login   anmelden   
 
Ja   nein   

Inhaltsangabe

Genre: Romantik (P12s)
Rubrik: Farin Urlaub
Status: fertig

Inhalt:
Ein Mädchen unternimmt eine lange Reise um ihr Idol, Farin Urlaub, live zu sehen. Doch dann kommt alles anders.

1. Kapitel

Die Sonne war gerade erst aufgegangen. Ihre schwachen Strahlen kämpften sich durch die Wolken, um die Erde aus ihrem Schlaf zu holen.  Weit und breit war es noch still und der leichte Nebel lag wie ein schützendes Schild über ihr. Doch ein Geräusch durchbrach die Stille, denn das rhythmische Schnaufen einer Eisenbahn durchzog das Land. Der Zug fuhr schon einige Stunden und hatte kaum Passagiere. Das nun stärker werdende Tageslicht fand seinen Weg in die Zugfenster und gab nun den Blick auf die Insassen frei. Am Fenster lehnte der müde Kopf eines jungen Mädchens.  Ihre Augen waren geschlossen. Es schien als würde sie schlafen, doch das rhythmische Wippen ihres Fußes verriet anderes. Schaute man genauer hin, waren unter ihren langen braunen Haaren die Kopfhörer in ihren Ohren, aus denen nichts anderes als das Farin Urlaub Racing Team dröhnte, erkennbar.
Sie liebte diese Band und besonders liebte sie Farin Urlaub. Der blonde Riese mit dem charmantesten Lächeln der Welt war für sie nicht nur der gutaussehendes Gitarrist, sondern auch der Beste. Wie oft ist sie zu seiner Musik im Zimmer rumgesprungen und hat sich dabei vorgestellt genauso Gitarre spielen zu können wie er. Doch das war für lange Zeit nur ein unerfüllter Traum bis sie es schaffte sich das Geld für eine eigene Gitarre zu verdienen. Vielleicht war es nicht die beste Gitarre, aber zum Spielen und Übern der Songs reichte es und über die Zeit wurde sie richtig gut.
Aber das war ihr im Moment egal. Sie saß einfach da und genoss die Musik in ihren Ohren. Endlich würde sie ihr Idol, Farin Urlaub, live sehen. Lange hatte sie gespart und auf vieles verzichtet, um endlich ein Konzert besuchen zu dürfen. Leider waren die Konzerte in ihrer Heimatstadt Berlin schon ausverkauft als sie das Geld zusammen hatte. Deswegen beschloss sie, gegen alle Proteste ihrer Familie und Freunde, ein Konzert in Hohenems zu besuchen. Das war zwar leider in Österreich und forderte deshalb eine anstrengende Reise, die über acht Stunden dauerte, aber das nahm sie für ihren Traum gerne in Kauf.
Die Sonne kitzelte ihr auf der Nasenspitze. Müde öffnete sie die Augen und sah aus dem Fenster. Die Landschaft zog rasend schnell vorüber. Trotzdem verlor sie nichts von ihrer Schönheit. Die Berge mit den weißen Kuppen, die weiten, unberührten Landschaften. Nichts erinnerte sie mehr an Berlin.  Ein leichtes Seufzen entfuhr ihr. Berlin war schon eine schöne Stadt, aber mit der Schönheit Österreichs konnte die ihr bekannte graue Betonlandschaft nicht mithalten. Gähnend stand sie auf und streckte sich. Seit sechs Stunden fuhr sie nun schon und allmählich konnte sie die Anspannung, die sich in ihr breit machte spüren. Mit einem breiten Grinsen setzte sie sich wieder hin und schaute auf ihren MP3-Player. Das neue Album „Die Wahrheit übers Lügen“ war einfach genial. Schnell war ihr Enthusiasmus geweckt und sie fing an auch diese Lieder zu üben. Während Lieder wie „Unscharf“ noch recht einfach waren, bereitete ihr „Krieg“ einige Probleme. Auch deshalb war sie froh den „Meister“ live zu sehen. Vielleicht ergab sich die Möglichkeit, dass sie einige Tricks von ihm abgucken konnten. Diese Gedanken ließen das Kribbeln in ihrem Bauch immer stärker werden und langsam hielt sie es vor Spannung nicht mehr aus. Doch zum Glück war ihr Ziel