinen Alkohol getrunken zu haben. Die Strecke ist wunderschön. Sie beginnt mit trockenen Wäldern, es riecht nach Erde und Staub, ungefähr so stell ich mir Südanatolien vor. Irgendwann kommt der Wechsel in eine grüne frische Umgebung, wie Frühling, es roch ganz frisch und sah ganz bezaubernd aus, dann wiederum hatte man das typsiche thailändische Bild um sich herum, Palmen, Schwüle und bunte dicke fette Blumen, auch wunderschön. Wir sind sehr froh diese Strecke gefahren zu sein, denn damit hätten wir in Thailand nicht gerechnet. In unserem Reiseführer, der Bibel der Backpacker, dem Lonely Planet, geht man nicht sonderlich darauf ein, wahrscheinlich weil man ein eigenes Auto braucht und dies normalerweise für Backpacker ein zu hoher Kostefaktor ist. Aber ich muss sagen, wenn man mal etwas außergewöhnliches unternehmen will, dann muss man auch mal ein paar Baht investieren, Spaß kost. Wir haben in dieser Nacht in Maehongsong in einem netten kleinen Hotel übernachtet. Der Ort ist klein, aber schon touristischer als man denkt, aber es hatte das Flair eines Bergdorfs der Sierra Nevada, eine schöne Stimmung. Besonders habe ich köstlich gespeist, Chicken mit getrockneten Chilli und Cashwenüssen, ein Gericht was an für sich immer ein Hit in Thailand ist, die Gewürze an diesem Gericht, sind äußerst schmackhaft. Jan hat sich noch zwei Nudelsüppchen aus der Garküche gegönnt und dann fielen wir schon in einen tiefen traumlosen Schlaf.

P.S. teilweise ist die Orientierung schwierig für mich, den Kartenleser. Bitte sofort aufhören zu lachen, ja genrell steht es mit meinen Orientierungskünsten nicht zum allerbesten, aber da wir uns ja in einem abgesteckten Radius befanden, sollte dies zu schaffen sein. Es ist halt nur blöd, wenn man die Ortsnamen am Eingangsschild sich gerade mal sieben Sekunden merken kann... ach das hieß glaub ich Pang Sea Man, hm, auf der Karte gibt es ein Pan Mea San auch noch, wie heißt der Scheißort denn jetzt? Buddha sei Dank, gibt es nicht so viele Straßen und so habe ich am Ende des Tages keine Schläge für Falschnavigieren erhalten, juhuuuu!




28.01.2010 Tag 120 Chiang Mai

Oh ich bin gerührt. Lieben lieben Dank für all die schönen Geburtstagsgrüße, ich habe mich so gefreut, dass ihr trotz der weiten Entfernung an mich gedacht habt. An all die es auf meinem Handtelefon versucht haben, tut mir leid, es ist zwar erst ein Jahr alt, aber spinnt schon rum wie ne 80-jährige Trulla. Das Teil ist leider kaputt.
Wir haben uns einen feinen Tag gemacht, mit köstlichem Essen und mit nixtun... auch schön. Ich glaube es war das erste mal das ich meinen Geburtstag bei 30 C im Schatten feiere, jetzt weiß ich endlich, wie die Kinder sich fühlen die im Sommer Geburtstag haben (Topfschlagen im Schnee ist ja auch echt kalt.... besonders wenn dann alle rufen "kalt, kalt, kalt" - "ja, ich weiß selbst das mir kalt ist"). Na zurück zum Wesentlichen. Ich hatte einen schönen Geburtstag und konnte die 31 aktzeptieren.

