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4. Oktober - Erste Eindrücke aus Indien
Hallo liebe Besucher meiner coolen website!
Bin jetzt seit 6 tog in indien und i ho scho sovü gseng und erlebt und wascheinle eh d’höfte scho wieda vagessn, owa i schau amoi wos ma nu eifoit.
Oiso bi am Freitag, dem 28. Sept. noch 13-stündigem flug, und 8 stunden wortezeit um 5 in da frua in bangalore okema. Den ersten schock hobe don glei am flughofen ghot, wei nemle nermt do wor der mi ohoit. Es woitn me zwor mindestens 10 leit mitnehma, owa des woite don doch net riskiern. Gott sei dong hobe in sunil erreicht und don hot eh ois passt.
Am ersten tog hobe don eh glei zwoa schwedinnen kena glernt, de a ba active in asia dabei san und mit oana vo erna bine don a de nächstn 5 tog in an zimma glegn. Noch a poor stunden schlof, sama am ersten tog glei zu an kloan stodtrundgong aufgebrochen, vo deme flennate zum hotö zruck kema bi, weie ma neta nu denkt ho, na i packs net, i fohr hoam. 100.000 leit, wobei de jeda einzelne davo ostarrt und don der verkehr, wost echt froh sei kost wonst lewate iwa d’stross ume kimst. Und iwaroi de ormen leit und der dreck und der gruch. Des wor echt zvü. 2 Tog späta bine amoi alloa untawegs gwen und i hob a weng wortn miassn bevore iwa d’stross rena ghint hob und innahoib vo 10 sekunden san 5 leit um mi umagstundn, darunta zwoa voi kloane kinda und home obettlt dase erna irgendwos gib, jeda hot me vo obn bis unt odewöt und da kloane bua woit ma d’wossafloschn aus da hond reißn, oiso des wor scho a weng wüd. Owa an des gweht ma se wascheinle.
Bis am Sonntog san don nu 7 leit kema, 3 holländerinnen (Maria, Elsa, Sabina), oane aus fronkreich (Tai), oane aus italien (annaliesa) und nurmoi 2 aus schweden (amanda, linn, sandra, eva). In dera zeit homa se don a poor sehenswürdigkeiten ogschaut, wobei des coolste wor sowieso da Botanische gortn, wo ma a kloas fotoshooting ghot hom. Ogfongt hots mit dem das a junges indisches pärchen zuwakema is und gfrogt hot, obs a foto mit uns hom kinan. Mir hom uns recht z’peckt und hom gmoat, jo sicha, eh klor. 2 minuten noch dem de wega worn, is a vota mit seine zwoa kinda daher kema und hot gfrogt oba a a foto mit uns mocha kinat. Jo und so is don dahigonga, und innerhoib vo 10 minuten san af ormoi 30 leit um uns umagstondn, de fotos mit uns woitn. Zum schluss, hoe don scho am weng an krompf im gsicht ghot, van locha, owa es wor trotzdem a gaude.
Am montog hot don d’orientation week ogfongt, wobei ma den ersten tog nu in bangalore worn und uns nu a weng d’stodt ogschaut hom. Ziemlich zum schluss sama zu an shiva-tempel gfohrn und i glaub des wor da schenste ort dene jemois gseng hob. Nochdeme 5 tog, 24 h long nur lärm um mi uma ghot hob wor des da erste wirklich, wirklich, wirklich, ruhige ort, vo da musik obgseng, owa de wor eh gscheit sche. Am liawan hätte me oafoch niedaglegt und den schlof vo de letzten tage nochghoit, owa des wor leida net erlaubt.
Afd nocht san ma don noch mysore gfohrn san. Jetzt bine den 2. tog do und i muas song mir taugts recht, weis voi a supa stodt is, net gonz so groß, net gonz sovü autos, um einiges weniger dreckig und vü weniga orme leit. Oiso i glaub do losstsese af jedn foi aushoitn.
Gestan wor a feiertog, zu ehren mahatma ghandis der am 2. oktober geburtstog hot und üwaroi homs musik gspüt und da praveen (unser orientation-week leiter) hot uns erklärt das des liada san de da mahatma ghandi gsunga hot, des wor a gonz intaressant.