nur noch wenige Kilometer entfernt. Endlich kam der Zug mit einem lauten Quietschen  zum Stehen. Ein letztes Zischen war zu hören und dann öffneten sich die Türen. Die Türen zum Farin Urlaub Racing Team. Freudig sprang das junge Mädchen aus dem Zug und schaute sich unsicher um. Noch nie war sie in Österreich und deswegen hatte sie auch leider keine Ahnung wo sie hin musste. Doch das sollte ihre gute Laune nicht trüben. Unbeschwert machte sie sich auf den Weg aus dem Bahnhof heraus und fand zum Glück schnell einige hilfsbereite Passanten, die ihr den Weg zum Hotel beschrieben.  Langsam steigerte sich ihre Laune immer mehr und so kam es das sie singend die Straßen entlang ging und erst wieder verstummte als sie das beschriebene Hotel erblickte. Schnell checkte sie ein und verzog sich auf ihr Zimmer, denn sie wollte sich noch hübsch machen.  Für außenstehende klingt es vielleicht absurd, aber sie wollte allein für Farin gut aussehen. Es war ihr erstes FURT Konzert und als festes Ziel hatte sie sich gesetzt, dass sie in der ersten Reihe stand und wenn Farin sie sieht, dann soll er eben ihre Schönheit sehen. Ein letztes Mal überprüfte sie ihr Make up und gut gelaunt mir ihrem Lieblings Farin T-Shirt bekleidet ging sie los. Sie liebte das T-Shirt. Es war schwarz und vorne war ein riesiges Farin Urlaub Porträt abgedruckt. Stolz zeigte sie jedem, wen sie gut findet.  Drei Stunden vor Konzertbeginn war sie da. Außer ihr erblickte sie nur wenige, die schon so früh da waren und dann begann es wieder. Das Warten. Erst acht Stunden im Zug und jetzt noch drei Stunden vor dem Einlass. Aber das war ihr egal. Im Moment war ihr einfach alles egal.  Für sie gab es nur noch Farin. Farin und seine Frauen. Wenn sie ehrlich war, konnte sie sich nicht einmal merken wie die hießen, aber warum auch?! Wieder spürte sie ein Gefühl im Bauch, aber es war nicht das erwartungsvolle Kribbeln, nein, es war….  Mist! Musste sie jetzt tatsächlich auf die Toilette? Das konnte doch nicht wahr sein.  Verzweifelt schaute sie sich um. In der Ferne entdeckte sie ein kleines Toilettenhäuschen, aber gleichzeitig sah sie auch die Massen, die sich nun angesammelt hatten. Wenn sie jetzt gehen würde, dann könnte sie die erste Reihe vergessen. Also blieb nur, Augen zu und durch. In der Hoffnung das sich das Gefühl wieder verziehen würde, richtete sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Security und dann endlich war es so weit. Die Absperrungen wurden geöffnet und die Massen drängten sich zur Bühne. Immer drauf bedacht nicht überrannt zu werden, stürmte sie so schnell es ihre kurzen Beine erlaubten zur Bühne. Tatsächlich schaffte sie es und stand vorne am Gitter. Schnell griff sie zu den Stäben. Nie im Leben würde sie diesen Platz wieder hergeben. Ihre Knöchel schienen weiß durch ihre Haut. Immer mehr verkrampften sich ihre Hände, aber die Angst diesen Platz zu verlieren, verlieh ihr unheimliche Kräfte, sodass sie es schaffte ihren Platz zu verteidigen bis sie die harten Rockakkorde vernahm, die ihr doch so bekannt vorkamen. Und dann stand er vor ihr. Farin Urlaub. Fasziniert beobachtete sie seine Hände. Schnell und unglaublich geschickt spielten sie die Akkorde.
„A, G, Dis, D, C …“, murmelte sie verzückt. Immer noch fassungslos starrte sie ihn an. Es erschien ihr alles viel besser als sie es je geträumt hatte. Die Atmosphäre schien schon beim zweiten Lied „Mehr“ überzukochen. Dann löste sich ihr Blick von seinen Händen und zum ersten Mal in ihrem Leben schaute sie ihm tatsächlich im Gesicht, aber sah er sie auch?