So Schnee von gestern, es geht morgen weiter. Nachdem wir jetzt einige Tage im schönen Chiang Mai waren, geht es morgen mit einem Auto, durch den Norden von Thailand. Unter anderem erwartet uns ein Berg in schwindelerregender Höhe von 2.600 irgendwas... wir haben für vier Tage den Schlitten gemietet und sind mal gespannt was auf uns so zukommt. Scheint jetzt auch nicht sonderlich exotisch zu sein, denn die Mengen der Autovermietungsläden ist zich höher als im Rest von Thailand und das wird seine Gründe haben.
Einige kurze Worte zu Chiang Mai. Hier jagt ein Wat den nächsten, also Kloster für buddhistische Mönche, es gibt eine schöne Altstadt die von Wassergräben umquadratet ist, man kann Trekkingtouren in den Dschungel unternehmen, es gibt einen sehr großen Nachtmarkt mit diversen thailändischen Köstlichkeiten. Also einiges was man im Süden von Thailand schon mal vermisst, oder es nicht mehr so leicht findet, ist hier noch vorhanden... Wir sind vorhin, einmal komplett um die Altstadt von Chiang Mai gewandert und sind auf einen ganz entzückenden Park gestoßen und sind an Garküchen vorbeigekommen, mit den feinsten Spezialitäten, süß oder sauer, oder süßsauer, oder salzig, fischig, für jeden ist was dabei. Die weitverbreiteten Vorurteile dort hauptsächlich Igittspeisen zu finden, ist absolut falsch. Ich habe mir zum Beispiel heute Süßkartoffeln gegönnt, lecker schmecker. Mit nix dran, einfach gegaart, ab in ne kleine Tüte und noch auf der Straße verzerrt.... hm, ein Gedicht kann ich euch sagen.
Ich würd ja gern noch weiterschreiben, aber nach diesem Langstreckenmarsch bin ich echt im A... - Ameisenhaufen... ich bin total müde und werde jetzt mal ins Bettlein wandern. Werde mich aber selbstverständlich schnellst möglich, auch mit neuen Fotos melden, leider hab ich die Fotos von Koh Samui verloren, schade, ich war so gut auf den Bildern getroffen.

Ich dank euch nochmal ganz herzlich für eure Grüße!

Küsse und Karma, eure Nina

24.01.2010 Reisetag 116 Chiang Mai

Ja liebe Leute, wir haben Sonntag, Ortszeit Chiang Mai: 1:00 Uhr!
Nach fünf Stunden rumfummeln an der Homepage, muss ich doch jetzt mal ins Schlummerland und wohl einsehen, dass ich so ne komplette Neustrukturierung der Seite nicht schaffe. Warume Umstrukturierung? Ja nun, ich bin kein Großkonzern, der durch konjunkturelle Tiefgänge Kapazitäten kürzen muss....:-) Ne also ich habe mir damals gedacht, mach pro Land einen Ordner und dann pro Stadt einen Unterordner, geht aber leider nicht. Ich hatte demnach ab dem Zeitpunkt nach Thailand zwei Möglichkeiten, eine Nachfolgehomepage zu erstellen, ist zwar wenig Arbeit, find ich aber total blöd, denn ihr habt euch jetzt an die Adresse gewöhnt und ich möchte mal alle Erinnerungen auf einer Seite haben. Dann gabs noch die Möglichkeit die Ordneranzahl zu veringern, indem ich den Aufbau der Seite eine Struktur gebe. Nun es ist jetzt noch net das finale Ergebnis.
Die erste Änderung ist jetzt erstmal, das die ersten vier Punkte: Beijing, Hong Kong, Vietnam und Kambodscha unter Asien 1 zu finden sind. Unterordner pro Stadt gibts nicht mehr, sondern nur noch Überschriften,
ABER: ES GIBT AUS DIESEN ORTEN NOCH NEUE UNVERÖFFENTLICHTE BILDER.
So also diese Aktion hat mich jetzt ca. fünf Stunden gekostet.

Den Rest der Änderungen gibts dann immer in den nächsten Tagen. Für Angkor Wat werde ich einen Extraordner erstellen, denn davon gibt es einfach zuviel tolle Bilder, die ihr noch nicht gesehen habt. Ich hoffe euch gefällt die Seite auch weiterhin. Liebste Grüße, Küsse und Karma, eure Nina

