Lieber V.
Immer, wenn ich an jemanden gedacht habe, bist du in meinem Kopf, zwar klein und leise, aber mit großer Wirkung aufgetaucht. Hast mir gesagt, ich soll's vergessen. Und hast mir gesagt, es ist nicht richtig. Aber, wenn ich doch so glücklich war, wieso kann Glück und Freude falsch und naiv sein? Muss jeder, den man sofort ins Herz schließt, auch gleich Böses wollen? Ich versteh dich nicht, wenn du doch sagst, du bist der Verstand, was bin ich, wenn ich die Liebe bin? Ist die Liebe falsch, oder ist, dass man liebt, falsch? Eine einfache, kleine Antwort verlange ich, aber bekomme nur diesen einen Satz, einfach sagst du mir, dass ich nicht vernünftig bin, aber wenn du der Verstand bist, und ich die Liebe, dann hilf mir, vernünftig zu sein! Hilf mir zu lieben, ohne dabei auf die Nase zu fallen!
In Ewigkeit, deine L.