2. Kapitel

Immer wieder versuchte sie in seine wunderschönen Augen zu schauen, doch so sehr sie sich auch bemühte, es schien als würde er sie nicht sehen.  Es schien als hätte er nur Augen für sie.  Die rothaarige Gitarristin, Nessie. Immer wieder lächelte er ihr zu. Doch sie erwiderte seine Blicke nicht. Bei genauerer Beobachtung sah sie sogar sehr angestrengt aus und gar nicht hübsch. Der Schweiß lief ihr über die Stirn und jede Bewegung erschien unsicher und schwach.  Verwirrt darüber, aber dennoch desinteressiert, wandte das Mädchen ihren Blick wieder Farin zu. Dieser war, obwohl es schon das 12. Lied war, immer noch wunderschon. Er strahlte pure Freude und Kraft aus. Doch dann änderte sich sein Lächeln in pures Entsetzen.  Schnell rannte er zum linken Bühnenrand und stützte Nessie. Die Menge wurde unruhig und ein allgemeines Murmeln machte sich breit. Was war denn da los? Ohne eine Erklärung half Farin ihr von der Bühne und kam nach einigen Minuten wieder. Er atmete noch einmal tief durch und erklärte dem aufgebrachtem Publikum und auch seinen ratlosen Musikern die Situation:
„Es tut mir wirklich Leid, dass wir das Konzert unterbrechen mussten, aber Nessie ist krank und sie hat Fieber. Sie hätte heute gar nicht spielen sollen, aber sie wollte euch nicht enttäuschen.“
Ein tosender Beifall, der den Respekt des Publikums widerspiegelte, unterbrach die kleine Ansprache von Farin.
„Jetzt haben wir nur ein kleines Problem.“, verlegen kratzte er sich am Kopf, „uns fehlt ein zweiter Gitarrist.“
Dieser eine Satz löste eine unheimlich laute Welle von „Hier!“, „Nimm mich!“, „Farin!“ aus, doch er lächelte nur und dann richtete er seine strahlenden Augen auf sie. Das junge Mädchen aus dem Zug.
„Ich habe dich beobachtet“, sagte der blonde Riese mit einem verschmitzten Lächeln.  „Du kennst viele Lieder und damit meine ich nicht den Text.“  Wissend hob er seine Augenbrauen und schaute ihr so tief in die Augen, dass sie dachte, er könne bis in ihre Seele schauen. Passierte das gerade wirklich? War es vielleicht doch nur ein Traum? Zur Sicherheit kniff sie sich in den Arm bis es schmerzte. Schnell rieb sie mit ihrer anderen Hand über die rote Stelle. Als sie ihren Blick wieder auf die Bühne richtete stand er genau vor ihr. Farin Urlaub. Nur noch der Graben trennte sie von einander.
„Und kennst du die Lieder?“, fragte Farin noch einmal. Ihr Puls begann zu rasen. Ein einziges kleines Wort würde jetzt alles entscheiden.
„Ja!“, sagte sie mit belegter Stimme. Sie wusste natürlich, dass das maßlos übertrieben war, aber diese Chance wollte sie für nichts in der Welt ungenutzt lassen.
Nachdem sie also „Ja“ gesagte hatte, grinste Farin über beide Ohren und er nickte der Security zu, dass sie das Mädchen über die Absperrung heben kann und dann war es so weit. Das junge Mädchen stand auf der Bühne. Unsicher schaute sie sich um. Natürlich war es immer ihr Wunsch gewesen, aber jetzt als sie da stand, zitterte ihr ganzer Körper.
„Wie heißt du denn?“, fragte Farin freundlich, um die Zeit zu überbrücken bis eine Gitarre gebracht wurde.
„Maya.“, erwiderte sie schüchtern. Farin zwinkerte ihr aufmunternd zu und brüllte dann ins Publikum.
„Einen großen Applaus für Maya bitte!“ Das Publikum gehorchte und eine tosende Welle freundlicher Zurufe kam ihr entgegen.
