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Ich habe geglaubt, was ich gesehen habe.
Die Oberfläche. Das Lächeln. Ich habe gedacht,
andere Menschen würden bersten vor Selbstbewusstsein.
Ich dachte, andere Menschen wären sich ihrer selbst ganz sicher.
Sie wären schlauer als ich, reicher, hübscher oder sonst irgentwie
mehr als ich.
Wie konnte ich so blind sein? Sie sind es nicht.
Wir sind es alle nicht.
Fast niemand ist wirklich so, wie er oder sie sich gibt. Das hat nichts damit zu tun eine Maske zu tragen.
Wir versuchen nur eben, das Beste aus uns zu machen.
Wir versuchen andere nur das Gute in uns sehen zu lassen.

Und wenn ich mich manchmal über Menschen aufrege, die mir mit ihrem Über-Selbstbewusstsein auf die Nerven gehen, denke ich jetzt daran, dass sie innerlich genauso zerrissen sind wie andere auch.

Wie mies das ist, wenn wir auf die Frage ''Hey, wie gehts?'' immer mit einem ''Gut.' antworten, egal wie es uns in Wirklichkeit geht.
Wahrscheinlich gehts dem Fragenden selbst nicht wirklich besser.

                   "Denn die einzig wahren Menschen sind für mich die Verrückten,
                   die verrückt danach sind zu leben,
                   verrückt danach zu sprechen,
                   verrückt danach, erlöst zu werden,
                   und nach allem gleichzeitig gieren -
                   jene, die niemals gähnen oder etwas Alltägliches sagen,
                   sondern brennen,
                   brennen,
                   brennen
                   wie phantastisch gelbe Wunderkerzen,
                    die gegen den Sternenhimmel explodieren wie Feuerräder,
                   in deren Mitte man einen blauen Lichtkern zerspringen sieht.

                                                                                    [ Jack Kerouac ]

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