S’wetta is voi supa, oiso net so hoas und afd nocht sogor ob und zua a weng koit. Bi mittlerweile sogor a weng vaküt, owa i glaub des is eha wegn de gonzen ventilatoren und bam auto-rickshaw fohrn ziagts a oiwei gscheit. Verdauungstechnisch schauts zur zeit eha schlecht aus, wobei net da durchfoi mei gressts problem is, den eigentlich 99,9% vo de touristen in indien kriang, na, i hob vastopfung. Wenigstens hobe 3 mittel + getrockenete heidelbeeren geng durchfoi mit owa nix geng vastopfung, nojo.
Des indische essn is voi guat, wenn auch etwas scharf, und a woma sogt, not spicy please, kost davo ausgeh dast 2 lita wossa brauchst, damitstas owebringst, oda du muast recht schnö essn, so mochs i zur Zeit. Außerdem hobe jetzt scho die richtige Technik zum mit de händ essn heraust, des is so cool und ois schmeckt glei nurmoi so guat. Heit homa zum ersten moi söwa a indisches essen kocht, des wor a recht a gaude. De Frau ba dera wos ma do worn is oane vo de gostmütter und i hoff wiakle dase za dera kim, wei de hot nemle a klo, a richtiges klooo, zum sitzn. Ma wor des sche, am liawan ware a stund sitzn bliebn, owa de ondan woitn jo a nu. (Fia olle des net wissn, in Indien besteht a Klo aus an Loch im bodn und und an kiwoe wossa danebn, mit demst de don woschn kost, wei es gibt nemlich koa klopapier)
Am nochmittog homa don unsere ersten kannada-lessons ghot, gscheit a komische sproch. Owa mittlerweile koe scho song: Namaskara – Hallo, Danja vada – Danke und sogor Nanna heseru Laura – mein name ist laura. Owa i bezweifl das se meine kannada-kenntnisse in de nextn 6 monate nu sehr erweitern wern, wei es is wiakle gscheit schwa. Dafia schauts mit mein englisch umso besser aus. Mittlerweile bine so weit, dase sogor af englisch deng und tram. Don sitze teilweis do und deng hoit so a weng noch üwa dieses und jenes und wone don a wort net woas froge me: Ahh, what’s the word? Bis ma wieda eifoit, maaa du kost jo eh deitsch, deng hoit af deitsch. Jo so is des, i glaub d’bocksi hätt a freid mit mir =).
Am sonntog lerna ma don endlich unsa gostfamilie kena und am montog geht’s don endgültig los mitn hackön. Bi scho recht gsponnt, obwoie me scho a weng fiarcht, owa des ghert eh dazua glaube.
Nojo, soweit zu meine ersten eindrücke und erlebnisse in indien, sama gsponnt wos me nu ois erwort!
PS: Fotos folgen noch!
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Eine durchschnittiche indische Toilette
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14. Oktober - Auf den zweiten Bick
Sodala, do bine wieda, noch immer am leben, wenn auch etwas geschwächt. Mittlerweile is d’orientation week vorbei und a de erste wocha in Odanadi homa scho guat umebrocht, owa keine angst, i fong eh vo vorn o.
Oiso mir san am sonntog zu unserer gostfamilie kema, wobei ma net direkt ba erna wohnan sondan 5 minuten entfernt in an extra haus, weis zur zeit an buam namens Paolo ba erna hom und se woin hoit buama und mescha net mischn. Obwoi ma se zerst denkt hom, ma so a scheiß, is jetzt eigentlich voi cool. Oiso s’haus is voi sche, für indische verhältnisse versteht sich, und außerdem in ruhiger lage und des is fia mi natirle sowieso des wichtigste, wei noch 5 tog bangalore schätze de ruhe mehr den je. Zerst worma za dritt, d’eva, d’sabina und i, wobei d’eva mittlerweile ins haus vo da gostfamilie zong is, wos irgendwie gor net so schlecht is, wei de geht ma sowieso a weng afd nervn. Owa dazu a ondas moi mehr.