Ihr Magen verkrampfte sich und ihre Hände waren schweißnass, aber sie hat es ja so gewollt. Ein letztes Mal atmete sie durch und dann kam das Zeichen von Farin, dass das erste Lied beginnen würde.  Ihre Nervosität gewann die Überhand und sie verspielte sich gleich am Anfang.
„Verdammt!“, fluchte sie leise, während ihr die Schamesröte in das Gesicht stieg. Denn eigentlich konnte sie „Ok“ im Schlaf spielen, aber hier auf der Bühne neben Farin Urlaub war alles anders.
Zu allem Überfluss begann das Publikum auch noch mit hässlichen Buh-Rufen, doch Farin unterband diese sehr schnell und dann ging er auf sie zu und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Sie genoss jede Sekunde, in der Farin ihr so nah war. Plötzlich umspielte ein freches Grinsen ihr Gesicht und glücklich nickte sie Farin zu. Beinahe reibungslos verliefen die restlichen fünf Songs, doch als Zugabe sollte es „Krieg“ geben.
Unsicher schaute sie zu Farin. Entweder sie gestand ihm jetzt, dass sie gelogen hatte und nicht jedes Lied konnte oder sie versuchte es irgendwie hinter sich zu bringen. Zuerst wollte Maya spielen, doch als sie Farin so glücklich und zufrieden bei der letzten Ansage sah, übermannte sie das schlechte Gewissen.
„Farin?“, nuschelte sie leise, doch er hatte sie gehört. Ganz nah stellte er sich zu ihr.
„Was ist Maya?“, sprach er nur so laut, dass sie ihn gerade noch hören konnte.
„Die Wahrheit ist, ich habe gelogen.“, gab sie schließlich kleinlaut zu. „Ich kann das Lied nicht. Um ehrlich zu sein, gibt es viele Lieder, die ich nicht spielen kann.“ Tränen sammelten sich in ihren Augen, doch gleichzeitig löste sich die Anspannung in ihrem Körper, denn Farin lächelte noch immer.
„Das ist doch nicht so schlimm. Die Wahrheit übers Lügen ist, dass wir es alle machen. Deswegen bin ich dir auch nicht böse. Du hast das so toll gemacht und ohne dich wäre das Konzert nie so schön geworden. Ich möchte dir dafür danken.“, liebevoll nahm Farin sie in den Arm. Maya konnte sein Parfüm riechen. Es war angenehm männlich und dennoch nicht aufdringlich. Sie verlor sich in seinen Armen und erst als er sie wieder los ließ, erinnerte sie sich wieder wo sie war.
„Ich muss dir danken für die Möglichkeit, die du mir gegeben hast.“, sagte sie schüchtern.
„Gerne.“,  Farin gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange und ging dann wieder zum Mikrofon.
„Einen tosenden Applaus für Maya bitte, die ihren Job wirklich grandios gemacht hat.“, schrie Farin dem Publikum entgegen. Ein großer Beifall, in dem auch die Band und Farin selber einstiegen, durchzog die Luft und mit einem leichten Kribbeln auf der Wange ging sie von der Bühne, um das letzte Lied des Abends als Zuschauerin genießen zu können. Viele Menschen riefen ihr Glückwünsche zu und einige wollten sogar ein Autogramm, aber Maya wollte nur Farin sehen.  Den besten Gitarristen der Welt mit dem sie heute auf der Bühne stand.
Doch auch das schönste Konzert geht einmal vorbei und so stieg Maya wieder in ihren Zug und träumte von dem besten Abend in ihrem Leben, während Farin sich vom Racing Team verabschiedete.  Er umarmte gerade Cindia als er zufällig zur Tür schaute, die in den Backstagebereich von ihm führte und Bela erblickte. Schnell verabschiedete er sich noch vom Rest des Racing Teams und dann ging er freudestrahlend zu ihm. Farin wollte Bela gerade umarmen, doch dieser drehte sich einfach weg.

