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Gebhardt Leberecht von Blücher, Fürst von Wahlstat


Blücher   Blücher

Blücher

1742


16. Dezember in Rostock geboren als zweitjüngster von neun Söhnen, sein Vater war Hauptmann in der preußischen Armee.

1757


Mit erst 15 Jahren schloß sich Blücher als Kadett dem schwedischen Mörner Husarenregiment an

1760


Kadett Blücher wurde bei einem Spähtrupp gefangen genommen von den preußischen schwarzen Totenkopf Husaren des Obersten Wilhelm Sebastian von Belling. Er trat nach einer Beförderung zum Kornett der preußischen Armee bei.

1761


Januar Beförderung zum Sekondeleutnant, im Juni zum Primierleutnant.

1771


Beförderung zum Rittmeister

1773


Vermählung mit der dreizehn Jahre jüngeren Karoline von Mehling. Infolge seines schlechten Images wurde er nach dem Polen Feldzug bei einer Beförderung übergangen. Blücher bat König Friedrich II um seinen Rücktritt vom Militärdienst, dem stattgegeben wurde.

1774


Blücher übernahm die Verwaltung eines der Güter seines Schwiegervaters und wirtschaftete mit großem Erfolg.

1777


Selbstständigkeit als Landwirt

1786


Am 17. August verstarb Friedrich der Große und Friedrich Wilhelm III wurde zum Thronfolger. Bei ihm bewarb sich Blücher gegen Ende des Jahres um eine Wiedereinstellung in die preußische Armee, der vom neuen König stattgegeben wurde.

1787


Blücher wurde in seinem alten Regiment zum Major befördert. Mit 44 Jahren trat er wieder in die Armee ein

1788


Beförderung zum Oberstleutnant

1790


Am 17. Juni verstarb seine Ehefrau Karoline. Beförderung zum Oberst

1794


Nach dem Sieg über die Franzosen im Rheinfeldzug Beförderung zum Generalmajor

1797


Blücher heiratet die 23 jährige Katharina Amalie von Colomb

1801


Beförderung zum Generalleutnant

1806


Am 7. November mußte sich Blücher aus Mangel an Munition und Verpflegung den Franzosen bei Lübeck ergeben

1807


Oberbefehl über alle preußischen und schlesischen Truppen, sowie auch über das Armeekorps des russischen Generals Ferdinand von Winzingerode

1813


Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig. Beförderung zum Generalfeldmarschall

1814


Sieger in der Schlacht bei Laon. Im anschließenden Frieden zog er sich nach Schlesien zurück

1815


Sieg über Napoleon und den Franzosen mit Wellington. Wurden die Peußen am ersten Tag noch geschlagen und vertrieben, konnte Blücher seine Armee vorrantreiben, und kam am dritten Tage an, um Wellington noch zu helfen.


Der patriotische und egozentrische Feldherr Blücher mit dem durchdringenden kühnen Blick war ein Mann von hünenhafter Gestalt und mit einem außergewöhnlichen Charakter. Er vereinte gleichermassen Tapferkeit, Lebenskraft, Grausamkeit, Menschlichkeit und Fairness. Er war jederzeit bereit die schwierigsten und gefährlichsten Aufgaben zu übernehmen und erwartete mit Ungeduld eine bevorstehende Schlacht. Von seinen Soldaten sprach er als seine "geliebten Kinder", und sie nannten ihr Idol mit der bellenden Kommandostimme, dem überwältigenden Humor und wegen seiner persönlichen Note bei der Ausübung seiner Befehlsgewalt "Vater Blücher". Durch seine militärischen Leistungen bekam er auch den Namen "Marschall Vorwärts". Wenn seine Soldaten Anzeichen von Schwäche zeigten, heizte er sie mit Sarkasmus an, dennoch brachte Blücher seinen Männern Fürsorge, Mitgefühl und Zuneigung entgegen, was zu jener Zeit beim Militär äußerst selten war. Er hätte seine Männer niemals als Abschaum bezeichnet, und wenn er nach einer Schlacht durch die reihen Toter und Verwundeter ritt, beweinter er aufrichtig seine Männer. Blüchers angeborene Angriffslust und sein aggressiver Optimismus vereinten sich jedoch seit seiner Kapitulation von 1806 bei Lübeck und der damit verbundenen französischen Gefangenschaft mit einem wilden Haß gegen die Franzosen. Wenn andere den Frieden befürworteten wollte er den Krieg, und oft sprach er von blutiger Rache. Scharnhorst schrieb über ihn als den bravsten Menschen den er kannte. Er war kaum in der Lage Landkarten richtig zu lesen, und sein militärischer Berater war der große Heeresreformer und Stabschef : General August Neithardt Graf von Gneisenau. Als Blücher 1815 gegen die französische Armee antrat war er bereits 72 Jahre alt. Kein anderer Feldherr traf in so vielen Schlachten auf Napoleon wie er. Auf den Feldern Waterloos sollte es das neunte und letzte Mal sein.

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