Jo den ersten tog in Odanadi koe eigenltich mit oan wort beschreibn und des is Schock. Obwoi uns da Paolo scho am sonntog beim obndessn vazöht hot, das se eigentlich nermt recht um di umschaut und dasd komplett af di soewa gstoet bist, homa trotzdem nu net amoi annährend ahnen kina, wos do af uns zuakimt. Am montog sama don noch an ca. 15 minütigen fußmarsch um 10:00 zum heim kema und a won me des scho fertig gmocht hot, es soit nu schlimma kema. Zerst sama amoi neta depat umadum gstondn und hom erna beim beten zuagschaut, wei jeden tog am vormittog treffen se olle am hof zum gebet und nochdem oane vo de leitarinnen a viertl stund aus da zeitung vorglesn hot, hots uns don deit das ma zu ihr afd stiag afekema und uns olle vorstoen soin. Jo nochdem des erledigt wor, sama hoit wieda amoi depat dogstondn und hom gwort das uns irgendwer wos oschofft. Gott sei dong homa in paolo dabei ghot, der don zu oana vo de lehrerinnen higonga is und gfrogt hot wos ma toa soin. De hot gmoat, zwoa vo uns kinan mit ihr english-classes mocha und d’sabina und i, voi motiviert, hom se natirle glei drum ognuma. Während se owa mir des eha so vorgstöt hom, das sie unterrichtet und mir zuaschaun, hots uns oafoch in an raum mit ca. 10 kinda im oita vo 3-10 johr gführt und wia ma se 2 sekunden späta umdraht hom wor sie weg. Jo jetzt sama wiakle dogstondn wia de gresstn trottln, bis uns kinda deit hom, mir soin se in d’mittn vo ernan kreis sitzn, nojo und don sama hoit dogsessn wia de gresstn trottln, mit 20 erwortungsvolle augn af uns gerichtet. 5 weitere minuten später, homa se don endlich entschiedn, mir mochan oafoch irgendwos und hättn a weng zan englisch unterrichtn ogfongt, wos owa eigentlich koan wirklich intaressiert hot außa vielleicht oan oda zwoa und da rest hot se oafoch aufregenderen tätigkeiten gewidmet, wia z.B. raffn oda a schlofn. Nojo, noch 20 minuten schreiarei und schnorcharei, wor i mit de nerven am ende und den tränen nahe. Gott sei dong, is da sabina don eigfoin das a knetmasse mithot und don is endlich a bissl ruhiga worn, bis af de de wos hoit gschnorcht hom. Jo so sama don de nechstn 4 ½ stund dogsessn, gnuag zeit damit ma i üwaleg, wüvü das des kostat wone mein hoamflug af de wocha umbuchat und ba weme vielleicht orwatn kinat. Wieda dahoam, hobe ma a poah keks eineghaut und mit jedem keks is mei optimismus a weng mehr wordn und so hoe so long weita gessn bise ma endlich denkt ho: „Ma i gfrei me scho wieda af morgn … zumindest a weng.“
Da nechste tog wor don um einiges bessa, wei ma jo jetzt scho gwusst hom wos af uns zuakimt und desweng da schock nima gonz so groß wor. Mir homses don oafoch so eitoit, das da paolo und d’eva af de gonz kloan afpassn und d’sabina und i hom 3 vo de ödan kinda englisch unterricht. Des Problem is nämlich, in Odanadi gibt’s 5-jährige, de kinan hoiwigs guat englisch und vü sogor s’ABC und es gibt 20-jährige, de koa oazigs wort redn. Und noch oana wocha woase du kost eigentlich nie wirklich a gruppn unterrichtn, wei jeda so untaschiedliche englisch-kenntnisse hot und aus dem Grund mochan sowieso nur einzelstunden an sinn, wos natiale oafoch schwa is ba sovü kinda.
Grundsätzlich sama jetzt jeden tog ca. 5 stunden dort, wobeis an eigentlich komplett freigstöt is won ma kimt und won ma geht. Am Vormittog san hoit meistens nur de kloan do, de wos net ind schui gengan, mit de spün ma hoit don a weng und am nochmittog won don de ödan vo da schui keman koma mit de a a weng wos mocha wonses gfreit. Owa i deng ma es dauert oafoch a zeitl, bist in des gonze einekimst und du brauchst sicha nu mehr zeit dast don dein plotz in dem gonzen system findst. Wenigstens hob i 6 monat zeit, wei de meisten san nur 4 wochan do und fia de is hoit scho a weng schwa.