23.12.2009 Koh Chang

Ja Hallöchen und sa-wut-dee-ka,

wir sind nun schon einen Tag in Chiang Mai und erst jetzt komme ich dazu von unserer Reise von Koh Samui (Süden) nach Chiang Mai (Norden) zu berichten. Nun wir sind erst einmal mit einem völlig überfüllten Minibus zur Fähre gefahren, also ich kenn die jetzt wirklich schon gut überfüllt, aber diesmal war es echt die Härte, zwischenzeitlich mussten wir alle aussteigen, damit der Fahrer nochmal umpacken kann, um noch einen weiteren Fahrgast aufnehmen zu können. Die Disponenten dieser Fahrzeuge vergessen oftmals, denke ich zumindest, dass man ja nun als ausgewachsener Tourist, auch gern mal mehr als ne Einkaufstüte, als Gepäckstück hat. Wie dem auch sei, dies war uns dann doch mal wieder eine Lehre, aber so richtig schlau werden wir wohl nie. Nächstes mal fahren wir dann mit einem Taxi zur Fähre, kaufen selber das Fährticket und steigen dann erst in einen Reisebus. Nun gut, irgendwas ist ja immer. So schlimm war es auch nicht, da die Fahrt nicht sooo lange war.

Nun gut, an der Fähre stand ein großer Reisebus, dort wurde unser Gepäck reingehauen und ich meine wirklich reingehauen. Dann durften wir alle in den Bus steigen, sind gefühlte 20 Meter gefahren und durften dann wieder aussteigen um auf die Fähre zu gehen. Ja die Fähre war ok und vor allem war sie pünktlich. Nach zwei Stunden, waren wir dann also wieder auf dem Festland. Wir dann wieder in den Bus, ca. ne dreiviertel Stunde gefahren, dann mussten alle die (wie wir) zum Surantani - Airport wollten aussteigen, der Rest der Mannschaft fuhr weiter nach Phuket. Ja also das ganze Gepäck in so eine Art Reisebüro, dort sollten wir dann noch ne Stunde auf den Bus warten, der uns weiterfährt. Wir haben die Zeit genutzt und sind lecker Thai Essen gegangen und siehe da, kaum ist man aus der Tourifalle raus, kostet Pad Thai - gebratene Nudeln auch nur noch 30 Baht und keine 90 Baht und sie waren lecker, nur die Toilette konnte man da nicht aufsuchen, sonst wäre das Pad Thai volley wieder rausgekommen.

Ja also nach der kurzen Mittagspause wieder in den Bus und nochmal ein gutes Stündchen gefahren. Wir kamen gute 1 1/2 Stunden vor Abflug an, Zeit satt - ja dann lass uns mal einschecken - vielleicht kleine Zwischenbemerkung - wir reisen mittlerweile mit Recht viel Gepäck, was wir auch beim Buchen bedacht hatten und schon direkt Übergepäck gebucht hatten. Meinten wir, auch wir können uns täuschen! Nun ab zum Check In Schalter, eine äußerst äußerst unsymphatische Russin machte die Dame vom Bodenpersonal direkt mal zur Schnecke, warum konnte man nicht verstehen, dass war auch eventuell das Problem der freundlichen Dame von Air Asia, die vielleicht auch nicht wusste, die Anforderungen dieses russischen Teufels zu verstehen. Da dies wohl was länger dauern sollte und wir keinen Familypack Snickers in der Tasche hatten, haben wir uns dann doch entschlossen sich in die Reihe zu stellen bei der Dame die so unfreundlich aus der Wäsche guckt und bestimmt Probleme macht, wegen der Gepäckgeschichte. So war es dann auch, also wir sollten nun jede Menge Baht abtreten. Aber nicht mit uns, denn wir sind ja "Buddha sei Dank" auch Raynair erfahren, haben den ganzen Kram nochmal an uns genommen und haben angefangen umzupacken... ein thailändischer älterer Herr beobachtete die Situation mit einem Ausdruck im Gesicht, als ob er jetzt Zeitzeuge eines ganz wichtigen Unterfangens wäre. Nun man sieht nun auch nicht jeden Tag zwei Langnasen ihre Rucksäcke und Taschen aufmachen und sich gegenseitig so Sachen zurufen wie "Zieh dir was von den Klamotten an"... aber zum guten Schluß hatte es dann alles wunderbar geklappt und wir konnten nach nem kurzen Kaffee dann direkt zum Boarding, denn die ganze Nummer hatte dann doch was Zeit gekostet.

