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Ich schreibe Tagebuch und kriege ohne To-do-List gar nichts auf die Reihe. Ich bin unzufrieden, schüchtern, manchmal zu laut und sehr viel öfter zu leise. Ich mag Melodic Death Metal und wenn Metal mit Klassikelementen kombiniert wird. Ich bin einsam und oft selbst daran schuld. Ich liebe es mit meiner besten Freundin zu schweigen und Party zu machen. Ich mag den Winter lieber als den Sommer, weil die Kälte einen spüren lässt, dass man noch am Leben ist, wogegen die Hitze mir wie die Vorstation für die Hölle erscheint. Ich bin reizbar, aggressiv und führe Selbstgespräche. Ich mag es Cupcakes zu backen und stehe auf Nieten und Schwarz. Ich mag Deutsch als Sprache am liebsten und halte viel auf Rechtschreibung und Grammatik. Ich mag Schmuck und Internetbilder, die Süßigkeiten mit Augen darstellen und Gothic. Ich bin neugierig und zurückhaltend. Wenn ich wütend bin, höre ich auf zu reden. Wichtige Gespräche über persönliche Angelegenheiten fallen mir schwer. Ich nehme von Chips ab und von Joghurt zu und die einzige Zeitschrift, die ich von vorne bis hinten jeden Monat lese, ist Jolie. Ich bin ein langweiliger Mensch, der in seiner eigenen Welt mit dem besten Menschen überhaupt lebt und soeben einen sinnlosen und widersprüchlichen Text geschrieben hat.








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       Immer einen Klick wert.







             Mark Ryden


Auf Mark Ryden wurde ich durch eine Tattoo-Sendung auf dem deutschen Sender DMAX aufmerksam. Er zeigt auf eine direkte und doch etwas subtile Weise so viel - man sieht sich seine Bilder einfach länger an. Und mich fasziniert jedes einzelne immer wieder aufs Neue.
           » Homepage von Mark Ryden







        25. Juni 2012
Die Abwechslung geht in Routine unter, das Besondere wird verschlungen vom Gewöhnlichen. Individuelle Ideen werden zu Kopien.
Ich will Bilder, die Geschichten erzählen. Bilder hinter denen mehr steckt, als der Aufnahmemodus und die Kamera, mit der es gemacht wurde. Bilder, die mir zeigen, welcher Mensch den Auslöser gedrückt hat.
Ich will Worte, die Seele haben, ohne dass diese erklärt werden muss. Ich will Geschichten, bei denen ich nicht aufhören kann zu lesen.

Was ich bekomme, sind Bilder, die Kopien zeigen. Ich bekomme Bilder ohne Seele, die Seiten füllen, um eine Idee eines anderen zu duplizieren.
Ich bekomme Geschichten, die im Vorhinein erklärt werden. Geschichten, die kein Geheimnis mehr offen lassen. Geschichten, deren Worte gewöhnlich sind. Alltäglich. Gedankenlos.

Ja. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber die Ausnahmen werden seltener. Die Regeln häufen sich. Der Charakter wird verdrängt.






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