3. Kapitel

„Bela? Was ist denn los?“, fragte Farin irritiert. Doch Bela reagierte nicht, sondern er ging einfach weiter. Zwar wartete er im Auto, doch sagen tat er nichts. Die ganze Fahrt bis zu Farin nach Hause, herrschte eine eisige Stille. Trotzdem versuchte Farin immer wieder einen Blick von seinem Freund zu erhaschen, doch dieser schaute weiter stur aus dem Fenster. Erst als der Wagen anhielt und Farin den Motor ausschaltete, fasste er Mut. Nach einem tiefen Seufzer, flüsterte er.
„Bela? Sprich doch mit mir.“ Doch wieder bekam Farin keine Antwort. Traurig zog Farin den Schlüssel aus dem Zündschluss. Er wollte gerade aussteigen als Bela sich zu ihm wandte.
„Du hast sie geküsst!“, sagte er leise, aber bedrohlich.
„Was?“, Farin drehte sich ruckartig um und schaute direkt in das Gesicht von Bela.
„Du hast sie geküsst!“, sagte er noch einmal und dann geschah es. Eine einzelne Träne lief ihm über die Wange, doch schneller als Farin die Situation hätte realisieren können, wischte sich Bela die Träne weg.
„Du redest die ganze Fahrt kein einziges Wort mit mir, weil ich ein Mädchen auf die Wange geküsst habe?“, sagte Farin aufgebracht.
„Ja.“, schmollend verschränkte Bela die Arme vor seiner Brust, während er seiner ganzen Aufmerksamkeit den ruhenden Scheibenwischern zu wandte.
„Das glaub ich jetzt nicht.“, Farin schüttelte seinen Kopf, „Du machst mir so eine Szene wegen einem Mädchen? Ich habe ihr nur gedankt, immerhin hat sie das Konzert gerettet.“, versuchte er sich zu rechtfertigen, doch Bela ignorierte ihn.
„Du hättest dir einen Anderen suchen können. Einen von der Crew oder … mich!“, noch immer schaute Bela Farin nicht in die Augen. Langsam wurde Farin zornig.
„EINEN VON DER CREW ODER DICH? IHR HÄTTET JA KKOMMEN KÖNNEN. ES WAR NICHT ZU ÜBERSEHEN, DASS ICH DA EIN PROBLEM HATTE UND DIESES PROBLEM BRAUCHTE NUN EINMAL SCHNELL EINE LÖSUNG!“ schrie Farin nun. Die Wut brodelte in seinem Bauch, doch er wollte nicht, dass die Situation zwischen ihm und Bela noch schlimmer wird, also versuchte er sich zu beruhigen und sprach dann in normaler Lautstärke weiter:
„Was hättest du denn in meiner Situation getan?“ Bela zuckte mit den Schultern, denn eine Antwort wusste er nicht.
„Siehste!“, sagte Farin vorwurfsvoll. Gleichzeitig verschränkte er seine Arme und schmiss sich voller Wucht in den Sitz. Wieder saßen Beide schweigend da, doch diesmal wollte Farin nicht das eisige Schweigen brechen. Er hatte seine Meinung gesagt und nun sollte Bela es akzeptieren oder lassen. Am weiten Horizont schien die Sonne langsam unter zu gehen und ein schwaches oranges Licht schien in das Auto. Farin musste blinzeln, da die Sonne ihn blendete, aber er wollte jetzt nicht zu Bela schauen. Er wollte nicht zuerst die vermeidliche Schwäche zeigen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit übernahm Bela überraschender Weise das Wort.
„Es geht mir ja eigentlich nur um dich.“, sagte er mit zitternder Stimme. Farin spürte, dass es Bela sehr viel Überwindung kostete über seine Gefühle zu reden, aber dennoch schaute er nun stur gerade weiter aus.
„Ich teile dich eben nicht gerne.“, flüsterte Bela. Farin konnte sich nun ein Lächeln nicht mehr verkneifen.
„Ach Bela!“, Farin dreht sich um und schaute mit einem breiten Grinsen in das unsichere Gesicht von Bela.
„Du kannst mir ruhig vertrauen. Ich liebe nur dich und kein Mädchen oder kein Junge eben kein Mensch auf der Welt könnte das Verändern. Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben.“
Bela lief feuerrot an. „Dann hab ich wohl mal wieder richtig Mist gebaut, oder?“