Na dann wollen wir mal ins Flugzeug, auf unserer Boardkarten war keine Platznummer angegeben, aber da wir mit so ne Airline wie Raynair für Asien unterwegs waren, dachten wir auch das geht schon in Ordnung so. Ja auch da lagen wir falsch. Durch diese ganze "wir räumen jetzt die Koffer um" - Geschichte, hatte die Dame vom Bodenpersonal einfach vergessen die Nummern aufzubkleben. Ich hatte, all die weil, schon ner Thai ihre Boardkarte aus der Hand gerissen, um ihr dann, während ich mit dem Finger auf die Platznummer zeige, zu sagen, "we don´t have the number", dabei schaute die Frau mich an, als ob sie dachte "Mädchen dir fehlen nicht nur einige Nummern, die fehlt ne Menge mehr". Jetzt muss man dazu sagen, der Flieger hatte noch jede Menge Platz, für uns zwei kleine Geschöpfe, aber jetzt einfach irgendwo hinsetzen geht nicht, also wir mit der Stewardess durchs Flugzeug und ich dachte die ganze Zeit nur "ach Scheiße, wenn ich bereits bequem im Sitz Platz genommen hätte und die zwei Chaosvögel beobachten müssten, dann würd ich schon wieder einen Anfall bekommen!" Egal. Irgendwann saßen wir dann alle und wir flogen Richtung Bangkok.

Bangkok Flughafen nun in einem Monat dann zum zweiten Mal gesehen. Alles lief wie am Schnürchen, Koffer geholt und ab ins Taxi. Was sehr angenehm ist, die Taxis werden zugeteilt, so hat man also nicht diese Paniksituation "Mister Taxi" "Mister Taxi" "Mister Taxi cheeeeaaaap"... unser Fahrer war so ein ganz lustiges Männchen mit einem großen Fable für Germanyyyy! Ja wieviele Einwohner hat welche Stadt, ich kam mir vor wie einer Quizshow namens "kennst du was von Deutschland", trotz Stau und einer atemberaubenden Musikeinlage durch das Handy des Fahrers, kamen wir gut und prima am Bahnhof an. Wir hatten noch eine gute halbe Stunde, also noch schnell einige Köstlichkeiten zum Futtern gekauft! Wir kämpften uns mit all dem Kram in unser Abteil und atmeten auf als wir endlich unsere Plätze eingenommen hatten. Wir hatten zwar keine Plätze direkt beisammen, aber mir gegenüber war der Sitz erst einmal frei... also aßen wir direkt unseren ganzen Proviant und Jan öffnete eine Flasche Cola "zssssiiiisch" schwipp schwapp, die Cola über den Flaschenhals und auf uns und unsere Sitze und so weiter... alles fein sauber gemacht. Das holländische Paar neben uns, war schon köstlich amusiert... keine zehn Minuten später, Nina schmeißt die Flasche Cola um, sauber, der ganze Boden voll mit Cola und genau in diesem Augenblick, als ich mit einem Packet Taschentücher auf dem Boden rumschrubbe, kommt die ältere thailändische Dame die den Sitz gegenüber beziehen will. Bohr ja, sofort, ich mach das noch sauber, sie versteht natürlich mein Englisch nicht, sie holt den Schaffner, der sagt mir dann das sie Dame sich setzen will. Ach ne, was ne Überraschung, ich dachte die wartet hier aufs Taxi. Ich dem Schaffner erklärt ich möchte doch nur den Platz sauber machen und suche Tempos, die ich vor lauter Hektig nicht finde und vor lauter Verzweiflung ein T-Shirt nehme, was da von mir so rumflog und dies als Putzlappen zweckentfremde. Irgendwann war dann alles tipin toppi und wahrscheinlich sauberer als jeh zuvor.

Nach diesem Tag, freute ich mich richtig darauf mich in die Schlafkoje im Zug zu werfen und in einen traumlosen Schlaf zu verfallen!! Habe geratzt wie ein Kleinkind.
Gut in Chiang Mai angekommen, demnächst mehr wieder!
Küsse und Karma,
Jan und Nina

Homepage Erstellung und Pflege: Superweb Homepage-Erstellung