Um hoiwa 2 gibts don oiwei mittogessn in odanadi, wobei se de ondan sovü vor de bakterien fiarchtn so das ma hiazt jeden tog in a 4-sterne-restaurant voi teia essn gonga san. Oiso mir zoin durchschnittlich 2,50 – 3 Euro fia a hauptspeis, nochspeis und tringa wos wiakle a wahnsinns preis is fia indien. Wonst normal essn gehst, zoist eigentlich nie mehr ois 1 Euro, a wonst a cola trinkst, des in österreich alloa scho meistens 2 € kost, do owa nur 15 rupien, oiso 20 cent. Am Mittwoch hoes don gschofft dase de ondan iwaredt das ma amoi Odanadi-food probiern und es wor muase sogn wiakle essbor. Grundsätzlich gibts jedn tog so an grossn braunen boi, der ausschaut wia a pferdeopfö, owa eigentlich nur noch sond und erd schmeckt, dazua an truckan reis und als krönung irgend a koite soß mit a poah komische bohnen drin. Oiso i ho af jedn foi ois zomgessn, im gegnsotz zu de ondan, wei i moa i deng ma wons fia de leit guat gnuag is don passts fia mi a 100 moi und außerdem schodts ma eh net, wone amoi net sovü fetts und siass zeig is.
Am Donnerstog worma don wieda im restaurant, wei de ondan draf bestondn hom, owa es wa gscheita gwen i wa net mitgonga. Nochdem endlich mei mixed vegetable curry mit reis am tisch gstondn is, hoe me volla hunga driwagstürzt, ohne auch nur annähernd zu hinterfragen wos do vielleicht drin sei kinat. I hob zwor kurz misstrauisch des grüne zeig untersuacht, obs eh koa grüner chilli is, wei des is nemle da schärfste, owa bi don zu dem schluss kema das eh neta a paprika is, oiso ungefährlich. So hoe weitagschauföt, bise af ormoi gspiat ho, ui hiazt wird’s schorf. Wiare des ding in mein mund don a weng näha untasuacht hob, bine drafkema es is a GONZA GRÜNER CHILLI. I bi neta do gsessn und jeda hot me ogschaut, und se gfrogt, wieso dase den so gschreckt schau und i depat wiare bi, sog: „Nix.“ und iss weita, bisa untn wor. Jo und don hots ogfongt. Vo oana sekundn af de ondare hotsese ogfüht wia won a feier in mein hois entbrannt wa und se longsom afa und owe orwat, vom hois bis in mogn, und afe bis in kopf. I ho echt nima gwusst wose toa soit. Erste reaktion, wossa tringa, hüft nix, zweite reaktion reis essn, hüft nix, dritte reaktion, in köna schrei dasa ma sofort a joghurt bringt, hüft nix, wei des dauert sowieso 10 minuten, oiso i wor echt vazweiföt. Gott sei dong hot da köna des irgendwie mitkriagt und s’joghurt wor don doch a weng schnölla do ois wiare gmoat hätt. Owa trotzdem hoe a hoiwe stund nocha nu kopfweh, bauchweh und komischerweise sogor ohrnweh ghot, oiso i hob ma echt net denkt das irgend a gemüse so wüde auswirkungen hom ko. Und des geilste wor sowieso, während da orientation week, hot uns da praveen a grüne chilli prowiern lossn, wobei olle neta an millimeter obissn hom und don scho gschrian hom: „Uh, schorf, wossa, schorf!“ Und i hobs do net amoi prowiert, weie ma net traut hob, weies eh net mog wons schorf is und hiazt hoe glei a gonze gessn, haha, i bi echt cool.
Nojo obgseng vom schorfn essn gibt’s nu an weiteren punkt, der ma probleme bereitet und zwor de nomen. Obwoie normalerweis a guats nomensgedächtnis hob, is do praktisch unmöglich dast da mehr ois oan nomen pro tog merkst, zumindest ohne hilfsmittel. Mittlerweile hobe imma an kloan zettl und an stift in da hosntoschn, woe jeden neichn nom dene her drafschreib und don afd nocht im bett lese ma don nurmoi olle durch damite mas bessa merka ko. Mittlerweile woase scho Pallavi, Tschoti, Tunga, Tschansi, Anupama, Nandini, Chandini, Nirmala, Lisa (mei lieblingsnom), Kabita, Shamla, Shuti, Ranja, Brianca, Tipica, Somja, Brezwel (von mir liebevoll Brezal genannt), Shiwama, Rani … jo und do stehts. Owa i find des is eh scho gscheit guat fia 4 tog und fia söchane komischen nomen.