„Aber genau deswegen lieb ich dich doch. Immer mit dem Kopf durch die Wand.“, bei dem letzten Satz wuschelte Farin Bela durch das Haar, wobei dieser lautstark protestierte. Es begann eine herrliche Kitzelschlacht, die erst aufhörte als sich Farin mit Tränen in den Augen ergab.
„Bitte nicht!“, lachte er und hielt sich den Bauch.
„Na gut, aber nur, wenn du mir und meinem Dickkopf verzeihst.“, sagte Bela und dann schaute er Farin mit großen Augen an, die sogar gegen die Augen eines Hundewelpen gewonnen hätte.
„Ok, ich verzeihe dir.“
„Dann küss mich!“ noch ehe Farin ein Wort erwidern konnte, legte Bela seine Lippen auf Farins. Sie vereinigten sich zu einem intensiven Kuss, der jede Pore in Farin zum Leben erweckte. Er spürte wie sein Herz zu rasen begann und ihm bis zum Hals schlug. Er spürte auch wie Belas Hand langsam unter sein T-Shirt glitt.
„Nicht hier!“, hauchte Farin zwischen den Küssen. Bela verstand und sofort gingen sie in das Haus. Sogar auf den kurzen Metern bis zur Tür konnten sie es nicht lassen, sich zu berühren und sich zu küssen. Immer wieder musste Farin Bela  abhalten, dass sie es nicht gleich auf dem grünen Gras von Farins Vorgarten treiben würden. Endlich schloss Farin die Tür auf.  Doch schon beim Betreten warf er sein T-Shirt achtlos auf den Boden.
„Da kann es ja einer kaum erwarten!“, sagte Bela mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht.
„Na und!“, war alles was Farin erwiderte und schon lag er mit Bela auf dem Sofa. Langsam fuhr er mit seinen Händen unter Belas T-Shirt und streichelte über dessen Haut, während er ihn leidenschaftlich küsste. Er spürte wie sein Atem beschleunigte als er Bela das Shirt über den Kopf zog und langsam seine Zungenspitze über dessen Brustkorb führte. Langsam und zärtlich fuhr er immer weiter nach unten bis er schließlich vor Belas Hosenbund stoppte. Mit geschickten Fingern öffnete Farin die Gürtelschnalle und dann zog er schnell Bela die Hose aus und warf sie schließlich so achtlos weg wie sein Shirt vorhin.
„Ich liebe dich!“, flüstere Farin in Belas Ohr, bevor er sich schließlich wieder wichtigeren Dingen widmete. Ganz sanft knapperte er am Bund der Boxershorts, wobei Bela immer wieder leise aufstöhnte. Er konnte es kaum erwarten bis Farin ihm den langersehnten Höhepunkt beschaffte.
Er spürte Farins heißen Atem und jeder Hauch erregte ihn mehr.
„Jan!“, stöhnte er lustvoll, als Farin seine Hand vorsichtig in die Shorts von Bela gleiten ließ. Ganz sanft streichelte er immer wieder über Belas Erektion, sodass es seinem Freund schwer viel nicht zu kommen. Doch endlich verschwand das diabolische Grinsen aus Farins Gesicht und auch er legte seine restliche Kleidung ab. Er drehte sich um und ließ Bela seinen Gefühlen freien Lauf.
Farin spürte nun Belas Hände, die sanft über seine Brust strichen und er spürte auch wie Bela behutsam in ihn eindrang. Eine gleichmäßige rhythmische Bewegung brachte schließlich auch Farin zum Stöhnen und schließlich zum Orgasmus.
„Das war schön!“, sagte Farin, während er sich erschöpft und schwer atmend eng an Bela gekuschelt hatte.
„Ja, wir sollten uns öfters davor streiten.“, Bela grinste bei den Worten, doch Farin schaute ihn nur entsetzt an.
„Das würde ich nicht ertragen. Ich liebe dich zu sehr, um mich öfters mit dir zu streiten, das zerbräche mir das Herz.“, sagte er fast traurig, doch Bela küsste ihn und nahm Farin fest in den Arm.
„Mir auch, denn ich liebe dich, Jan!“, eng aneinander gekuschelte schlief Farin glücklich ein. Bela dagegen schaute ihm noch lange dabei zu und erst als die letzte Schweißperle auf Farins Haut getrocknet war, schlief auch er.


Homepage Erstellung und Pflege: Superweb Homepage-Erstellung