Leere
Wieder kommt sie, die innere Leere
So tief, so schwarz – wie die Meere
Ist dort nichts mehr was mich bewegt?
Alle Gefühle auf Eis gelegt
Ja, diese Zeit wird vorübergehen
Doch kann ich nicht in die Zukunft sehen
Kann mich nicht freuen, egal über was
Rase auf den Abgrund zu und gebe Gas
Kann mich nicht ärgern, was macht es schon
Alle Gefühle verschmelzen, monochrom
Da ist nichts in mir, außer Schwärze
Ein kleines Licht, flackernde Kerze
Möchte weinen und weiß nicht wie
Mein ganzes Inneres in Agonie
Der Schmerz breitet sich aus wie Gift
Bohrt sich ins Herz ohne Anschrift
Will um mein altes Ich trauern
Muss dazu einreißen die Mauern
Die so lang und sorgfältig aufgebaut
Schützen die Seele, des Herzens Klagelaut
Es ist verkümmert, schwarz und leer
Wie ein kleiner Klumpen Teer
Die Leere in mir, sie eitert
Versuche zu entkommen, gescheitert
Es wird niemals vorbei sein
Erweiter die Mauer, Stein um Stein
Damit ich so tun kann als wär alles in Ordnung
Dabei ist es nichts weiter als innere Ablehnung
Die Leere, sie kommt und geht
Ob ihr es jemals versteht?