Oiso grundsätzlich san eigentlich olle voi kinda liab, nur d'tipica und d’brianca san gscheite gfrasta, oiso do muase me scho gscheit zomreißn dase net zan schrei ofong. Obwoi schrei do sicha net des schlimmste is, wei d’kinda werdn eigentlich durchgehend vo gleichoitrige, owa genauso vo ötane und de lehrer ghaut, oiso san de eh a unsanfte behandlung gweht. Owa i vasuachs zumindest obs ondas a geht. Ob und zua is hoit ziemlich stork, weis trotzdem sovü kinder san (ingesomt 70) und owa jeda vo erna wü dei ungeteilte aufmerksamkeit und an gonzen tog geht’s hoit dahi sister, sister, sister (wei do redns de nemlich net mitn nomen o sondan nur mit sister oder brother) und oanaseits soist mit de kloan spün, don kimt wieda a ötane „sister, please teach english“ don lerne dere a weng english, don kimt da nexte „sister, please write“ und don schreibe dem wieda s’ABC af und so gehts hoit dahi. Oiso won se jeda vo uns in 4 toilat don wans vielleicht gnuag, owa so is hoit scho a weng onstrengend. Trotzdem taugts ma dawoi nu, i moa i woas net wias don in 3 monat ausschaut, owa des wird se eh ois aussastön.
Nojo, des wor jetzt mei zweita bericht und i werd natiale wieda von mir hern lossn wons wos neichs gibt!
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Unser Gastmama Rani mit ihre zwoa Toechter Tunga und Chansi
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Rani, Gostpapa Parashu und Tunga
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Beim Fruehstueck - Paolo, Eva und i
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Bam Busfohrn - Sabina, i und da Paolo
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Bei unserem wohlverdienten Freitag-Abend-Drink - I, mileen, emilia und da paolo
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Zwoa kloane strossenhunde
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Amanda beim Kokusmilch schluerfn
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Eva und Amanda nach einer Tempelsegnung
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29. Oktober – Jetzt geht’s erst richtig los
Halli hallo ihr lieben!
I woas i hob scho long nix mehr vo mir hern lossn, owa dafia hoe hiaz umso mehr zan vazön, hehe.
Wor de letzte wochn af beach-week in Goa und es wor recht fesch, woma vo da fost 24 stündigen anreisezeit obsiagt. Mir worn in an kloan touristenort namens palolem, mit mehr europäer ois inder, owa des is zur obwechslung eh amoi net schlecht. Jo vü gibt’s über de wocha eigentlich eh net zan vazön, wei jeda tog nur aus essn, schlofn, strond liegn und fort geh bestondn hot, owa obses glaubts oda net, mir wor koa orzigs moi fad. D’sabina, d’eva und i homs natirle umso mehr genossn, wei mir jo zwoa wochan odanadi hinter uns ghot hom und desweng d’entsponnung nu mehr nötig ghot hom ois olle ondan. Am Freitog um 11 afd nocht homa se don wieda am hoamweg gmocht, wobei d’hoamreise nu bleda wor wia d’anreise weie so bauchweh ghot hob, dase don mit da sabina, de heit hoamgflogn is, in bangalore bliebn bi weie ma denkt ho i druck de 3 stündige busfohrt noch mysore nima durch. Mittlerweile bine owa eh scho wieda glücklich und gesund in Hutagally gelandet.
Nochdem d’sabina, da paolo und d’emilia des wochenend hoamgflogn san, homa jetzt 3 neiche leit im odanadi-team, wobei zwoa, oiso d’annaliesa und d’marija de wose eh scho vo da orientation week kenn ba mir im haus wohnan und d’Tai mit da eva ba da gostfamilie is. I muas song mir keman olle recht guat mitanond aus und mittlerweile vastehe me sogor mit da Eva, wei noch dera beach-week in Goa woase es hätt vü schlimma kema kina (Stichwort: Sandra) und verglichen mit monch ondare is d’eva a echta sonnenschein. Oiso vo dem her koe echt neta aufatmen und song: „Danke Gott, du moastas doch guat mit mir.“ =)
Heit wor don erna ersta tog in odanadi und obwoi ma de drei scho ois vazöt hom wias is, so wia da paolo uns vor drei wochan vorgewarnt hot, is erna trotzdem net ondas gonga wia uns. Keinen plan wost toa soist, wost ofonga soist, wiast de vahoitn soist, owa i muas zuagebn i wor heit teilweis a a weng überfordert, weis so zua gonga is dast echt nima gwusst host wo vorn und hint is. Obwoie ma deng des wird oafoch imma wieda so sei, an monche tog passts und an monche tog passts oafoch iwahaupt net und mit dem muas ma hoit lebn. Mittlerweile hobe zumindest oa mesch, de fost jeden tog za mir kimt und wü dase ihr s’lesn lern, neta heit hätts don in spiess umdraht und hot gmoat sie lernt ma kannada, owa des hobe ihr don doch irgendwie ausredn kina. Nur d’zoin hotsese eibüdt, und obwoie scho noch 1,2,3 gnuag ghot hätt, hoe ma don denkt i muas doch a guats vorbüd sei, wei i schindt jo sie a stundenlong das des und des richtig ausspricht, oiso koe jetzt a net oafoch song, na i ko des net. Ha und schlussendlich hoe echt bis 20 zön kint, owa don hot mei hirn echt graucht, so a komische sproch.
Owa obgseng vo ana neichn sproch lerne do a vü ondare sochn. Z.B. glaube dass wone hoamkim fia mi koa problem mehr sei wird im mittelpunkt zu stehen, wei wurscht wost hikimst, du kosta sicha sei du bist de gresste attraktion, seis af an konzert oda vorm Mysore Palace, europäer san einfoch immer interessanter, egal wos grod ondas zan seng gibt. Weiters hobe a scho mein ersten fernsehauftritt ghot und zwor 3 moi hintaranond, zu jeder vollen stunde ois sonderbeitrag in de nochrichten. Des häufigste wort in meine sätze is zwor „ähm, ähm“, owa i moa des homs ban synchronisieren wegalossn =).
I muas song mittlerweile bine echt froh dase ma Indien ausgsuacht hob, obwoie me gfiarcht ho das vielleicht zu ondas is ois Europa, und des is a, owa des guate dro dro is dast nie an vergleich ziagn und song ghost, ma des is dahoam vü bessa, wei ba Indien brauchst net amoi zan vergleichn ofonga, wei do wiast a gonz leben net fertig. Ogfongt damit das do de standardrichtung fia ois gengan urzeigersinn is (i checks bis heit net wone ban memory spün dro bi), das s’zeichen fia „Na“ do „Jo“ hoast, das do institutionen gibt de da ban zuanehma stott ban obnehma höfn („Put weight on your body, with 100% garantee“), dasd do net afd müllobfohr wortst sondan af de nexte kuah de se s’müllsackö afd herndl londt (und zan noban trogt) oda monchmoi a zomfrisst (de kia do san nemle echt net hoagle), usw. usw … wia gsogt des kinat ewig so weita geh. I glaub des orzige wos do genau so is wia in europa is das d’autos vorwärts und net rückwärts fohrn, owa des woas a scho. Oiso Indien is echt a feines Lond =).
Owa natiale gibt’s a a poor sochan de ma scho ogengan, sochan de me dahoam ob und zua sogor ob und zua afgregt hom, z.B. das vü lembicka oafoch s’griassn net kinan. Do is owa so, das de oafoch jeda griast und net nur griast sondan gleichzeitig nu hundat ondare frong stöt und des neta im vorbeigeh. Oiso des schaut don ca. so aus: „Hiiiiiiiiiiiiii!!!“ „Hi“ „How are you????“ „I’m fine, thanks, how are you?“ „I’m fine!!! What is your name???“ „Laura, what is your name?“ „Abuirgendwos. Which country?????“ „Austria“ … Jo des san amoi de grundfrogn, de da oafoch sowieso jeda stöt und don gibt’s natialich nu unzählige ondare, wobei ma bei „Which country“ scho meistens schrei muas, wei ma scho 50 meter voanonda entfernt is. Oiso mir hom se echt scho iwalegt ob ma se net a leiwö drucka lossn mit „Hi. I’m fine. My name is … . I’m from … .“ und wons don nu wos wissen woin kinans eh frong. Es is zwor nur a Idee, owa i deng ma ba an 6 monatigen aufentholt echt zum überlegn =).
Jo leidln, des wors vom oktober, stöts eng vor 1 monat is scho vorbei, sama gsponnt wos da november bringt (eng sicha schnee, hehehehe) …
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